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Wer will ins Schloss im Konsipark?
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Das Konservatorium im Dreilindenpark – ein Ort mit Geschichte und viel Grün. (Bild: Emanuel Ammon)

Stadt Luzern sucht neue Mieter für die Gebäude Wer will ins Schloss im Konsipark?

3 min Lesezeit 07.09.2017, 16:02 Uhr

2019 ziehen die Musikstudenten der Luzerner Hochschule in den Südpol. Die Stadt sucht deshalb mittels Ausschreibung neue Mieter für die Gebäude im Konsipark. Das Areal soll weiterhin zugänglich sein – und im besten Fall nicht nur das.

Im Herbst 2019 verstummen die Klaviere, Geigen und Querflöten im Luzerner Dreilindenpark: Das Institut Klassik der Musikhochschule Luzern zieht in den Neubau beim Südpol (zentralplus berichtete). Was danach im Konsipark passiert, ist noch offen.

Doch wer und was in zwei Jahren in das geschichtsträchtige Schloss im grössten Park der Stadt zieht, wird sich demnächst entscheiden. Die Stadt Luzern will diesen Herbst die Neuvermietung der Räume im Konsipark öffentlich ausschreiben. Das schreibt der Stadtrat in seiner Antwort auf einen Vorstoss von Gianluca Pardini und Yannick Gauch namens der SP-/Juso-Fraktion.

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Ein Café im Schlössli?

Denn beim Konsipark handelt es sich um eine ganz besondere Anlage. Imposant ragt die schlossähnliche Villa Vicovaro (das Hauptgebäude) über der Stadt. Auf der gegenüberliegenden Seite steht ein weiteres Gebäude sowie das Pförtnerhaus. Für die drei Gebäude sucht die Stadt nun neue Mieter.

«Für den Stadtrat hat absolute Priorität, dass der Park weiterhin öffentlich genutzt werden kann», hält er fest und widerlegt damit alle gegenteiligen Befürchtungen. Besonders nach dem zuletzt publik gewordenen Verkauf des Schlössli Utenberg an eine Beratungsfirma dürften diese Sorgenfalten erneut in manchen Gesichtern aufgekommen sein. Inzwischen ist aber klar, dass der neue Käufer keinesfalls nur Büros plant (zentralplus berichtete).

Auch im Konsipark ist eine rein private Nutzung keine Option. Der Stadtrat will nicht nur den fast fünf Fussballfelder grossen Park öffentlich belassen. Im Idealfall soll auch ein Teil der Gebäude Besuchern offen stehen. Der Stadtrat nennt als Beispiel das Erdgeschoss des Hauptgebäudes, das ein Café werden könnte.

Möglichst breit suchen

Die Ausschreibung wird gemäss Stadtrat so formuliert, dass möglichst viele Interessierte angesprochen werden und vielfältige Konzepte eingehen. Das dürfte nicht so schwierig sein, wie aus der Antwort des Stadtrates hervor geht. In der Vergangenheit sind zahlreiche Ideen an die Stadt herangetragen worden, vom Studentenwohnhaus, über ein Kulturzentrum bis hin zu einem «Kraftort» war so einiges dabei.

Für den Stadtrat ist klar, dass nur in Frage kommt, was einem hohen öffentlichen Interesse unterliegt und die Aussenräume zugänglich behält. In diese Kategorie fallen beispielsweise Museen, Tagungs- oder Bildunstinstitute sowie Hotels. Kein Wunder: Das Hauptgebäude darf sowieso nur geringfügig umgebaut werden. Das Ensemble ist im kantonalen Denkmalverzeichnis eingetragen und befindet sich in der Schutzzone B.

Stadt hält ihr Portemonnaie geschlossen

Der zukünftige Betrieb soll unabhängig der städtischen Finanzen auskommen – der Stadtrat sieht also keine Beiträge vor, auch für einen allfällig durch den Mieterwechsel nötigen Ausbau nicht. Hingegen übernimmt die Stadt nach wie vor den baulichen Unterhalt der Gebäude sowie den Unterhalt des Parks und der Wege.

Das Grundstück gehört seit 1929 der Stadt Luzern. Seit 65 Jahren wird es als Konservatorium genutzt, seit 1999 als Teil der Hochschule Luzern – Musik. Viele Luzerner schätzen die Anlage und nutzen den Konsipark für Spaziergänge, Picknicks oder als Aussichtspunkt.

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