Glasdach ist undicht Plötzlich regnet es mitten im Luzerner Bahnhof

2 min Lesezeit 1 Kommentar 03.08.2020, 17:00 Uhr

Durchs Glasdach im Bahnhof Luzern dringt Wasser ein. Die SBB wollen die Fugen sanieren – doch das wird noch eine Weile dauern. Gut möglich, dass beim angekündigten Dauerregen deshalb weiterhin Rutschgefahr herrscht.

Fröhlich plätscherte das Wasser am Sonntagabend vor sich hin. Tropfen für Tropfen fiel das Regenwasser vom Glasdach ins Untergeschoss des Luzerner Bahnhofs. Das Geräusch erinnerte manch einen wohl eher an eine Tropfsteinhöhle statt an eine belebte Bahnhofshalle.

Mit der Zeit bildete sich eine grosse Lache auf dem Steinboden, die sich immer weiter ausbreitete. Ausser des Hinstellens eines gelben Warnhinweises wurde nichts unternommen. Auch dann nicht, als sich neben der grossen Pfütze weitere kleine zu bilden begannen. Die Passantinnen, und vor allem die Kinder, schien das nicht alltägliche Schauspiel jedoch zu amüsieren. Nicht wenige blieben stehen, um zu schauen, was da genau vor sich geht.

So schildert es ein Augenzeuge, der laut eigenen Angaben innerhalb von etwa 90 Minuten dreimal an der entsprechenden Stelle vorbeiging. Am frühen Montagmorgen stand dort dann immerhin ein Eimer, der das hinunterstürzende Wasser auffangen soll, wie ein Augenschein zeigte.

Alte Fugen halten nicht mehr dicht

Auf Anfrage bei der SBB-Medienstelle heisst es, das Problem sei bekannt. «Die Fugen des Glasdachs sind nach rund 30 Jahren spröde geworden. Vereinzelt tropft deswegen bei Regen Wasser vom Dach», sagt SBB-Sprecher Raffael Hirt. Komme dies vor, stelle die SBB so rasch wie möglich ein Schild auf – um zu verhindern, dass jemand ausrutscht. Bis anhin sei kein entsprechender Vorfall bekannt.

Und was bedeutet das vor dem Hintergrund der mittlerweile einsetzenden Dauerregenfälle (zentralplus berichtete)? Laut Hirt könne man nicht ausschliessen, dass wegen der alten Fugen erneut Wasser vom Dach tropft. «Wir bitten die Betroffenen Bahnreisenden um Verständnis.»

Die Sanierung der Fugen sei derzeit in Planung. Es würden Offerten eingeholt. «Über Dauer und Kosten können wir noch keine Angaben machen», so Hirt weiter. Nur so viel: «Voraussichtlich können alle Arbeiten vom Dach aus und somit ohne Einschränkungen für die Bahnreisenden gemacht werden.»

Irgendwo hier gibt es ein Leck im Glasdach. (Bild: Leserfoto)

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1 Kommentare
  1. Müller, 04.08.2020, 10:18 Uhr

    Tia heute Baut man so und die Alten Ägypter auch Römer Bauten so das es heute noch hält,

Die zentralplus Redaktion wünscht Dir einen schönen Tag!

Wir möchten einfach kurz Danke sagen. Danke, dass du zentralplus liest.