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Wie der Traum von Rihanna in Ägeri platzte
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Die Zürcher Band Baba Shrimps spielt am Samstag in Ägeri. (Bild: montage zentralplus)

Anstelle des R’n’B-Star spielen Baba Shrimps Wie der Traum von Rihanna in Ägeri platzte

2 min Lesezeit 02.06.2017, 18:18 Uhr

In Ägeri spielt die Band Baba Shrimps in einer neuen Konzerthalle. Die Organisatoren mussten sich aber erst einmal etwas einschränken. Wenn der Event erfolgreich wird, folgen weitere.

Beinahe wäre Unterägeri zu einem Rihanna-Konzert gekommen. Der R’n’B-Star wurde als erstes vorgeschlagen, als die jugendlichen Organisatoren nach Acts für ein Konzert im Jugendzentrum der Berggemeinde suchten. Das wäre wohl aber doch ziemlich verzwickt geworden, mit der Diva in Ägeri.

Zusammen mit einem fünfköpfigen Organisations-Team stellte die Jugendarbeit Ägerital ein Konzert auf die Beine, welches das erste einer Reihe werden sollte. Aber um Rihanna auf die Bühne zu bekommen, braucht’s eben doch mehr als bloss guten Willen.

Baba shrimps in Ägeri

«Wir mussten erst mal ein wenig klarmachen, wer wir sind, wer Rihanna ist, und wie unsere Möglichkeiten aussehen», erzählt Elias Rössle von der Jugendarbeit. Obwohl es also mit einer leisen Enttäuschung anfing, nahm das Projekt genug Fahrt auf, damit am Samstag, zwar nicht Rihanna, aber doch die Zürcher srf-Best-Talent-Band Baba Shrimps auf der Bühne stehen. Den Support macht die Zuger Band A.K.A. Unknown.

Auf dem Weg hin zum fertigen Konzert lauerten jedoch einige Hürden. «Die Jugendlichen sind oft bereits sehr eingespannt», sagt Elias Rössle. Es sei selten gelungen, während der Vorbereitungen das ganze Team miteinander an einen Tisch zu bekommen.

«Wir wollen einen Nerv treffen»

Eine andere Herausforderung schlummert in der Lage der Konzerthalle selbst: Musikfans nach Ägeri zu locken, wird wohl nicht ganz einfach werden, vermutet Rössle. Trotzdem klingt er zuversichtlich: «Wir wollen schlussendlich ein Angebot schaffen, das einen Nerv trifft», meint er. Will heissen: Das Konzert am Samstag ist erst einmal ein Testlauf. Sieht man darin Potential, geht es im November mit einem Damian-Lynn-Konzert weiter.

Die Möglichkeit überhaupt solche Konzerte zu organisieren, besteht dank dem  2016 neu bezogenen Jugendraum «Areal 15» in Unterägeri. «Früher haben wir jeweils ein Openair organisiert, das war ungleich aufwändiger», vergleicht Rössle. Man müsse an alles Mögliche denken: Vom WC bis zu der Bühneneinrichtung. Im Areal 15 ist die meiste Infrastruktur bereits vorhanden. «So können wir mit dem zirka gleichen Aufwand zwei bis drei Konzerte organisieren, statt einem einzigen Freiluft-Konzert.» Falls die Openair-Gäste von letztem Jahr auch am Baba-Shrimps-Konzert auftauchen, muss sich niemand sorgen um die Zuschauerzahlen machen: Am letzten Openair waren 700 Personen.

«Einen Anlass dieser Art zu organisieren, zeigt den Jugendlichen gut, was dazu alles nötig ist.» Man habe eine grosse Anzahl Vernetzungspartner, das sei einem im Voraus meist gar nicht so bewusst. Doch genau da steckt dann auch die Tücke drin: «Oft stehen Jugendliche am Anfang des Projekts vor einem riesigen Berg an Arbeit und denken, dass funktioniere niemals.» Doch dann probieren sie es, und sehen: Es klappt. Und mit genügend Erfahrung vielleicht sogar einmal mit Rihanna.

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