Kanton Zürich als Vorbild?

Bauen im Kanton Zug: Bewilligungen sollen schneller gehen

Der Zuger Regierungsrat soll Antworten geben auf Fragen zu Baubewilligungen. (Bild: zvg)

Der Zuger FDP-Politiker Jost Arnold und Karl Bürgler wollen, dass Baubewilligungen im Kanton Zug schneller gehen. Sie haben den Regierungsrat gefragt, wie sich das machen lässt.

Vom Einreichen des Baugesuchs bis zur Erteilung der Bewilligung geht es lang – oft sogar sehr lang. In der Schweiz dauert es gemäss dem Magazin «Immobilien aktuell» im Schnitt 140 Tage, Tendenz steigend. Jost Arnold und Karl Bürgler von der FDP wollen dieser Entwicklung einen Riegel vorschieben, zumindest im Kanton Zug. Das Ziel der Zuger FDP-Politiker ist es, dass die Behörden solche Prozesse zur Baubewilligung schneller abwickeln können. Deshalb haben der Regierung eine «kleine Anfrage» gestellt. Sie fragen ihn, wie lange solche Verfahren im Kanton Zug durchschnittlich dauern und wo Möglichkeiten zur Optimierung bestehen.

Drei konkrete Vorschläge

Nebst allgemeineren Fragen bringen Arnold und Bürgler drei handfeste Vorschläge, solche Bewilligungsprozesse zu beschleunigen. So fragen sie den Zuger Regierungsrat, ob der Detailierungsgrad von Baueingaben optimiert werden könnte, indem gewisse Auflagen erst vor Baufreigabe zu erfüllen wären. Und sie fragen, ob nicht mehr Bauvorhaben ohne Bewilligung, also im Anzeigeverfahren, klärbar sind.

Letztlich erkundigen sie sich, wie die Regierung zu einem Prozedere wie im Kanton Zürich steht. Dort kann nur Einsprache machen, wer den baurechtlichen Entscheid eingefordert hat. Diesen Entscheid können sie nur während drei Wochen verlangen. Das ist die Zeit, in welcher ein Baugesuch im Kanton Zürich öffentlich aufliegt.

Auch in Luzern ein Thema

Die Politik im Kanton Luzern befasst sich ebenfalls mit dem Problem. Letzten Dienstag veröffentlichte die Luzerner Regierung sieben Stellungnahmen auf Vorstösse, die schnellere Baubewilligungsprozesse fordern. Wie aus den Antworten hervorgeht, ist die Luzerner Regierung offen für die Vorschläge aus den Vorstössen und überprüft diese. Allerdings zügelt sie auch die Erwartungen, da solche Änderungen viel Zeit benötigten (zentralplus berichtete).

Wie die Zuger Regierung auf die Vorschläge von Arnold und Bürgler reagiert und was sie zum Thema sagt, wird sich zeigen, wenn die Antwort auf die Anfrage vorliegt.

Verwendete Quellen
  • Anfrage an Zuger Regierungsrat von Jost Arnold und Karl Bürgler
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