Wirtschaft
Neue Zahlen des Zuger Rohstoffkonzerns

Glencore wird im kommenden Jahr die Produktion drosseln

Das kommende Jahr wird für Glencore schwerer als das laufende. (Bild: Erik Tham)

In den letzten Jahren war die Devise von Zuger Rohstoffkonzern Glencore meist «mehr ist mehr». Beim jährlichen Investoren-Update sagten die Verantwortlichen allerdings, dass im kommenden Jahr «weniger ist mehr» gelten soll.

Glencore wird im kommenden Jahr weniger Rohstoffe fördern als in diesem Jahr. Diese Nachrichten hat das Unternehmen am Investoren-Update verbreitet. So werden die Fördermengen etwas gedrosselt. Das betreffe vor allem die Kupfer-, Kobalt- und Ferrochrom-Produktion.

4 Millionen statt 4,1 Millionen Tonnen Kupfer

Wie «Nau» berichtet, soll beispielsweise die Kupfer-Produktion auf 4,0 Millionen Tonnen von heute 4,1 Tonnen gesenkt werden. Dies ist so, da das Unternehmen mit einer tieferen Nachfrage nach dem Material rechnet. «Allerdings halten wir uns bereit, die Produktion zu erhöhen, sofern die globale Nachfrage nach Kupfer steigt», sagte der Glencore-Chef Gary Nagle an der Telefonkonferenz.

Anders als beim Kupfer will Glencore im kommenden Jahr mehr Nickel fördern. Auch will das Unternehmen mehr Zink aus der Erde holen. Die Kohle-Produktion soll auf einem ähnlichen Niveau gehalten werden.

Glencore erwartet tiefere Ergebnisse

Erst vor wenigen Tagen wurde klar, dass Glencore wegen einer Korruptionsaffäre in Kongo-Kinshasa eine Millionenzahlung machen muss. Das Zuger Unternehmen bezahlt 180 Millionen Dollar und begleicht damit nicht nur vergangene, sondern auch gleich mögliche künftige Forderungen des zentralafrikanischen Landes (zentralplus berichtete).

Falls es noch mehr Korruptions-Vorwürfe aus der Vergangenheit geben würde, ist das Unternehmen vorbereitet. «Wir werden in solchen Fällen das Gespräch mit den Ländervertretern führen», sagt der Glencore-Chef.

Der Rohstoffkonzern rechnet im kommenden Jahr mit tieferen Ergebnissen. Dies, nachdem die Zahlen des Unternehmens unter anderem auch durch die hohen Rohstoffpreise im laufenden Jahr noch in die Höhe geklettert sind.

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