Wohnen & Bauen
Widerstand aus der Bevölkerung

Asylzentrum Röhrliberg in Cham ist vom Tisch

Hier beim Sportplatz auf dem Röhrliberg in Cham wollte die Zuger Regierung das Asylzentrum bauen. (Bild: Hans Jörg Villiger)

Der Kanton Zug muss 1,5 Prozent aller Flüchtlinge aus der Ukraine aufnehmen – hat aber keinen Platz mehr. Nun baut er Wohncontainer auf der Lorzenallmend in Zug. Der Standort Röhrliberg in Cham lässt er wegen des Widerstands aus der Bevölkerung fallen.

Die Baudirektion hatte für die Standorte Lorzenallmend Zug und Röhrliberg Cham je ein Baugesuch eingereicht (zentralplus berichtete). Wohncontainer sollen Platz für rund 400 Personen Flüchtlinge aus der Ukraine bieten. Gegen das Vorhaben in der Lorzenallmend sind keine Einsprachen eingegangen. Dies im Gegensatz zu Cham, wo sich massiver Widerstand abzeichnete (zentralplus berichtete).

Inzwischen hat die Stadt Zug den Modulbau auf der Lorzenallmend bewilligt, wie der Kanton Zug mitteilt. Die Ausführungsplanung wird umgehend gestartet. Die Inbetriebnahme ist im Frühling 2023 vorgesehen.

«Im Rahmen der Baueingabe für den Standort Röhrliberg sind verschiedene Reaktionen und Einsprachen aus der Bevölkerung eingegangen», heisst es in der Mitteilung des Kantons. In diesem Zusammenhang wurde von der Gemeinde ein Alternativstandort in Cham vorgeschlagen, der ebenfalls durch den Kanton geprüft werden soll.

In der Zwischenzeit wurde der Standort, der sich neben dem Papieri-Areal auf dem Gelände der ehemaligen Pavatex-Fabrik befindet, durch die Baudirektion näher untersucht. Der Standort ist aus Sicht der Baudirektion, der Gemeinde Cham und der Grundstückbesitzerin Cham Group grundsätzlich geeignet und soll im Sinne einer möglichen, zusätzlichen Option bei allfälligem Bedarf weiterverfolgt werden. Im Gegenzug wird die Baudirektion die Baueingabe für den Standort Röhrliberg zurücknehmen.

Verwendete Quellen
Deine Ideefür das Community-Voting

Die Redaktion sichtet die Ideen regelmässig und erstellt daraus monatliche Votings. Mehr zu unseren Regeln, wenn du dich an unseren Redaktionstisch setzt.

Deine Meinung ist gefragt
Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Bitte beachte unsere Netiquette.