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«Weltwoche»-Vize hat sich der üblen Nachrede schuldig gemacht
  • Gesellschaft
«Das ist ein wichtiges Zeichen für alle, die wie ich Opfer von Vorverurteilungen und Verleumdungen wurden», wird Jolanda Spiess-Hegglin zitiert. (Bild: sib)

Zugerin Jolanda Spiess-Hegglin gewinnt vor Gericht «Weltwoche»-Vize hat sich der üblen Nachrede schuldig gemacht

1 min Lesezeit 1 Kommentar 15.10.2019, 16:06 Uhr

Philipp Gut, der stellvertretende «Weltwoche»-Chefredaktor, hat sich der mehrfachen üblen Nachrede zulasten der Zugerin Jolanda Spiess-Hegglin schuldig gemacht. Ein entsprechendes Urteil des Zürcher Obergerichts ist nun rechtskräftig.

Philipp Gut, der stellvertretende Weltwoche-Chefredaktor, hat sich der mehrfachen üblen Nachrede zulasten der ehemaligen grünen Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin schuldig gemacht. Das berichtete am Dienstag die «Aargauer Zeitung». Ein entsprechendes Urteil des Zürcher Obergerichts ist nun rechtskräftig.

Laut dem Urteil des Zürcher Obergerichts sind die Anschuldigungen der «Weltwoche» nicht belegt und zum Teil nachweislich falsch und in mehreren Punkten persönlichkeitsverletzend.

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Ereignisse der Landammanfeier

Auslöser für den Prozess gegen Philipp Gut war ein Artikel vom September 2015. Darin widmete sich Gut den Ereignissen an der Landammanfeier 2014 mit den beteiligten Personen Jolanda Spiess-Hegglin und Markus Hürlimann.

Gut schrieb im Artikel, Spiess-Hegglin habe sich die Schändung ausgedacht, um ihren «Fehltritt» vor ihrem Ehemann zu verheimlichen. Er sprach davon, wie «die linke Frau den rechten Mann planmässig falsch beschuldigt» habe.

«Wichtiges Zeichen», sagt Spiess-Hegglin

«Es tut gut zu sehen, dass der Rechtsstaat auch bei schmutzigen Politkampagnen und Fake News funktioniert», wird Spiess-Hegglin im Medienbericht zitiert. «Das ist ein wichtiges Zeichen für alle, die wie ich Opfer von Vorverurteilungen und Verleumdungen wurden.»

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1 Kommentare
  1. Joseph de Mol, 15.10.2019, 17:59 Uhr

    Juristisch wird der Fall Spiess-Hegglin nie geklärt werden können – politisch sind die Köpfe bereits guillottiniert worden. Dennoch gilt der universelle Leitgedanke: Die Wahrheit ist der Beweisbarkeit überlegen. Vielleicht sollte der Kt. Zug zumindest versuchen, dieses Kapitel künstlerisch aufzuarbeiten und ein Stipendium für ein z.B. Theaterstück zu Verfügung stellen. Das Inserat dafür könnte dann auch im Blick und in der Weltwoche geschaltet werden.