Wie weiter mit dem Schulhaus Schädrüti? Stadtrat will zuwarten
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Im Schulhaus Schädrüti werden seit 2016 Flüchtlinge unterrichtet. (Bild: zvg)

Bis Quartieranliegen vorliegen Wie weiter mit dem Schulhaus Schädrüti? Stadtrat will zuwarten

2 min Lesezeit 16.03.2021, 16:12 Uhr

Mit einem dringlichen Postulat wollten die beiden Luzerner Grossstadträte Rieska Dommann und Marco Müller bewirken, dass der Stadtrat mit der Zukunftsplanung für das seit 2013 ungenutzte Schulhaus Schädrüti wartet, bis ein Entwicklungskonzept für das Quartier vorliegt. Nun liegt die Antwort des Stadtrates vor. Auch dieser findet: Ein rascher Entscheid ist nicht nötig.

2011 beschloss die Stadt Luzern, das Schädrüti-Schulhaus auf den Sommer 2013 hin zu schliessen und hinterher zu vermieten. Doch das war offenbar einfacher gesagt als getan. Zuerst stand es leer, dann wurde es vorübergehend wieder für einzelne Klassen genutzt. Bevor es definitiv geschlossen wurde und wieder leer stand (zentraplus berichtete). Seit 2016 werden im ehemaligen Schulhaus Schädrüti Flüchtlinge unterrichtet. Durch den Kanton wird das Gebäude im Rahmen der Schulangebote Asyl zwischengenutzt.

Mit einem dringlichen Postulat wollten die beiden Grossstadträte Rieska Dommann (FDP) und Marco Müller (Grüne) bewirken, dass der Stadtrat mit der Zukunftsplanung für das seit 2013 ungenutzte Schulhaus Schädrüti wartet, bis ein Entwicklungskonzept für das Quartier vorliegt. «Das Schulhaus Schädrüti ist mit seiner zentralen Lage eines der Schlüsselelemente in der Quartierentwicklung», hielten die Postulanten damals in ihrem Vorstoss fest.

Stadtrat will auch zuwarten

Nun liegt die Antwort des Stadtrates vor, der das Postulat entgegennimmt. Der Mietvertrag mit dem Kanton läuft bis Ende Juli 2023, führt dieser in seiner Stellungnahme aus. Zudem besteht ein Mietvertrag für eine im Gebäude bestehende Wohnung sowie Nutzungsvereinbarungen zu einer weiteren Wohnung wie auch zu Räumen in den Untergeschossen. Seit 2019 werden die Räumlichkeiten im Erdgeschoss von einem Kindergarten der Stadt Luzern genutzt, führt der Stadtrat in seiner Stellungnahme aus.

Weil das beantragte Entwicklungskonzept Würzenbach Ende 2022 vorliegen wird, die Liegenschaft zudem bis zum Jahr 2023 an den Kanton Luzern vermietet und eine längere Anmiete denkbar ist, teilt der Stadtrat die Meinung der Unterzeichnenden bezüglich der geringen Dringlichkeit eines raschen Entscheids zur zukünftigen Nutzung des ehemaligen Schulhauses Schädrüti. «Schliesslich legt der Stadtrat Wert darauf, ergebnisoffen in den Planungsprozess zu starten und eine im Quartier breit abgestützte und akzeptierte Nutzung des ehemaligen Schulhauses zu erzielen», hält er fest.

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