Ein Viertel der Anbieter berät ungenügend

Das beste Autohaus für Elektroautos steht in Rotkreuz

Die Garage Wismer in Rotkreuz berät zu Elektroautos am besten – Co-Geschäftsführerin Carmen Huwiler überrascht das nicht. (Bild: zvg)

Der Kassensturz hat ein Käuferduo «undercover» in 18 verschiedene Autohäuser geschickt. Ihren Bedürfnissen nach käme für sie klar ein Elektroauto infrage – doch sechs Beraterinnen haben sie nur «knapp genügend» bis «schlecht» beraten. Der positive Ausreisser ist eine Garage aus Rotkreuz.

Immer mehr Personen, die einen fahrbaren Untersatz kaufen wollen, entscheiden sich für ein Elektroauto. Grund genug für den Kassensturz, nachzuforschen, ob Kaufwillige dazu auch gut beraten werden. Zwei «Undercover»-Käufer sind mit klarem Bedürfnisprofil losgeschickt worden – umweltbewusst, durchschnittlich 100 bis 150 Kilometer unterwegs pro Tag und auf der Suche nach einem kompakten SUV. Auch der Einbau einer Ladestation wäre kein Problem. Gemäss der Sendung ein klarer Fall für ein Elektroauto. Doch nicht alle der 18 verschiedenen Autohäuser haben sie dazu kompetent beraten.

Wie der «Kassensturz» in einer Vorschau in «SRF Espresso» erzählt, war die Beratung von sechs der Autoberater nur «knapp genügend» bis «schlecht». Bei den Autohäusern am unteren Ende der Tabelle hätte es nicht nur an der Kompetenz, sondern auch an der Bedarfsabklärung gehapert. So wäre nicht einmal gefragt worden, wie und wofür die Kundinnen ihr Auto benötigen. Am oberen Ende der Tabelle steht hingegen eine Zuger Adresse: die Garage Wismer in Rotkreuz. Das knappe Fazit: «Es gab gar nichts auszusetzen.»

Lob kommt für die Garage nicht überraschend

Überraschend kommt das nicht. Im letzten Jahr war die Elektroautoquote im Kanton Zug gar doppelt so hoch wie im nationalen Durchschnitt (zentralplus berichtete). Kein Wunder also, dass sich hiesige Autohäuser mit dem Trend «E-Mobilität» befassen.

So kommt auch für Co-Geschäftsleiterin Carmen Huwiler das gute Abschneiden der Garage Wismer nicht von ungefähr: «Es überrascht mich nicht, dass unser Verkaufsteam so gut abgeschnitten hat. Wir setzen uns stark mit Elektroautos auseinander, fahren diese auch selber und haben eine sehr gute Fahrzeugpalette im Angebot.»

Zuger fahren auf Elektroautos ab

Um den Überblick über die laufenden Entwicklungen der E-Mobilität zu behalten, besuchen die Garage-Wismer-Verkäufer regelmässig Weiterbildungen. Dies ist auch nötig, denn laut Huwiler sind Elektroautos immer gefragter. Inzwischen hätten rund 30 Prozent aller der hier verkauften Fahrzeuge einen Elektroantrieb.

Sind E-Autos also etwas für jeden? Huwiler relativiert: «Eine grosse Voraussetzung für den Besitz eines Elektroautos ist die Möglichkeit, das Fahrzeug daheim laden zu können.» Deshalb sei die Anschaffung eines Vollelektroautos für Eigenheimbesitzerinnen auch wesentlich einfacher als für Mieter.

«Natürlich gibt es inzwischen aber auch Überbauungen, die eine E-Ladestation anbieten oder zumindest eine vorbereiten», fügt Huwiler an. Ohne eigene Ladestation werde es jedoch schwieriger. Es gibt zwar immer mehr öffentliche Ladestationen, aber es benötigt halt mehr Planung.

Viele Kunden informieren sich inzwischen schon vorher

Nichtsdestotrotz sei die gute Bewertung natürlich eine grosse Motivation und ein Lob an ihren Verkaufsleiter. Die Autoberatung habe sich in den letzten Jahren stark verändert. Viele Autohäuser böten inzwischen Onlineberatungen an. Auch haben die Kundinnen die Möglichkeit, sich bereits im Vorfeld zu informieren. Die Art und das Ausmass der Beratung sei deshalb sehr individuell. «Eine persönliche Beratung vor Ort ist aber nach wie vor wichtig.»

Verwendete Quellen
  • «SRF-Espresso» Sendung vom 18. Januar
  • Telefonat mit Carmen Huwiler, Co-Geschäftsleiterin Garage Wismer in Rotkreuz
  • Medienberichte von zentralplus
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5 Kommentare
  • Profilfoto von Audidriver
    Audidriver, 19.01.2022, 19:56 Uhr

    Dafür zahlt man ein grossen batzen bei Wismer.. mein kleiner service kostete 1400fr.!

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    • Profilfoto von Daniela Übersax
      Daniela Übersax, 19.01.2022, 20:28 Uhr

      Viel… bei Elektro oder Verbrenner?

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    • Profilfoto von mvonrotz
      mvonrotz, 20.01.2022, 11:15 Uhr

      Ich glaube Ihnen dass die Rechnung so hoch war, aber ein «kleiner» Service kann das nicht sein, ausser es ist ein «uraltes» Fahrzeug. Bei «modernen» Fahrzeugen ist ein kleiner Service gerade einmal ein Ölwechsel + generelle Kontrolle. Da müssen bei Ihnen noch viele Arbeiten ausgeführt worden sein die nichts mit einem «kleinen» Service zu tun haben.

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  • Profilfoto von Manuel
    Manuel, 19.01.2022, 09:20 Uhr

    Waren das alles Frauen die beraten haben, ist nicht ganz klar aus dem Text?

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  • Profilfoto von Stecker-Rausch
    Stecker-Rausch, 19.01.2022, 09:12 Uhr

    Die relativ hohe E-Auto-Quote im Kt. Zug hat nur am Rande mit «ökologisch» zu tun. Die Gründe sind die hohen Einkommen, die hohe Eigenheimquote (mit eigener Ladestation) sowie das Interesse an neuen Technologien (was ja eigentlich nicht stimmt, denn E-Autos gabs lange vor den Verbrennern). Ein grosser Teil der E-Auto-Fahrer sind ganz kommune Autofreaks, die neben ihrem neuen Statussymbol noch Benzin-Cabrios, -SUVs und -Oldtimer in der Garage stehen haben.

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