Widerstand gegen Handy-Antenne im Tribschenquartier
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5G-Antennen sind auch in der Stadt Luzern umstritten.

Anwohner sammeln Unterschriften Widerstand gegen Handy-Antenne im Tribschenquartier

2 min Lesezeit 09.10.2020, 13:52 Uhr

Mitten im Wohnquartier soll eine Mobilfunk-Antenne von Salt aufgezogen werden. Die Bewohner der Tribschenstadt wollen das nicht einfach so hinnehmen.

Rund 100 Unterschriften sind für eine Sammeleinsprache zustande gekommen, um eine Mobilfunk-Antenne von Salt an der Anton-Julius-Eggstein-Gasse 1 an der Werkhofstrasse zu verhindern. Dort stehen aktuell die Bauprofile wie die «Luzerner Zeitung» berichtet.

Die neue Antenne – eine von Sunrise wurde vor Kurzem schon auf dem Areal der Schurter AG gebaut – soll im Wohnquartier und in der Nähe zweier Kindergärten und einer Kita zu stehen kommen. Neben einer erhöhten Strahlenbelastung mit ungewissen Auswirkungen im dicht besiedelten Quartier würden auch ästhetische Gründe gegen den Bau der sieben Meter hohen Antenne sprechen, wird Anwohner Otto Meier zitiert. Er will bis am 14. Oktober die Sammeleinsprache bei der Stadt einreichen.

Bei der genannten Antenne handelt es sich offenbar um eine 4G- und nicht um eine der 5G-Antennen, die an vielen Orten umstritten sind. Eine Aufrüstung sei aber wahrscheinlich, sagt Meier dazu.

Stadt schweigt zu laufenden Projekten

Rechtsanwalt Jost Schumacher, dem das Gebäude gehört, wo die Antenne gebaut werden soll, sagt gegenüber der Zeitung er wolle zwar eine gute Netzqualität ermöglichen, sei in der Sache aber neutral, falls es Widerstand geben sollte.

Im Kanton Luzern haben mehrere Gemeinden einen Baustopp für 5G-Antennen beschlossen, etwa Kriens, Emmen und Meggen. Sie wollen so lange keine entsprechenden Baugesuche bewilligen, bis der Bund eine Vollzugshilfe für den Umgang mit adaptiven Antennen erarbeitet hat.

Im Juli wurde in der Stadt Luzern eine Petition mit demselben Anliegen eingereicht. Der Luzerner Stadtrat hält sich aber noch zurück und gibt derzeit auch keine Auskünfte zu laufenden Projekten, sie will die hängige Petition aber «bald» beantworten.

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