Das sind die neuen Corona-Regeln für deinen nächsten Restaurantbesuch
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Gastronomiebetriebe müssen neu bereits um 19 Uhr schliessen.

Dickes Zmittag oder frühes Znacht Das sind die neuen Corona-Regeln für deinen nächsten Restaurantbesuch

3 min Lesezeit 4 Kommentare 11.12.2020, 14:16 Uhr

Der Bundesrat hat am Freitag neue national geltende Massnahmen beschlossen. Was das für den Restaurantbesuch und das Familienfest zu Weihnachten bedeutet, erfährst du hier.

Der Bundesrat nahm am Freitag das Zepter wieder in die Hand. Die Corona-Massnahmen sollen verschärft und auch vereinheitlicht werden. Wir haben die wichtigsten neuen Regelungen für dich zusammengefasst.

Ab wann gelten die neu beschlossenen Massnahmen?

Die Massnahmen treten am Samstag, 12. Dezember in Kraft. Geplant ist, dass die Massnahmen bis am 22. Januar 2021 gelten sollen.

Kann ich heute Abend noch ins Restaurant essen gehen?

Die Regeln für Bars und Restaurants gelten ab Samstag. Dein Rendez-vous für heute Abend kann also noch stattfinden.

Und wie sieht’s morgen aus?

Jetzt wird es kompliziert: Ab Samstag gilt die Sperrstunde 19 Uhr. Unter diesen Umständen könnte es jedoch auch sein, dass einige Gastronomen keinen Abendservice anbieten, da es sich finanziell nicht lohnt. Denn: Viele der Gastronomen sind verärgert über diese neuen Regelungen (zentralplus berichtete). Zuger Gastronomen sagen zudem, dass ein Lockdown für sie sinnvoller wäre als eine Sperrstunde um 19 Uhr.

Allerdings: Der Bund lässt für gewisse Kantone mit tiefen Fallzahlen die Möglichkeit zu, dass Gastrobetriebe auch bis 23 Uhr geöffnet haben dürfen. Die Bedingung: Der Reproduktionswert muss während mindestens sieben Tagen unter den Wert von 1 sinken und die Inzidenz unter dem Schweizer Schnitt liegen. Die betreffenden Kantone müssen sich zudem mit den Nachbarkantonen absprechen. Da in Zug und Luzern derzeit der Reproduktionswert über 1 liegt, gilt vorerst wohl die Sperrstunde 19 Uhr.

Am 24. Dezember und für Silvester gilt die Sperrstunde erst ab 1 Uhr. Takeaway-Angebote und Lieferdienste können weiterhin bis um 23 Uhr offen bleiben.

Fazit: Wer auf der sicheren Seite sein will, plant seine Restaurantbesuche in den kommenden Wochen vor 19 Uhr und checkt zuvor die Website des Restaurants seines Vertrauens.

Ist es weiterhin möglich ins Theater zu gehen?

Theaterbesuche sind ab Samstag nicht mehr möglich. Alle kulturellen Veranstaltungen mit Publikum werden untersagt. Ausgenommen von diesem Verbot sind online übertragene Events ohne Zuschauer sowie religiöse Veranstaltungen.

Auch kulturelle Aktivitäten an Schulen, wie etwa Schultheater oder Chorauftritte, sind vom Verbot betroffen. Proben sind maximal zu fünft erlaubt.

Wann kann ich meine Weihnachtseinkäufe machen?

Nachdem bereits am Donnerstag der Luzerner Stadtrat beschlossen hat, die Sonntagsverkäufe vom 13. und 20. Dezember abzusagen (zentralplus berichtete), hat nun der Bundesrat dieses Verbot auf nationaler Ebene eingeführt. Er geht sogar noch weiter und verhängt eine Sperrstunde um 19 Uhr.

Ausgenommen von dieser Sperrstunde und der Sonntagsschliessung sind soziale Einrichtungen, Apotheken und Tankstellen.

Darf ich noch ins Fitnesscenter gehen?

