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Weshalb Schwingen zum Trendsport wird
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Der 22-jährige Sörenberger Joel Wicki (hinten) ist einer der grossen Anwärter der Innerschweizer auf den Königstitel in Zug. (Bild: facebook schlussgang)

Tradition und ein Kontrast zu Fussball Weshalb Schwingen zum Trendsport wird

2 min Lesezeit 21.08.2019, 11:18 Uhr

Immer grösser werden die Schwingfeste, immer populärer der Sport. Selbst die Jungen aus den Städten scheinen sich dafür zu begeistern. Autor Thomas Renggli erklärt woran das liegt.

Der Schwingsport hat in den letzten Jahren massiv an Popularität gewonnen. Autor Thomas Renggli erklärt in einem Interview mit «persoenlich.com» woran das liegt. Es geht um Tradition, Bodenständigkeit und Volksnähe. Dies sind alles Werte, die laut Renggli beim Volk immer besser ankommen.

Es sei auch ein Kontrast zu den «Fussball-Millionären», diese hätten nämlich längst den Bezug zu ihren Fans verloren. Die Schwinger hingegen stellen das Festbankett an ihren Anlässen noch selbst auf und essen gemeinsam mit dem Publikum.

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Auch die Medien haben massgebend zur Popularität des Sports beigetragen, sagt der Autor. Den medialen Durchbruch habe das Schwingen mit der flächendeckenden Berichterstattung des «SRF» vom Eidgenössischen in Luzern 2004 erlebt. Daraufhin sprangen auch Online- und Printmedien auf den Zug auf.

Davon hätten neben den Schwingern auch die Medien selbst profitiert. Beim Schlussgang am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (ESAF) 2016 in Estavayer, haben mit einem Marktanteil von fast 80 Prozent 815’000 Zuschauer auf SRF2 mitgefiebert.

Auch Sponsoren zeigen immer grösseres Interesse am Schwingsport. Grosse Schweizer Unternehmen kämen fast nicht mehr am Schwingsport vorbei, so Renggli. Wie viel Geld die Firmen dafür ausgeben ist nicht bekannt. Man geht aber davon aus, dass der Schwingerkönig mit Werbeverträgen in Höhe von 750’000 Franken rechnen kann.

Auch die Städter entdecken das Schwingen für sich, wenn vielleicht auch eher wegen den Bars und Festzelten als dem Sport selbst. Aber «es muss nicht immer die Streetparade sein», sagt Renggli. Das Schwingen habe etwas Archaisches und Urtümliches, das auch dem wohlstandsverwahrlosten Städter imponiere.

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