News aus der Region
Wie die Stadt Luzern der Hotelfachschule Montana helfen will
  • Aktuell
Hier soll der Neubau stehen: Der Umschwung des Gebäudes oberhalb des Montana-Schrägliftes ist bereits ausgesteckt.   (Bild: Screenshot/GoogleMaps)

Stadtrat will Abrisse in Schutzzonen ermöglichen Wie die Stadt Luzern der Hotelfachschule Montana helfen will

2 min Lesezeit 20.04.2018, 16:46 Uhr

Nachdem das Kantonsgericht das Neubauprojekt der Schweizerischen Hotelfachschule beim Montana zurückpfiff, war die Enttäuschung bei den Verantwortlichen gross. Nun bekräftigt der Stadtrat – trotz dem negativen Urteil – erneut, dass er sich für das Projekt einsetzt. Und ein grundsätzliches Problem aus dem Weg räumen will.

Der Luzerner Stadtrat setzt sich für den Neubau der Schweizerischen Hotelfachschule (SHL) beim Hotel Montana ein. Zwar hat das Kantonsgericht diesen Plänen kürzlich einen Strich durch die Rechnung gemacht (zentralplus berichtete). Denn das alte Studentenheim, das dem Neubau Platz machen soll, steht in der Ortsbildschutzzone B – und darf nicht einfach abgerissen werden, urteilte das Gericht.

Der Stadtrat bekräftigt nun aber, dass er sein Möglichstes tun will, um den Weg für die Neubaupläne der Hotelfachschule zu bahnen. «Ziel muss es sein, die Voraussetzungen zu schaffen, dass eine Baubewilligung erteilt und die SHL ihr Neubauprojekt an dem Ort verwirklichen kann», schreibt der Stadtrat in seiner Stellungnahme auf eine Interpellation der CVP-Fraktion.

Die Ortsbildschutzzone B entschärfen

Doch im konkreten Fall ist das nicht so einfach zu handhaben. Denn aufgrund der aktuellen rechtlichen Grundlagen darf ein Abbruch nur erfolgen, wenn die SHL nachweisen könnte, dass eine Sanierung technisch unmöglich oder wirtschaftlich unverhältnismässig wäre.

Falls das nicht der Fall ist, bleibt nur abwarten – bis die rechtlichen Grundlagen angepasst werden. Denn das hat der Stadtrat bereits aufgegleist: Er will die Bestimmungen zur Ortsbildschutzzone B anpassen. Bereits im Januar soll die überarbeitete Bau- und Zonenordnung öffentlich aufgelegt werden, mit einer Inkraftsetzung rechnnet der Stadtrat frühestens 2020.

Stadtrat sucht das Gespräch

Die Hotelfachschule ist indes nicht der einzige Grund, wieso die Stadt mit den aktuellen Grundlagen hadert. Auch bei der Erweiterung des LUKB-Hauptsitzes kommt die Ortsbildschutzzone B den Plänen in die Quere.

«Der Stadtrat hat das Problem im Zusammenhang mit Abbrüchen in der Schutzzone erkannt.» Mit den Anpassungen will der Stadtrat den «früher vorhandenen Spielraum» zurückzugewinnen. Denn früher galten weniger restriktive Grundsätze: Wenn ein Gebäude zwar in einer Schutzzone war, aber als nicht schutzwürdig oder gar störend eingeschätzt wurde, war ein Abriss möglich. Genau diese Situation trifft man laut dem Stadtrat beim Montana an: Er beurteilt das alte Studentenheim nicht als schützenswert, doch das Kantonsgericht hielt fest, dass grundsätzlich alle Bauten in der Zone als Teil des Gesamtbildes zu erhalten sei – ungeachtet der architektonischen Qualität im Einzelnen.

Im konkreten Fall allerdings stören sich Anwohner am Neubauprojekt und haben erfolgreich beim Kantonsgericht interveniert. Der Stadtrat zeigt sich nun bereit, mit beiden Seiten Gespräche zu führen, um die weiteren Schritte abzuklären. Denn seine Position ist klar: Sowohl die Hotelfachschule als auch der Verband Hotel & Gastro-Union und das Hotel Montana seien für den Tourismus- und Hotelstandort Luzern von sehr grosser Bedeutung.

War dieser Artikel nützlich für Dich?

Ja

Nein

War dieser Artikel nützlich für Dich?
Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.

CHF

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

0 Kommentare

Wie viel ist Dir unabhängiger Journalismus wert?

Schön besuchst Du zentralplus. Für Dich gehen wir vor Ort, sind mitten drin und nahe dran. Doch ganz gratis geht Qualitätsjournalismus nicht. Um die unabhängige Stimme zu den Grossverlagen in der Zentralschweiz zu bleiben, benötigen wir Deine Unterstützung. Zeig uns mit Deinem freiwilligen Abo oder einem einmaligen Beitrag, was wir Dir wert sind.

Schön besuchst Du zentralplus. Du verwendest einen Adblocker. Werbung ist für eine wichtige Einnahmequelle, die uns hilft, die unabhängige Stimme zu den Grossverlagen in der Zentralschweiz zu bleiben. Denn gratis geht Qualitätsjournalismus nicht. Zeig uns mit Deinem freiwilligen Abo oder einem einmaligen Beitrag, was wir Dir wert sind.

CHF