Der Kanton Luzern geht bei den Massnahmen, welche die Freizeitaktivitäten betreffen so gar noch weiter als der Bund. So werden alle Unterhaltungs- und Freizeiteinrichtungen geschlossen. Dies betrifft beispielsweise Museen, Kinos, Casinos und Indoor-Sportanlagen wie Turn- oder Kletterhallen.

Ausgenommen von dieser Regelung sind Skigebiete und andere Sportangebote unter freiem Himmel. Diese dürfen weiterhin auch sonntags geöffnet sein. Voraussetzung: Gruppengrösse maximal fünf Personen und kein Körperkontakt.

Kann ich weiterhin meine Freunde zu mir nach Hause einladen?

Ja, kannst du. Für private Veranstaltungen gilt weiterhin die Maximalzahl von 10 Personen. Diese Regelung gilt voraussichtlich auch für die Weihnachtstage. Die am Dienstag angekündigte Regel, dass sich im privaten maximal fünf Leute aus zwei verschiedenen Haushalten treffen dürfen, wurde nun nur als Empfehlung formuliert.

Doch aufgepasst bei der Heimkehr. Der Kanton Luzern hat entschieden das Nachtnetz-Angebot der Transportunternehmen einzustellen. Ab Samstag verkehren keine Nachtstern-Busse mehr.

(Foto: Bundesamt für Gesundheit)

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4 Kommentare
  1. Beat Keiser, 12.12.2020, 18:10 Uhr

    Die Pseudomassnahmen des Bundesrates bringen nichts als Ärger. Mit diesen Massnahmen können die Ansteckungen nur minim gesenkt werden. Am kontraproduktivsten ist die Maskenpflicht für zwei Minuten. Das führt dazu, dass die gleichen Einwegmasken tagelang gebraucht werden. Man kommt mit der Maske in ein Restaurant. Am Platz verschwindet die Maske mit oder ohne Viren in der Hosen- oder Handtasche. Das gleiche ist auch im ÖV zu beobachten. 10 Minuten später zieht man das Taschentuch aus derselben Hosen- oder Handtasche und putzt sich die Nase. Hatte man Viren an der Maske sind Sie jetzt schon in de Nase. Im Frühling konnten die Ansteckungen, die Maximal bei 15% des Herbstes lagen, ohne Maskenplicht schnell gesenkt werden. Seit der Einführung der Maskenpflicht sind die Zahlen überall am Steigen. Allerdings hatte man da noch den Sympathieträger Koch, der die Massnahmen gut verkaufen konnte. Sommaruga und Berset kann man wohl eher nicht als Symathieträger bezeichnen.

  2. lulu, 12.12.2020, 15:18 Uhr

    Schon vor diesen neuen Massnahmen musste man im Restaurant sein persönlichden Daten hinterlassen, zum glück nicht so wie in einem Zürcher Restaurant, dass die Massnahme kommentierte mit: „Ihre Daten werden drei Wochen gespeichert. Dann werden Sie liquidiert.“ uff

  3. Müller Rentner, 11.12.2020, 16:53 Uhr

    Toll und Tausende in Emmencenter Trampeln auf Köpfe Rum kein Abendverkauf das heisst tagsüber es Gstung und hunderte in Läden wie Migros , so en Cabis wieder einmal mehr hätte ja hätte der Bund Früh genug gehandelt hätte man die Salamitaktik nicht,, egal wo öffentliche Plätze treffen sich Leute zum Gschoor eine Maske woher den Hände Desinfizieren wer macht das den noch,, nur noch eine bestimmte Zahl in die Läden nein warum den,, also alles für die Kuh und wer zu mir und wie viele lasse ich mir nicht in meine Privatsphäre sagen.

  4. Silvan Studer, 11.12.2020, 15:36 Uhr

    Das sind wohl bisher die bescheuertsten Massnahmen.
    Viel Schaden auf allen möglichen Ebenen und sehr wahrscheinlich null nutzen gegen die „Fallzahlen“.

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