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Polit-Skandal Zug Wegen Hürlimann: Knatsch in der SVP-Fraktion

2 min Lesezeit 20.01.2015, 22:41 Uhr

Der Zuger SVP-Parlamentarier Willi Vollenweider wird im Kantonsrat nicht in der SVP-Frakion verbleiben: Er weigert sich, mit Markus Hürlimann zusammenzuarbeiten. Im Stadtparlament allerdings will er in der SVP-Fraktion bleiben.

Vielleicht musste er sich auch physisch ein wenig stärker von der gewohnten Fraktion absetzen als sonst: Der ehemalige SVP-Gemeinderat Willi Vollenweider sass während der Sitzung des Zuger Stadtparlaments so weit aussen auf seinem Stuhl, wie nur irgend möglich. Er hatte am morgen seinen Austritt aus der Partei bekannt gegeben: Vollenweider ist ausgetreten, da er mit der Haltung der Kantonalpartei gegenüber Markus Hürlimann nicht einverstanden war, wie er auf seiner Webseite schreibt.

«Ich finde das gut»

Nun ist klar: Willi Vollenweider wird als Parteiloser weiterhin in der SVP-Fraktion verbleiben, dies zumindest im Stadtparlament, das teilte Fraktionschef Jürg Messmer an der Sitzung des Grossen Gemeinderates vom Dienstagabend mit. Er werde auch seine Sitze in den Kommissionen behalten und dort weiterhin die SVP-Fraktion vertreten. «Er politisiert natürlich voll auf unserer Linie», sagt Fraktionschef Jürg Messmer. «Wir nehmen seinen Austritt mit grossem Bedauern entgegen.»

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Ob das für die GGR-Fraktion der SVP eine Belastung sei? «Nein, das denke ich nicht. Ich finde es auch gut, dass jemand, der seit Jahren engagiert politisiert seine eigene Meinung kundtut und ein Zeichen setzt, und sich nicht einfach alles von der Kantonalpartei diktieren lässt.»

«Ich weigere mich»

Im Kantonsrat will Vollenweider auf eigenen Wunsch nicht mehr Teil der SVP-Fraktion sein. Er schreibt dazu auf seiner Website: «Ich weigere mich strikt, mit Leuten wie Markus Hürlimann im Kantonsrat zusammenzuarbeiten.» Die Parteileitung verlasse mit ihrer Haltung fundamentale Wertehaltungen der Schweizerischen Volkspartei, «und fundamentale Vorgaben unseres christlichen Glaubens. Die Angelegenheit ist eine politisch-moralische und nur ganz am Rande eine juristische.»

Er weigere sich ebenso dezidiert, die «desaströse Verleugnung zentraler Werte der Schweizerischen Volkspartei und des Christentums durch eine opportunistische Parteileitung widerspruchslos hinzunehmen und zu akzeptieren.»

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