Weinhalde in Kriens: Stadt verliert viel Geld
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Auf dem Areal Weinhalde in Kriens hätten drei Gebäude entstehen sollen. (Bildmitte). (Bild: Werner Baumgartner & Partner AG)

Gescheitertes Überbauungsprojekt Weinhalde in Kriens: Stadt verliert viel Geld

2 min Lesezeit 23.04.2021, 20:02 Uhr

Es war eine der umstrittensten Abstimmungsvorlagen der jüngeren Krienser Geschichte. Die Knappe Abfuhr des Projekts Weinhalde beschäftigt die Krienser Politik noch immer.

73 Stimmen machten den Unterschied. Denkbar knapp lehnte das Krienser Stimmvolk im November 2020 das Projekt Weinhalde, das 45 Eigentumswohnungen sowie eine neue Zufahrtsstrasse vorsah, an der Urne ab (zentralplus berichtete). Hoffnungen durch das Überbauungsprojekt auch die marode Kasse der Stadt aufzupeppen wurden dabei zerschlagen. Im Einwohnerrat wollte man in der Folge wissen, wie hart der Schaden für die Stadt ist und wie es nun weitere gehen soll.

FDP-Einwohnerrat Enrico Ercolani will von der Stadt wissen, was das was Weinhalde-Nein Kriens kostet (zentralplus berichtete). Die Antwort: mehrere 100’000 Franken, wie der Stadtrat in der Beantwortung von Ercolanis Interpellation ausführt. Dies alleine schon durch die Mehrwertabschöpfung und die Grundstückgewinn- und Handänderungssteuern. Darüber, wie viel Geld der Stadt durch die potenziellen Steuereinnahmen von 45 Wohneigentümer durch die Lappen geht, mag der Stadtrat gar nicht erst spekulieren.

Stadt will Weinhalde nicht kaufen

Ercolani wollte aber auch wissen, wie der Stadtrat zu einem Kauf der Weinhalde steht. Der Stadtrat winkt ab: «Die aktuelle Strategie zum Umgang mit Immobilien im Finanz- und Verwaltungsvermögen der Stadt Kriens sieht keinen Zukauf von Grundstücken vor. Auch nicht jene auf der Weinhalde», schreibt er in seiner Antwort. Auch die diskutierte Idee einer Biogärtnerei sei aufgegeben worden, stellt der Stadtrat klar.

Was also soll es mit der Weinhalde weitergehen? Das wollte Anita Burkhardt (CVP) wissen. Die Antwort: Wohl nicht allzu viel. «Das Weinhalde-Areal bleibt wie bis anhin den Zonen ‹Übriges Gebiet B› mit der Nutzungsbestimmung der Landwirtschaftszone sowie der ‹Wohnzone A› zugewiesen», schreibt der Stadtrat. «Das Areal kann gemäss diesen geltenden Zonenbestimmungen genutzt werden. Im übrigen Gebiet ist einzig und allein eine landwirtschaftliche Nutzung zulässig.» Mit anderen Worten: Die Weinhalde bleibt vorerst so, wie sie ist.

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