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«Ronan Keating – Live at the Symphony» im KKL Luzern Welch ein Spektakel: Hits von Ronan Keating in symphonischer Pracht

Der Irische Sänger Ronan Keating schaffte Mitte der 1990er-Jahre als Mitglied der Boygroup Boyzone. (Bild: Marco Masiello)

Am Samstagabend wurde das KKL zur Boyzone. Der irische Popstar Ronan Keating präsentierte gemeinsam mit dem 60-köpfigen City Light Symphony Orchestra seine grössten Hits, die sie gemeinsam neu arrangiert haben. Das harmonierte perfekt und das Publikum war begeistert.

Ronan Keating begeistert seit 25 Jahren Fans auf der ganzen Welt. Der Irische Sänger schaffte Mitte der 1990er-Jahre als Mitglied der Boygroup Boyzone («Picture of you», «No matter what») seinen Durchbruch. Seit der Auflösung der Band im Jahr 2000 tourt Keating als erfolgreicher Solokünstler durch die Welt. Viele seiner grössten Hits («When you say nothing at all», «If tomorrow never comes») sind aus aktuellen Kuschelpop-Playlists nicht mehr wegzudenken.

Nun stand der Superstar an diesem Samstagabend auf der Bühne des KKL – zusammen mit dem 60-köpfigen City Light Symphony Orchestra (CLSO). Gemeinsam haben sie die grössten Hits von Ronan Keating neu arrangiert.

Das in Luzern beheimatete Orchester, das 2018 gegründet wurde, setzt projektmässig Themenkonzerte um, allen voran im Bereich Filmmusik. Für seine jüngste Konzertreihe arbeitete das CLSO nun aber mit einem Popstar zusammen – eine herausfordernde Kombination. Die musikalische Leitung des gestrigen Konzerts unterstand dem walisischen Dirigenten Anthony Gabriele, genannt Maestro. Er liess das CLSO gestern Abend zur musikalischen Höchstform auflaufen.

Nach eineinhalb Jahren Verspätung: Premiere voll geglückt

Pünktlich um halb neun betraten die ersten Musikerinnen und Musiker des City Light Symphony Orchestras die Bühne des KKL. Was für ein tolles Bild, wenn an einem Popkonzert plötzlich ein 60-köpfiges Orchester mit auf der Bühne Platz nimmt! Mit herzlichem Applaus wurde auch der Dirigent begrüsst, welcher sogleich den Abend mit einer feurigen Ouvertüre eröffnete.

Lange musste das Publikum schliesslich auf diesen Moment warten: Die Konzertreihe «Ronan Keating – Live at the Symphony» war ursprünglich für Frühling 2020 geplant. Am Samstagabend, nach mehr als eineinhalb Jahren Verspätung, konnten die Beteiligten ihr Projekt endlich auf die Bühne bringen. Welch ein Spektakel! Die Premiere ist den Künstlern sehr gut geglückt.

Ronan Keating zog das Publikum prompt in seinen Bann

So pompös das Orchester den Abend eingeläutet hatte, so pompös erklang der Applaus des Luzerner Publikums, als es Ronan Keating am Bühnenrand zu Gesicht bekam. Da war er! Ein freches Grinsen, ein cooles Grusszeichen – mehr brauchte der Superstar nicht, um das Publikum gleich zu Beginn vollends in seinen Bann zu ziehen. Mit dem ersten Stück stellte er den Abend auch gleich unter sein Motto: «Lovin’ each day as if it’s our last».

Ronan Keating präsentierte einen bunten Strauss an Hits aus seiner Karriere. Alle Werke wurden im Vorfeld eigens von schweizerischen und englischen Komponisten für die Konzerte im KKL arrangiert. Dem zahlreichen Publikum bot sich am Samstagabend somit eine spezielle und einmalige Hörgelegenheit.  

Keating präsentierte im KKL sowohl ältere als auch jüngere Hits aus seinem Repertoire. Spannende, nachdenkliche und lustige Anekdoten spickten das Programm. Stets charmant führte er das Publikum als Entertainer durch den Abend. Das KKL dankte es ihm mit herzlichem Applaus und lachenden Gesichtern. Hits wie «Picture of you» oder «Little thing called love» verbreiteten eine tolle Stimmung.

Der Superstar zeigte sich emotional …

Immer wieder gab Keating zu, dass die Konzertreihe des CLSO auch für ihn emotional einen besonderen Stellenwert einnehmen würde: Das City Light Symphony Orchestra interpretiere seine Stücke genau so, wie er sie damals während des Songwritings vor dem inneren Ohr gehört habe. Die Harmonie zwischen Keating, seinem Maestro und dem Luzerner Orchester stimmte perfekt.

Das City Light Symphony Orchestra übernahm hin und wieder auch eine solistische Rolle im Abendprogramm. Das CLSO präsentierte in Form von kurzen Intermezzi einige Werke aus seinem aktuellen Repertoire. Zurzeit ist das Orchester im Bond-Fieber, seine musikalischen Einlagen sind also stets geheimnisvoll, mutig und dynamisch rigoros. Das Publikum war begeistert. Auch Ronan Keating, selbst Spitzenagent 007 des Abends, war vollen Lobes für das junge Luzerner Orchester.

 … und nachdenklich

Im Gedenken an seinen verstorbenen Bandkollegen Stephen Gately performte Keating den Boyzone-Hit «No matter what». An diesem Punkt des Konzerts zeigte sich Keating von einer nachdenklichen Seite. «Father and son» und «In the ghetto» rundeten diesen Abschnitt des Konzerts ab. «Ein Elvis-Song darf an solch einem Abend nicht fehlen», so Keating schmunzelnd. Mit «Life is a rollercoster» leiteten die Musiker dann in den Schlussteil des Konzerts über.

 «When you say nothing at all»: Ronan Keating und das CLSO lassen den Soundtrack zum Film «Notting Hill» als Schlusspunkt des Abends in einem völlig neuen Glanz erstrahlen. Ob sich Anna Scott (Julia Roberts) und William Thatcher (Hugh Grant) auch gestern Abend im KKL hätten verlieben können? Bei der Qualität dieser Darbietung auf jeden Fall! Das City Light Symphony Orchestra interpretierte den Keating-Klassiker in einer wunderbaren Art und Weise.

Das Publikum bedankte sich bei allen Beteiligten mit tosendem Applaus. «Life is a rollercoaster», die Reprise und zugleich letzte Zugabe des Abends, entliess die zahlreichen Fans schliesslich in die Nacht.   

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