Wohnen & Bauen
Sanierung Nidfuren-Schmittli

Brügglitobel-Brücke: Wichtiges Etappenziel ist erreicht

Regierungsrat Florian Weber (Mitte) durchschneidet das Band und erklärt die Brügglitobelbrücke offiziell als fertiggestellt. Links im Bild Fridolin Bossard, Gemeindepräsident Unterägeri, rechts Herbert Keiser, Bauchef Menzingen. (Bild: wia)

Noch steckt man zwischen der Tobelbrücke und Neuägeri mitten im Bau eines neuen Strassenabschnitts. Dieser soll zwar erst 2023 beendet werden. Doch haben die Verantwortlichen am Freitag mit der Fertigstellung der Brügglitobelbrücke einen wichtigen Etappensieg erreicht.

Wer in den letzten Monaten in die Zuger Berggemeinden gereist ist, hat es aufgrund der Umleitungen gemerkt: Hier wird zünftig gewerkt. Konkret muss der Strassenabschnitt Nidfuren-Schmittli erneuert werden. Dies insbesondere, da der Hang rund um das Lorzentobel instabil ist und stetig rutscht (zentralplus berichtete).

Ausserdem wird die Strasse in Richtung Ägeri verbreitert, um allen Verkehrsteilnehmern besser gerecht zu werden. Während der Arbeiten wird der Verkehr ins Ägerital in Form eines Grosskreisels geführt, bergwärts via Allenwinden, talwärts via Cholrain-Edlibach.

Brügglitobelbrücke: Klingt niedlich, ist aber massiv

Am Freitag hat der Kanton mit der Fertigstellung der Brügglitobelbrücke ein wichtiges Etappenziel erreicht. Brügglitobelbrücke? Das klingt nach einem klapprigen Fussgängersteg. Ein ganz anderes Bild zeigte sich beim Augenschein vor Ort, bei dem Verantwortliche aus verschiedenen Gemeinden, des Kantons und der Bauunternehmen dabei waren.

Am Freitag wurde die Brügglitobelbrücke offiziell fertiggestellt. Im Hintergrund ist eine der Stützwände sichtbar. (Bild: wia)

Mit dabei natürlich auch Baudirektor Florian Weber. Sein Hauptjob an diesem Freitag: Mit der Schere das Absperrband durchzutrennen. Er ist zufrieden, denn: «Die Brücke konnte einen Monat vor dem eigentlichen Termin fertiggestellt werden.»

«Das einzige Problem sind hin und wieder Velofahrer, welche die Signalisation beim Cholrain missachten und in den Gegenverkehr geraten.»

Florian Weber, Zuger Baudirektor

Und weiter: «Sie musste erneuert werden, da die alte Brücke auf längere Frist nicht mehr sicher war. Entsprechend ist auch dies das Ziel des neuen Baus. Zum einen soll die Sicherheit gewährleistet werden, zum anderen soll die Veloverbindung Zug–Ägeri verbessert werden.» Auch wenn die Erstellung eines durchgehenden Velowegs noch etwas länger dauere, wie er ergänzt.

Der umfangreiche Kreisverkehr, der während der Bauzeit gilt, funktioniere gut, so Weber. «Zunächst dachten wir, dass es bei der Kreuzung Edlibach Probleme geben könnte. Doch alles läuft reibungslos. Das einzige Problem sind hin und wieder Velofahrer, welche die Signalisation beim Cholrain missachten und in den Gegenverkehr geraten.»

Wer einen Blick unter die Brücke wirft, erkennt, dass dieses Gelände alles andere als freundlich ist. (Bild: wia)

Ein komplexer Bau

Eine Brücke zu bauen, über die täglich unzählige Autos und Lastwagen brettern und ausserdem auf instabilem Gelände steht, ist kein Klacks. Nik Studer, Gesamtleiter des Grossprojekts, erklärt: «Aufgrund der Geologie zwischen Nidfuren und Schmittli mussten massive Pfähle von 1,20 Metern Durchmesser verwendet werden.»

Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung hat man vorgespannte Betonträger gebaut. Bergseits der Brücke sind zwei Stützmauern, dahinter zwei Hangsicherungen sichtbar. «Die Wände sorgen dafür, dass Hangrutsche zurückgehalten werden», erklärt Studer.

Warum die 30 Meter lange Brücke fürs Gesamtprojekt eine grosse Bedeutung hat, erklärt der Gesamtprojektleiter im Video:

Ziel des Kantons ist es, die Hauptarbeiten des Grossprojekts 2023 zu beenden. Noch braucht es also etwas mehr Geduld als üblich bei der Fahrt zwischen Ägeri und Zug.

Verwendete Quellen
  • Augenschein und Gespräche vor Ort
  • Website des Kantons Zug
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