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Wegen Geister-Playoffs: EVZ verliert mindestens eine Million Franken
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Der definitive Entscheid, ob die Zuger Playoff-Viertelfinals gegen Fribourg am Dienstag ohne Zuschauer in der Bossard Arena starten wird, fällt am Freitag. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus)

Am Freitag fällt Meisterschafts-Entscheid Wegen Geister-Playoffs: EVZ verliert mindestens eine Million Franken

2 min Lesezeit 10.03.2020, 13:24 Uhr

Am kommenden Freitag fällt der Bundesrat den richtungsweisenden Entscheid über das Veranstaltungsverbot. In den Stunden danach werden auch die nationalen Eishockey-Macher über die Fortsetzung der Meisterschaft befinden. Bis dahin bekamen sie ein paar Hausaufgaben.

Was entscheidet der Bundesrat am Freitag? Eine Verlängerung des Verbots von Veranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern, um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen, scheint über den 15. März hinaus unumgänglich. Dann werden Geisterspiele zum avisierten Playoff-Start am nächsten Dienstag wahrscheinlich, weil der TV-Partner den Klubs in der höchsten Spielklasse im Nacken sitzt (zentralplus berichtete).

Die Verantwortlichen der 12 National-League-Klubs haben aber diesen Dienstagvormittag noch weitere Fragen andiskutiert. «Was machen wir, wenn ein Team wegen eines infizierten Spielers unter Quarantäne gesetzt werden wird?», erzählt Zugs CEO Patrick Lengwiler.

Oder was, wenn der Bundesrat der Schweiz während einer befristeten Phase Reiserestriktionen verordnet? «Dann wird der Abbruch der Meisterschaft wohl unumgänglich», so Lengwiler.

Lengwiler mag nicht rechnen

Das Corona-Virus zwingt die Klubs in finanziell enge Hosen. «Mit dem letzten Heimspiel in der Qualifikation, das wir ohne Zuschauer austragen mussten, plus den budgetierten drei Viertelfinal-Heimspielen wird uns eine Million Franken in der Kasse fehlen», weiss Lengwiler.

Mit weiteren Kalkulationen hat er sich gar noch nicht befasst. Auch nicht, was es finanziell für die Zuger heissen würde, sollte die Meisterschaft ganz abgesagt werden. «Dann käme es ja auch darauf an, was für rechtliche Fragen auf uns zukommen würden», sagt Lengwiler.

Und er hat auch nicht ausgerechnet, was es bedeutet, wenn die Zuger Meister werden sollten – unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Dann würden Meisterprämien ausbezahlt werden müssen.

Über diese Eventualitäten mag er sich nicht den Kopf zerbrechen. Pragmatisch hält er fest: «Was der Bundesrat entscheidet, liegt nicht in unseren Händen. Danach wissen wir mehr.»

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