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«Wenn jemand 29 Jahre ein Amt ausführt, hat er es gut gemacht»
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Otto's-CEO Mark Ineichen (links) mit Patrick Lengwiler vom EVZ und dem neuen Trikot. (Bild: zvg)

EVZ-CEO Lengwiler bricht eine Lanze für Stocker «Wenn jemand 29 Jahre ein Amt ausführt, hat er es gut gemacht»

2 min Lesezeit 06.09.2017, 22:48 Uhr

Nach der Abwahl von Francois Stocker stellt sich EVZ-CEO Patrick Lengwiler vor seinen Sicherheitschef. «Einen solchen Abschied hat Francois Stocker nicht verdient – kein Mensch verdient dies.» Bereits wird ein Nachfolger gesucht.

EVZ-CEO Patrick Lengwiler räumt ein, dass der Verein bei der GV völlig überrascht worden sei von der Abwahl des Sicherheitschefs (zentralplus berichtete). «Wir wurden von der Aktion dieser Gruppierung überrumpelt und auf dem falschen Fusse erwischt», sagt Lengwiler.

Dass Francois Stocker nicht wieder gewählt wurde, erklärt er sich damit, dass es zwischen den Fans und der Sicherheit Reibungspunkte gebe. Lengwiler: «Das liegt an den jeweiligen Interessen und Beweggründen.» Schon mehrere Male in der Vergangenheit, als es um die Wiederwahl von Francois Stocker gegangen sei, seien Gerüchte in Bezug auf eine Abwahl aufgekommen – so auch in diesem Jahr. «Den Worten folgten jedoch nie Taten, bis nun zum letzten Montag», sagt der EVZ-CEO.

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Mangelndes Vertrauensverhältnis und grosse Unzufriedenheit

Der EVZ, so Lengwiler, habe im Nachgang der Abwahl auch ein Schreiben der Gruppierung erhalten, welches von einem nicht mehr vorhandenen Vertrauensverhältnis und einer grossen Unzufriedenheit spricht. «Der Bruch hierfür war meines Erachtens in den letztjährigen Playoffs, in welchen wir alle, so auch die Sicherheit, unter enormem Druck und Anspannung standen.» Ganz generell bringe das Amt unbequeme Entscheide mit sich, welche nicht allen passen würden, so Lengwiler. Das werde sich auch in Zukunft nicht ändern lassen.

«Einen solchen Abschied hat Francois Stocker nicht verdient – kein Mensch verdient dies.»

Patrick Lengwiler, EVZ-Geschäftsführer

Dennoch bricht der EVZ-CEO eine Lanze für den abgewählten Sicherheitschef. «Wenn jemand 29 Jahre ein Amt ehrenamtlich ausführt, dann ist dies schon Beweis genug, dass er es gut gemacht hat», sagt Lengwiler. Man habe seit vielen Jahren sichere Spiele in Zug, bei welchen man als Eltern ohne irgendwelche Bedenken die Kinder alleine an die Spiele gehen lassen könne. «Das war mitunter der Verdienst von Francois Stocker. Einen solchen Abschied hat er nicht verdient – kein Mensch verdient dies.»

Suche nach Nachfolger läuft bereits

Und wie gehts jetzt weiter mit der Sicherheitsorganisation beim EVZ? «In Zukunft wird eine Position Leiter Spielbetrieb als Linienfunktion in der Gruppenstruktur der EVZ Holding AG geschaffen», erklärt EVZ-CEO Patrick Lengwiler. Dort würden künftig alle Punkte in Bezug auf Events und Spielbetrieb zusammengefasst und organisiert.

«Diese Person strukturiert den Bereich Spielbetrieb und entscheidet in der Folge über die zu verteilenden Aufträge, Chargen und Personen und ist die Kontaktperson in allen Belangen», sagt Lengwiler weiter. Der Rekrutierungsprozess hierzu sei bereits angestossen. Bis dahin habe man die Aufgaben «ad interim» auf mehrere Schultern verteilt. Lengwiler: «Die verantwortlichen Personen helfen allesamt mit, und die Saison kann beginnen.»