Erfolgreiches erstes Halbjahr 2023

WWZ steigert Gewinn – und bald auch Stromtarife

Das Zuger Unternehmen WWZ hat ein erfolgreiches erstes Halbjahr hinter sich. (Bild: zvg)

Die Zuger WWZ AG hat in den ersten sechs Monaten vom Jahr 2023 einen doppelt so hohen Gewinn erzielt als im Vorjahr. Trotzdem kündigt sie bereits höhere Strompreise für 2024 an.

Das Zuger Energie-, Telekom- und Wasserversorgungsunternehmen WWZ hat ein gutes erstes Halbjahr 2023 hinter sich, wie die Firma am Donnerstag mitteilt. Der Konzerngewinn für diese sechs Monate beträgt 15,7 Millionen Franken, was doppelt so hoch ist als noch im Vorjahr (7,3 Millionen Franken).

Zurückzuführen sei dieser zum einen auf eine gestiegene Nachfrage nach Fernwärme und Fernkälte als Folge des Ausbaus der Energieverbunde. Gleichzeitig verursachte der Ausbau auch höhere Betriebskosten. Gemeinsam mit höheren IT- und Vertriebsaufwänden lagen diese rund 4 Prozent höher als noch im Vorjahr. Andererseits trug auch ein Wachstum in den Sektoren E-Mobilität und Telekommunikation zum höheren Gewinn bei. Ein wesentlicher Teil des Wachstums von letzterem hänge mit dem Kauf der Stadtantennen AG Baar zusammen.

Insbesondere trugen auch die höheren Storm- und Gaspreise zu einem Umsatzwachstum bei, wie das Unternehmen schreibt. Und dies, obwohl der Stromabsatz im ersten Halbjahr wegen Einsparungen, der milden Witterung und der Substitution von Erdgas rund 7 Prozent unter dem Vorjahr lag. Wie die WWZ schreibt, liegen die Strompreise zwar unter den Extremwerten des Vorjahres, sind aber weiterhin hoch und sehr volatil.

Trotz des guten Ergebnisses kündigt die WWZ bereits eine Erhöhung des Stromtarifs für 2024 an. Damit liegt sie nicht allein, auch die Luzerner CKW hat ihre Preise erhöht (zentralplus berichtete). Das Unternehmen begründet den Schritt damit, dass sie die hohen Unterdeckungen aus dem Vorjahr kompensieren müsse. Damals führte der Anstieg der Energiemarktpreise «zu einer massiven Erhöhung der Beschaffungskosten, weit über den Verkaufstarifen», so die WWZ.

Verwendete Quellen
  • Medienmitteilung WWZ
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