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«Weltwoche» nimmt Matthias Michel ins Visier
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FDP-Ständeratskandidat Matthias Michel muss sich kritische Fragen zu einem Kurs gefallen lassen. (Bild: mag)

Kritische Fragen zu Kurskosten «Weltwoche» nimmt Matthias Michel ins Visier

2 min Lesezeit 10 Kommentare 07.11.2019, 13:39 Uhr

Mitten im Wahlkampf sieht sich der Zuger FDP-Ständeratskandidat Matthias Michel mit Kritik wegen einer finanziellen Angelegenheit konfrontiert. Ihm wird vorgeworfen, dass er sich einen Kurs bezahlen liess und das Geld erst auf Druck eines Journalisten zurückerstattete. Michel widerspricht.

In zehn Tagen entscheiden die Zugerinnen und Zuger, wer nebst Peter Hegglin für den Kanton in den Ständerat zieht. Es zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Matthias Michel (FDP) und Heinz Tännler (SVP) ab. Der freisinnige Kandidat muss sich im Schlussspurt des Wahlkampfs mit Vorwürfen zu seiner Transparenz herumschlagen.

Worum geht es? Die «Weltwoche» berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe über zwei Weiterbildungskurse, die der ehemalige Regierungsrat 2018 im Hinblick auf sein Präsidium des Bankrates der Zuger Kantonalbank absolvierte. Den Posten hat er bekanntlich doch nicht angetreten, nachdem Joachim Eder (FDP) seine Demission als Ständerat bekannt gab und Michel damit politisch eine neue Türe öffnete (zentralplus berichtete).

Einen Kurs bezahlte die Bank – vorerst

Bleibt deshalb die Frage, wer die Kurse von Michel bezahlt hat. Der FDP-Kandidat behauptet gegenüber dem von SVP-Nationalrat Roger Köppel herausgegebenen Magazin, er sei selber dafür aufgekommen. Die ZKB präzisiert, dass sie die 8700 Franken für den einen Kurse zunächst übernommen habe. Michel habe den Betrag im März zurückbezahlt.

So weit, so harmlos. Laut «Weltwoche» erfolgte die Rückerstattung allerdings erst, nachdem ein Journalist bei Michel kritisch nachhakte. Der 56-Jährige wehrt sich jedoch gegen die Darstellung, er hätte das Geld erst zurückbezahlt, nachdem die Gefahr der Veröffentlichung gedroht habe. Dies sei eine «Unterstellung» und entbehre «jeglicher Grundlage», wird Michel in der «Weltwoche» zitiert.

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10 Kommentare
  1. Martin Stuber, 15.11.2019, 14:39 Uhr

    Auch nach drei Tagen weiss Michel Ebinger kein Beispiel für die grüne Jöblimaschine. >Er, der doch sonst so schnell mit seinen Kommentaren zur Hand ist. Mehr ist dazu nicht mehr zu sagen!

  2. Martin Stuber, 12.11.2019, 22:29 Uhr

    Ich sehe einen strahlenden Matthias Michel vor mir, wie er sich über den Support von Jolanda Spiess-Hegglin freut. Und die FDP fiebert einem weiteren Parteiwechsel von JSH entgegen…
    Interessant am Weltwoche Artikel ist, dass bisher niemand aus der FDP – und auch JSH nicht – inhaltlich darauf eingegangen ist. Die Bankratsgeschichte kursiert in Zug schon eine Weile und ist von der Weltwoche wohl korrekt dargestellt worden. Wegen den Kurskosten sagt Michels Reaktion ja eigentlich auch schon alles.
    @ M.Ebinger (ich nehme an, das P.S. ist von ihm): bitte ein oder besser zwei konkrete Beispiele für die grüne Jöblimaschine. Danke.

    1. Martin Stuber, 13.11.2019, 22:33 Uhr

      Michel Ebinger scheint kein Beispiel für die von ihm behauptete grüne Jöblimaschine zu kennen.
      Aber behaupten kann man ja einfach mal…

  3. mebinger, 12.11.2019, 12:29 Uhr

    In der heutigen Zuger Zeitung wirbt in eine Leserbrief Andreas Kleeb für Heinz Tännler. Das idt sein recht, aber sein still regt mivht sehr auf:
    Ich finde es eine verdammte Sauerei und Chrakterosigkeit wenn Andreas Kleeb, alt FDP Präsident, Unternehmer, Zug. lügen in den Medien verbreitet, und Heinz Tännler unterstützt. Tännler verliess die FDP,nicht wegen interner Machenschaften, sondern weil er merkte, dass er in der FDP nie Regierungsrat werden würde und es ist wohl immernoch so, lieber Andreas dass wir keine Kommunisten sind und hier der Wähle entscheidet, wer nominiert wird und nicht eine Elite.

