Turbulente Woche für Firma

Elon Musk war offenbar an Glencore-Einstieg interessiert

Es war eine turbulente Woche für das Zuger Rohstoffunternehmen Glencore. (Bild: pbu)

Tesla-Besitzer Elon Musk wollte offenbar beim Zuger Rohstoffhändler einen Aktienanteil von 20 Prozent erwerben. Es waren nicht die einzigen Turbulenzen rund um das Zuger Unternehmen in dieser Woche.

Elektro-Autos liegen im Trend. Klar, denn Autos mit Verbrennungsmotor sind in der EU und auch in der Schweiz zunehmend unerwünscht. Noch mehr als die Autoindustrie freut sich aber der Rohstoffsektor über das wachsende Interesse an Elektro-Autos. Denn: Für die Herstellung der Batterien braucht es viel Kupfer und Kobalt. Und das fördern vor allem zwei Unternehmen. Trafigura in Genf und Glencore mit Hauptsitz in Baar.

Für die Rohstoff-Unternehmen ist es ein Milliardengeschäft. Und das weckt Begehrlichkeiten. So berichteten diese Woche verschiedenste Zeitungen, unter anderem die «Financial Times», dass Elon Musk bei Glencore einsteigen will. Als CEO von Tesla, der wohl berühmteste Hersteller von Elektro-Autos, ist das kein Zufall. Demnach wollte Musk einen Aktienanteil von 20 Prozent an der Firma erwerben.

Allerdings dementierte Elon Musk wenige Tage später, dass er Glencore-Aktien kaufen wolle. Der Gedanke kommt aber nicht von ungefähr. Denn bereits im Frühling twitterte Musk, dass Tesla demnächst in den Bergbau einsteigen müssen, sollten die Rohstoffpreise weiterhin so stark ansteigen.

In Baar gibt es einen Bargeldschalter für Schmiergelder

Die Meldung vom Aktienkauf war aber nicht die einzige brisante Meldung rund um den Zuger Rohstoffhändler Glencore. Denn ein britisches Gericht hat das Unternehmen in dieser Woche zu einer Busse von 300 Millionen Franken verdonnert. Grund: Schmiergeldzahlungen in mehreren Ländern (zentralplus berichtete).

Besonders pikant daran ist das Detail, dass Glencore offenbar am Hauptsitz in Baar eigens einen Bargeldschalter betrieb, wo sich die Angestellten mit Bargeld eindecken konnten, um dieses später zur Bestechung von Beamten einzusetzen. Dieses Detail, das zeigt, dass Schmiergelder zur Firmenkultur gehören, ist dann auch für Glencore wohl ziemlich peinlich. So peinlich, dass die «NZZ am Sonntag» Firmenchef Gary Nagle gleich den Titel für die schlechteste Woche verlieh.

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