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Wild im «Schmidtli» – für dieses Jahr wird’s eng
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Das Restaurant Schmidtli-Stübli, regional bekannt zum Verspeisen von deftigen Cordon-Bleus oder guten Wildgerichten

Ein Jahr nach Neustart ist Neuägerer Fressbeiz zu Wild im «Schmidtli» – für dieses Jahr wird’s eng

3 min Lesezeit 13.08.2018, 16:32 Uhr

Zufriedene Gäste und ein renoviertes Lokal reichen nicht immer aus, damit ein Restaurant betrieben werden kann. So wie beim Traditionslokal Schmidtli in Neuägeri, das zuletzt «Schmidtli-Stübli» hiess. Vor kurzem hat es unvermittelt geschlossen. Vielleicht nicht für lange.

Es liegt an einem Unort und ist doch für die allermeisten Zuger ein Begriff: «das Schmidtli Stübli» in Neuägeri, auf Baarer Boden gelegen. Es ist in einem hässlichen Haus untergebracht, umgeben von einer Tankstelle, einem Garagenbetrieb und ausgestellten Occasionsautos.

Aber es ist auch regional bekannt als «Fressbeiz», die man zum Verspeisen von deftigen Cordon-Bleus oder guten Wildgerichten aufsucht.

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Die Qualität der Küche spiegelt sich in lobenden Bewertungen auf Tripadvisor (4,5 von 5 Punkten) und Google Maps (4,1 von 5 Punkten). Dies ist wohl auch der Grund, dass die Gastwirtschaft an der Kreuzung der Verkehrswege von Zug und Baar ins Ägerital und von Allenwinden nach Edlibach bis heute überlebt hat.

Die Beiz wird auf Tripadvisor gut bewertet.

Die Beiz wird auf Tripadvisor gut bewertet.

(Bild: Screenshot Tripadvisor)

Diffuse Begründung

Obwohl: Jetzt ist sie zu und die Zukunft ist ungewiss. Inhaberin Steffi Hohberg hat den Betrieb auf dem Internet ausgeschrieben. Gefragt nach den Umständen der Schliessung, bleibt sie kurz angebunden: Das Restaurant «habe aus gesundheitlichen Gründen» geschlossen werden müssen. Dies habe man auch im «Amtsblatt» lesen können.

Hohberg hatte ihren Malerbetrieb in Menzingen an die Stiftung Maihof verkauft, dann das Lokal optisch auf Vordermann gebracht und renoviert. Im September vergangenen Jahres begann sie mit einem Dreierteam selber zu wirten.

Fotos auf Facebook künden von einem Eröffnungsabend mit Festrocker und Stimmungskanone Chue Lee, und noch Ende Mai gab’s im «Schmidtli-Stübli» einen Musikabend. Ansonsten wie gesagt: währschafte Schweizer Küche.

Kein Einlass: Restaurant Schmidtl-Stübli.

Kein Einlass: Restaurant Schmidtli-Stübli.

(Bild: mam)

Hoffen auf baldige Wiedereröffnung

Das soll in Zukunft auch wieder so sein. Laut Hohberg öffne das Restaurant wieder, «sobald wir einen Wirt gefunden haben». Ob das noch vor Beginn der Wildsaison ist, in der viele Zuger jeweils wegen des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses ins «Schmidtli Stübli» pilgern, ist offen. Hohberg sagt indes, sie habe bereits einige gute Kontakte knüpfen können und rechne damit, dass das Restaurant bald wieder öffne.

Bilder aus dem Innenleben des «Schmidtli-Stübli».

Bilder aus dem Innenleben des «Schmidtli-Stübli».

(Bild: Screenshot Tripadvisor)

Und wenn es länger geht? Cordon-Bleu-Freunde finden viele Alternativen. In der Gemeinde Baar etwa im Restaurant Brauerei, wo ein Riesen-Cordon-Bleu auf der Karte steht, im Ägerital im «Bären» und im «Rössli» zu Oberägeri, in Zug in den gediegenen Gaststätten «Aklin» und «Rathauskeller». Im Ennetsee werden in der «Limi-Hütte», einem früheren Schweinestall in Meisterswil, mehrere Variationen serviert.

Alternativen für Wild

Dies sind nur einige konkrete Tipps aus einer langen Liste von Möglichkeiten. Auch Wild ist in vielen Beizen eine herbstliche Spezialität (zentralplus berichtete). In der weiteren Umgebung des Schmidtlis sind der «Löwen» in Allenwinden und der «Moosrank» beim Talacher zu nennen, das «Schäfli» in Neuheim oder der «Eierhals» am Ägerisee. 

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