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Wer zum Einkaufen ins Zugerland will, steht bis zu eineinhalb Stunden an
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Mit viel Geduld warten die Zuger, bis sie die Migros betreten dürfen. (Bild: wia)

Lange Warteschlangen vor der Migros Wer zum Einkaufen ins Zugerland will, steht bis zu eineinhalb Stunden an

3 min Lesezeit 03.04.2020, 18:53 Uhr

Hier wird die Geduld der Zugerinnen und Zuger geprüft: Vor dem Eingang der Migros Zugerland bildet sich an Frei- und Samstagen eine lange Kolonne. Verhindern lasse sich die Warterei kaum, erklärt die Migros-Sprecherin. Dennoch hat man diese Woche Änderungen vorgenommen.

Gespenstisch. Betritt man das Zugerland durch den einzig derzeit geöffneten Zugang, gelangt man in eine dystopisch anmutende Sphäre. Alle Läden im Erdgeschoss sind geschlossen, Eingänge sind mit Absperrband versehen.

Damit niemand den Ticketautomaten benutzen muss, wurden die Autoschranken offengelassen, jedes Migroswägeli wird nach seiner Benutzung desinfiziert. Ebenso wie die Hände der Kunden, welche von einer Mitarbeiterin keim- und virenfrei gemacht werden.

Denn obwohl im gesamten Erdgeschoss Ruhe herrscht, gibt es hier Menschen. Sie warten, allein oder in Zweiergruppen. Zwei Meter trennen sie vom Kunden vor und hinter ihnen. Die Schlange zieht sich über die Geschossfläche bis hin zur Rolltreppe. Hier werden die Menschen gestaffelt nach oben geschickt, wo die Schlange weitergeht. Aktuelle Wartezeit gemäss Personal: Ungefähr 30 Minuten.

Im Erdgeschoss des Zugerlands gibt’s aktuell nichts zu kaufen. Hier wird nur angestanden.

«Heute ist die Warteschlange nicht besonders lang», sagt ein Angestellter, der eine leuchtende Weste trägt und die Menschen an den richtigen Ort lotst. «Letzten Freitag hingegen mussten die Kunden bis zu eineinhalb Stunden anstehen, um überhaupt die Migros betreten zu dürfen.» Ähnliches berichten Leserreporter, die am letzten Freitag gar von zweistündigen Wartezeiten berichteten.

Grössere Auswahl, grössere Wartezeit

Der Augenschein zeigt: Die Kunden nehmen es stoisch hin. Wohl weil sie spezifische Lebensmittel brauchen, die es nur in den grossen Filialen gibt. Vielleicht auch, weil sie sich wohler fühlen in einem grossen Einkaufszentrum, in dem die Gesundheitsrichtlinien derart strikte angewendet werden. Vielleicht auch einfach, weil sie nach wie vor gern im Zugerland einkaufen.

Ganz anders sieht es bei kleineren Lebensmittelgeschäften aus. Dort gibt es trotz eingehaltener Vorgaben des BAG praktisch nie Wartezeiten.

Stoisch warten die Kunden darauf, die Migros betreten zu dürfen.

Antonia Reinhard, Sprecherin der Migros Luzern erklärt: «Durch dieses Tropfensystem werden nur eine gewisse Anzahl an Personen im Laden zugelassen. Dieses müssen wir umsetzen, um die Richtlinien des Bundesamtes für Gesundheit einhalten zu können.» Konkret sind es 350 Personen, die gleichzeitig für die Migros-Filiale im Zugerland zugelassen sind.

Damit die Wartezeiten tendenziell kürzer ausfallen, habe man die Öffnungszeiten gerade diese Woche angepasst, erklärt Reinhard. «Das Zugerland hat bereits ab 8 Uhr morgens geöffnet, damit sich die Kundenströme besser auf den Tag verteilen können.» Dies habe zu vielen positiven Rückmeldungen geführt. Auch alle sonstigen Massnahmen in Bezug auf das Covid-19-Virus würden sehr begrüsst. «Dabei wird oft betont, dass die Kunden den grosszügigen Platz beim Einkaufen sehr schätzen und sich dadurch sicher fühlen», so die Migros-Sprecherin.

Das Ostermahl will früh geplant sein

In einer Woche ist Ostern. Entsprechend müssen die Zuger ihren Lebensmittelvorrat decken. Reinhard sagt dazu: «Auf das lange Wochenende hin empfehlen wir, die Einkäufe vorausschauend zu planen und nicht in letzter Minute einzukaufen.»

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