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Wegen Digitalisierung: Suva streicht 170 Stellen
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Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) mit ihrem Hauptsitz und der regionalen Agentur (rechts) am Löwenplatz in Luzern. (Bild: AURA)

Umbau bei Unfallversicherung Wegen Digitalisierung: Suva streicht 170 Stellen

2 min Lesezeit 28.09.2019, 08:32 Uhr

Bis 2027 fallen beim Unfallversicherer Suva in Luzern voraussichtlich rund 170 Vollzeitstellen weg. Der Abbau ist Teil eines Digitalisierungsprojektes, das administrative Aufgaben vermehrt automatisieren will.

Die Digitalisierung pflügt den Arbeitsmarkt um. Aktuelles Beispiel ist der Unfallversicherer Suva mit Sitz in Luzern: Zwischen 2021 und 2027 werden rund 170 Vollzeitstellen im Schadenmanagement abgebaut, wie die «Schweiz am Wochenende» berichtet. Die Mitarbeiter der Abteilung seien kürzlich über die Pläne informiert worden.

Eine Suva-Sprecherin bestätigte gegenüber der Zeitung, dass voraussichtlich 20 Prozent der über 800 Vollzeitstellen im Schadenmanagement wegfallen sollen. Es handle sich bei dieser Grössenordnung aber erst um eine Schätzung.

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Digitale, intelligente Systeme

Ein grosser Teil solle durch freiwillige Abgänge, Pensionierungen und Stellenwechsel abgewickelt werden. Die Suva setzt zudem auf Weiterbildungen. Denn der Abbau bei der Abteilung Schadenminderung wird mit der Digitalisierung begründet.

In Zukunft soll intelligente Software zum Einsatz kommen. «Systeme werden immer mehr die Fähigkeit haben, Routinefälle selbstständig zu erledigen», sagt die Suva-Sprecherin, die von einem Digitalisierungsprojekt und nicht von einem Sparprogramm spricht. Die Angestellten sollen entsprechend mehr Zeit für komplexe Arbeiten und weniger für administrativen Arbeiten aufwenden.

Unsicherheit bei Angestellten

Bestimmte Arbeitsplätze werde es in der heutigen Form nicht mehr geben. Gleichzeitig werden im Bereich Datenverarbeitung neue Stellen geschaffen. Wie viele, ist indes noch offen.

Obwohl die Suva ankündigt, das Personal und dessen Sicht frühzeitig abzuholen, herrscht Unsicherheit. «Es werden sehr viele Stellen umorganisiert«, sagt eine betroffene Person gegenüber der «Schweiz am Wochenende». «Niemand weiss, ob es den eignen Job künftig noch geben wird.»

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