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Wieso Luzern in New York so gut ankommt
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David Colturi springt vor der Tellskapelle von einem Gleitschirm in den Vierwaldstättersee. (Bild: Dean Treml/Red Bull Content Pool)

Amerikanische Reisejournalistin lobt Leuchtenstadt Wieso Luzern in New York so gut ankommt

2 min Lesezeit 21.09.2018, 14:17 Uhr

Luzern ganz gross: Eine Reisejournalistin der New York Times hat auf ihrer Reise um die Welt am Vierwaldstättersee Halt gemacht. Im Artikel lobt sie besonders die Gastfreundschaft der Luzerner. Nur eines ist ihr sauer aufgestossen.

Als würde ein Studio für Spezialeffekte aus Hollywood ein Diorama einer perfekten, mit Bäumen bestückten Bergkette machen – und dann einen Blue Hawaii Cocktail darüber schütten. In diesen schwärmerischen Worten beschreibt die Reisejournalistin Jada Yuan den Vierwaldtstättersee in einem Artikel der New York Times. Es ist die einzige Station in der Schweiz, die sie im Rahmen ihrer 52 Reisetipps rund um die Welt besucht.

Lob hat die Journalistin auch für die Luzerner übrig – besonders für deren Gastfreundschaft. Das mag vielleicht erstaunen, in Zeiten von Diskussionen über «Over-Tourism» (zentralplus berichtete). Doch im Fall von Jada Yuan hat das einen speziellen Hintergrund: Die Journalistin verlor ihren Laptop, nachdem sie am Reussufer ein Restaurant besuchte.

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Doch bereits am nächsten Tag, noch vor dem Gang zur Polizei, folgte die erfreuliche Nachricht: Ein Luzerner hatte ihren Rucksack auf einer Bank bei der Reussbrücke gefunden – und brachte ihn gleich persönlich bei ihr im Hotel «Drei Könige» vorbei. «Wir haben dann noch ein wenig miteinander geredet, unter anderem übers Reisen», sagt der Finder Anton Meier gegenüber der «Luzerner Zeitung». «Ich habe ihr empfohlen, den Pilatus und die Rigi zu besuchen.»

Nur ein Punkt führt zu Kritik

Das liess sich die Amerikanerin nicht zweimal sagen. Und sie bestieg nicht nur diese zwei Berge, sondern auch den Titlis und den Bürgenstock. Sogar auf einen Gleitschirmflug liess sich die Journalistin ein, die schon für zahlreiche namhafte Publikationen wie «Cosmopolitan», «Vogue», «Elle», «Glamour» oder «Bloomberg Businessweek» schrieb.

Gefallen gefunden hat Jada Yuan auch am Käsereigeschäft Barmettler in der Luzerner Altstadt – und besonders an den «Chäschüechli». Zudem empfiehlt sie die Restaurants «Nix’s in der Laterne» und «Stern» in der Kleinstadt sowie die Zwischennutzung Neubad.

 

Kritik gibt es einzig an einem Punkt: den hohen Preisen. Nicht nur bei den Bergfahrten erwähnt sie die Kosten, sondern auch beim Essen und dem Bier.

Gut weg kommt hingegen das Tourismusbüro von Luzern, das Yuan als das best organisierteste und hilfreichste in all der Zeit ihrer Reise beschreibt. Und die Luzerner Touristiker ihrerseits dürften auch Freude am Artikel in der New York Times haben: Denn Jada Yuan zeigt wenig Verständnis für die Gruppentouristen, die innert Kürze die Luzerner Sehenswürdigkeiten abgrasen, um alsbald nach Interlaken, Bern oder zum Matterhorn weiterzufahren – schliesslich gäbe es in Luzern viel zu viel zu sehen.

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