Wirtschaft
Schon heute 18 Restaurants – kein Ende abzusehen

Beizen statt Mode: Mall of Switzerland mutiert zum Gastro-Tempel

Auf der dritten Etage, von wo aus dieses Bild des Mall-Inneren gemacht wurde, ist noch immer Ladenfläche frei.

(Bild: zvg)

Noch immer gibt’s in der Mall of Switzerland leere Ladenflächen. Nun bringt der Mall-Chef die Variante ins Spiel, das Gastro-Angebot zu erweitern. Zudem sind auch spezielle Events geplant.

In der Mall of Switzerland läuft es nicht allen Geschäften rund. So leiden insbesondere Modegeschäfte unter dem fehlenden Besucheraufmarsch (zentralplus berichtete). Ganz anders bei den 18 Restaurants – alle von zentralplus angefragten Betriebe zeigen sich optimistisch. 

Karolin Haack von der AO Gastro GmbH, welche das «Papazziano» betreibt, teilt den Eindruck, dass es bei den Restaurants besser läuft als bei den Shops. «Was man so hört und was man selbst so sieht, bestätigt diese Wahrnehmung.» Beim Papazziano sei man auf alle Fälle zufrieden. «Täglich bewirten wir zwischen 200 und 600 Gäste.» 

Kein ungewöhnliches Bild: Das «Bachmann» ist gut gefüllt.

Kein ungewöhnliches Bild: Das «Bachmann» ist gut gefüllt.

«Wir sind zufrieden mit den Umsatzzahlen», sagt Antonia Reinhard, Mediensprecherin der Genossenschaft Migros Luzern. «Mein neues Restaurant in der Mall of Switzerland wird rege besucht», erklärt Brigitte Graf vom McDonald’s. Und auch Matthias Bachmann von der Confiserie Bachmann äussert sich zufrieden.

Beizen statt Shops auf Leerflächen? 

Noch immer sind die Mall-Verantwortlichen auf Mietersuche für den dritten Stock. Nun sagt Mall-Chef Jan Wengeler: «Die Gastro-Fläche der Mall ist zurzeit voll belegt. Aufgrund des Erfolgs wird zurzeit eine Erweiterung des Angebots geprüft.» Wird die Mall also bald ein Gastro-Tempel? Wengelers Aussagen lassen sich auf alle Fälle so deuten. Er sagt: «Es wird in diesem Jahr Events mit Fokus auf Gastronomie geben – zu viel verraten möchte ich an dieser Stelle allerdings noch nicht.»

 

Spezialitäten aus aller Welt in 18 Restaurants und Cafés.

Ein Beitrag geteilt von Mall of Switzerland (@mallofswitzerland_official) amMär 20, 2018 um 7:58 PDT


 

Im Gegensatz zu den klassischen Foodcourts stehe in der Mall of Switzerland das Geniessen und Erleben im Vordergrund, erklärt Wengeler den Erfolg des Gastro-Angebots. «Die verschiedenen Gastro-Anbieter schaffen unterschiedliche Erlebniswelten, die sich im Erscheinungsbild und der Atmosphäre stark voneinander unterscheiden.» Es gebe für jeden Geschmack immer wieder etwas Neues zu entdecken.

Verschärfter Konkurrenzkampf kaum spürbar

Die Beizen in der Umgebung sehen der neuen Konkurrenz gelassen entgegen. «Die Eröffnung der Mall of Switzerland hat auf unseren Betrieb keine Auswirkungen gehabt», erklärt Pius Suter vom Landgasthaus Schweizerheim. «Wir verfügen über einen langjährigen, konstanten Geschäftsverlauf und dürfen auf eine breit abgestützte und treue Kundschaft zählen.» Auch beim Bahnhöfli tönt es gleich.

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