Finanzierung gescheitert

Zuger Babybrei-Start-up ist pleite

Der Markt für Babynahrung ist hart umkämpft. (Bild: Adobe Stock)

Das gefeierte Zuger Start-up Yamo hat kein Geld mehr und stellt den Betrieb ein. Als Grund nennt der Hersteller von Baby-Nahrung, dass die Finanzierung nicht gelungen sei.

«Danke - Hasta la vista baby», steht schlicht auf der Website des Unternehmens aus Zug. Aus dem Amtsblatt des Kantons Zug geht zudem hervor, dass das Unternehmen kein Geld mehr hat.

Laut der «Zuger Zeitung» schreiben die Verantwortlichen in einem Mail an die Kundschaft, dass Yamo «mit sofortiger Wirkung den Betrieb einstellen muss». Dies, obwohl das Unternehmen vor einer letzten Finanzierungsrunde und der Gewinnschwelle stand. «Leider konnten wir letztendlich die benötigte Finanzierung nicht sichern», heisst es im Mail.

Gegenüber der «Zuger Zeitung» bestätigen die Geschäftsführer, dass Yamo die Bilanz deponiert hat. «Wir haben unsere rund 20 Mitarbeitenden sofort und transparent informiert. Sich von einem ambitionierten und engagierten Team zu trennen, tut enorm weh.»

Das Unternehmen sorgte seit seiner Gründung für Furore. Wenige Wochen nach der Gründung 2016 gewann das Start-up etwa den Hauptpreis am Zentralschweizer Start-up-Tag. Die Idee: Die Revolution der Produktion von Babybrei. Dies mit neuartigen Verfahren, um die Gemüse- und Fruchtbreis vor Keimen zu schützen. Die Zuger Firma machte auch Schlagzeilen, als es 2021 vom deutschen Babynahrungs-Giganten Hipp vor Gericht gezerrt wurde (zentralplus berichtete). Yamo gewann den Prozess.

Nun ging das Geld aus. Zuletzt versuchte es das Start-up noch mit Crowdfunding. Es reichte aber nicht. «Während dies das Ende eines Kapitels bedeutet, halten wir an der Hoffnung auf zukünftige, bessere Tage fest», schreiben die Gründer in der Nachricht an die Kundschaft.

Verwendete Quellen
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