    Übe die naive Lobhudelei auf alles, was Heinz angeblich geleistet hat, gehe ich nicht ein, denn wer einigermassen Ahnung von Politik hat, weiss was alles immer eine Arbeit viele ist. Heinz idt ein Macher, da gebe ich zu, aber das ist auvh wohl das Einzigem was ich an ihn schätze.

    Andreas Kleeb sollte sich in Grund in Boden schämen und vielleicht einmal aufzeigen, was er geleistet hat und weshalb er die FDP verlassen hat und weshalb wohl er nie in ein Amt gewählt wurde

  4. Martin Stuber, 11.11.2019, 21:45 Uhr

    Die Zuger Linke erreichte in den Nationalratswahlen zusammen mit dem Anteil der Grünliberalen fast einen Drittel der Stimmen. In den Ständeratswahlen sind die beiden Kandidaten der FDP und SVP im ersten Wahlgang gleichauf gewesen. Im zweiten Wahlgang ist auf dem Wahlzettel nur noch eine freie Linie – jede und jeder muss sich entscheiden. Kann die glaubwürdige und engagierte Kandidatin der Linken (und ja eigentlich auch der grünliberalen Wählerschaft) ihr Stimmenpotential ausschöpfen, haben wir ein Kopf-an-Kopf Rennen zwischen Tabea Zimmermann Gibson, Heinz Tännler und Matthias Michel.
    Von den dreien ist nur Mathias Michel ein glühender Verfechter des Majorzes, immer mit dem Argument der «Persönlichkeitswahl». Seine Kampagne aber ist gefühlt zu 90% eine reine FDP-Kampagne, unter anderem mit zahllosen «Inzestinseraten» (sprich: FDP-Parteimitglieder empfehlen FDP-Michel). Der zweite Wahlgang ist für Michel offensichtlich eine Parteiwahl, die FDP gibt viel Geld aus. Wieviel, wissen wir nicht, denn für Transparenz bei der Parteien- und Wahlfinanzierung sind in Zug nur die Alternativen Grünen und die CSP.
    «So wie sie mich kennen» – in 12 Jahren Kantonsrat habe ich die Politik des Regierungsrates Michel gut kennengelernt und deshalb mit Überzeugung Tabea Zimmermann Gibson auf meinen Wahlzettel geschrieben.
    Die Geschichte mit dem Bankrat zeigt übrigens gut, dass die FDP in Zug auch eine Jöbli-Maschine ist, unbesehen von Eignung und Charakter. Ivo Romer lässt grüssen.
    Martin Stuber, Zug

    1. dgruber, 11.11.2019, 21:55 Uhr

      Lieber Herr Stuber
      Bin für einmal Ihrer Meinung bezüglich Matthias Michel. Ich wünsche Tabea Zimmermann Gibson viel Erfolg – und möge derjenige gewinnen, der besser mobilisieren kann.

    2. mebinger, 12.11.2019, 12:38 Uhr

      Lieber Martin,
      Ist schon komisch, solche “Inzestiserate” sind doch bei Euch genau so modern und Die Ausrede mit dem Geld kann ich einfach nicht mehr höre, de sie ist so was von ausgelutscht. Oft ist sie die Einzige Ausrede der Verlierer, die nicht akzeptieren können, dass der Wähle halt anders entschieden hat Jolanda Spiess-Hegglin hat sich mit guten Gründen für Matthias entschieden und ivh bin mit ihr nicht oft einverstanden, aber hier mit Freuden:
      O-Ton Jolanda Spiess-Hegglin:
      Liebe Zuger*innen.

      Ob Tännler oder Michel, es mache doch keinen Unterschied, sagen viele Linke, beide vertreten sie uns nicht, politisch seien sie zu ähnlich und halt wirklich ziemlich rechts. Mag vielleicht so sein.

      Ich habe mich von Anfang an aus taktischen Überlegungen für Matthias Michel ausgesprochen. Dies hat mir viel Kritik eingebracht. Ich musste mir viel anhören, gewisse Leute sagten mir sogar, ich sei ja gar keine Linke. 🤨

      Die neusten Entwicklungen im Wahlkampf bestärken mich aber in meiner Vorgehensweise.
      Ich erkenne einen frappanten Unterschied zwischen Tännler und Michel: Es ist der Stil, der Respekt vor dem politischen Gegner, der Anstand.

