Weitere Unruhe bei Franz Grüters Pensionskasse
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Franz Grüter ist im Stiftungsrat der PK-Aetas, die nicht zur Ruhe zu kommen scheint. (Bild: zvg)

Luzerner Nationalrat sitzt im Stiftungsrat Weitere Unruhe bei Franz Grüters Pensionskasse

2 min Lesezeit 10.01.2021, 17:09 Uhr

Hinter den Kulissen der Berner Sammelstiftung PK-Aetas rumort es nach wie vor. Eine weitere Beschwerde fordert die Absetzung des Stiftungsrates, dem der Luzerner Politiker Franz Grüter angehört. Von einem vorzeitigen Abgang will dieser aber nichts wissen.

Es wird so schnell nicht ruhig im Umfeld der Berner Sammelstiftung PK-Aetas. Wie die «Sonntagszeitung» berichtet, haben mehrere Kunden bei der Aufsichtsstiftung und der Oberaufsichtskommission eine Beschwerde eingereicht. Sie kritisieren die fehlende Legitimation des Stiftungsrats und fordern, dass dieser sofort abgesetzt und durch einen neutralen Sachwalter ersetzt wird.

Kürzlich wurde publik, dass bereits zuvor zwei inzwischen entlassene Geschäftsführer der Pensionskasse bei der Stiftungsaufsicht interveniert haben. Dabei ging es auch um Provisionen des Luzerner Nationalrats Franz Grüter, der dem Stiftungsrat angehört. Dieser wies die Vorwürfe und Behauptungen zurück. Die Stellungnahme der Aufsicht erwartet der Stiftungsrat im ersten Quartal 2021 (zentralplus berichtete).

Stiftungsrat vermutet Stimmungsmache der Entlassenen

Auf Anfrage von zentralplus verweist Franz Grüter auf eine Stellungnahme des Stiftungsrates zum neusten Bericht der «Sonntagszeitung». Dieser schreibt, er bedaure, «dass zwei in Abstimmung mit der Stiftungsaufsicht entlassene Mitglieder der Geschäftsleitung über die Medien und die Aufsicht versuchen, ihre persönlichen Ziele zu erreichen».

Es sei eine neue Geschäftsleitung eingesetzt worden, der Betrieb laufe regulär. Von Beschwerden, welche der Stiftungsaufsicht angeblich vorlägen, habe die PK-Aetas keine Kenntnis.

Von einem vorzeitigen Abgang des Stiftungsrates will man entsprechend nichts wissen. «Die Aufsichtsbehörde hat den Termin für die Wahlen des Stiftungsrates auf den 30. Juni 2021 festgelegt», heisst es in der Mitteilung. «Bis dahin bleibt der aktuelle Stiftungsrat uneingeschränkt verantwortlich.» Die Frage, ob sich der Luzerner Franz Grüter im Hinblick auf die Neuwahlen weiterhin für den Stiftungsrat zur Verfügung stellt, lässt er offen.

Die 2003 gegründete Sammelstiftung PK-Aetas verwaltet laut eigenen Angaben ein Anlagevolumen von rund 260 Millionen Franken. Ihr sind rund 4’100 Versicherte aus 1’000 Betrieben angeschlossen.

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