      Mir kommt die Galle hoch, wenn ich sehe, mit welch dreisten Mitteln – offensichtlich aus dem #TeamTännler – nun versucht wird, einen politischen Konkurrenten zu diskreditieren.

      Der ehemalige FDP-Kantonsrat und Anwalt Michel Ebinger (Post unten), spricht mir aus dem Herzen. Auch wenn ich mit ihm nicht immer einig bin, hier trifft er ins Schwarze.

      Der wegen mehrfacher übler Nachrede vorbestrafte Schreibtischtäter Philipp Gut von der Weltwoche wird instrumentalisiert und auf den Konkurrenten des SVP-Kandidaten losgelassen.

      Die Geschichte wiederholt sich.

      Anstand wäre gerade in der Politik so wichtig.
      Wir regen uns alle über den fehlenden Anstand in der amerikanischen Politik auf, wo diese Art von organisierten Schmutzkampagnen zum politischen Tagesgeschäft zu gehören scheint. Dagegen muss man protestieren. Ich weiss, wovon ich spreche, das muss aufhören.
      Was hier passiert, ist brandgefährlich.

      Ich bin zuversichtlich, dass das Zuger Stimmvolk dies erkennt und die Kampagne zu einem Eigentor wird.

      Gebt Matthias Michel die Stimme.

      (Die linke Kandidatin Tabea Zimmermann Gibson wird ihren Weg machen, ich werde sie bei den nächsten Regierungsratswahlen sehr gern unterstützen.)

      PS: Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen, de die Jöbli-Maschine läuft bei den Linken und grünen nicht anders als bei den Bürgerlichen.

    3. Martin Stuber, 12.11.2019, 22:23 Uhr

      Ich sehe einen strahlenden Matthias Michel vor mir, wie er sich über den Support von Jolanda Spiess-Hegglin freut.
      Interessant am Weltwoche Artikel ist ja, dass bisher niemand aus der FDP – und auch JSH nicht – inhaltlich darauf eingegangen ist. Die Bankratsgeschichte kursiert in Zug schon eine Weile und dürfte von der Weltwoche korrekt wieder gegeben worden sein. Wegen den Kurskosten sagt Michels Reaktion ja eigentlich auch schon alles.
      @ M.Ebinger (ich nehme an, das P.S. ist von ihm): bitte ein oder besser zwei konkrete Beispiele für die grüne Jöblimaschine. Danke.

  5. mebinger, 07.11.2019, 21:52 Uhr

    Natürlich hat er von der FDP zur SVP gewechselt. Mein Fehler

  6. mebinger, 07.11.2019, 21:22 Uhr

    Ich traue Heinz nicht über den Weg, aber dass er so tief sinkt und statt einen fairen Wettkampf mit Hilfe eines rechtskräftig verurteilten Weltwoche-Jornalisten und dem SVP-Blatt in die tiefste Schublade greift, hätte ich ihm nicht zugetraut, obwohl ich ihm eigentlich aus eigener Erfahrung als ehemaliger Kanzleipartner alles zutraue.

    Wenn schon dreckige Wäsche waschen dann frage ich mich, was seine Rolle bei der FIFA war und weshalb er von der SVP zur FDP gewechselt hat und welcher Zuger Journalist hier wieder einmal die Drecksarbeit für die SVP erledigt. Die Landammenfeier lässt grüssen.Vielleicht hat dieser Journalist heute eine gut besoldete Amtsstelle. Ich weiss es nicht und will es auch nicht wissen.

    Ich habe meine Gründe, weshalb ich Heinz nicht in Bern will und die sind handfeste. Nach 2001 musste ich erkennen, das er sich nicht mehr an das erinnert, was er mal versprochen hat usw. Strafrechtlich habe ich ihm nichts vorzuwerfen. Charakterlosigkeit ist erstens eine subjektive Einschätzung, zweitens nicht strafbar und drittens offensichtlich kein Grund nicht gewählt zu werden!

    Ende März wurde Matthias zum Ständeratkandidaten nominiert. Dann war es klar, dass er nicht Bankratspräsident werden wird und wie die Weltwoche selber schreibt hat er den Betrag Sofort retour bezahlt Wo um Gottes willen ist das Problem, Die Weltwoche mach hier ganz fiese Wahlpolitik und eigentlich müsste man Gut schon wieder wegen Verleumdung anklagen!