Wegen Corona: Luzerner Astoria-Gruppe entlässt 42 Angestellte
  • Wirtschaft
Das «Astoria» im Luzerner Stadtzentrum ist als Business- und Seminarhotel bekannt. (Bild: bic)

Per Ende Juni folgen wohl nochmals 71 Entlassungen Wegen Corona: Luzerner Astoria-Gruppe entlässt 42 Angestellte

1 min Lesezeit 10 Kommentare 03.06.2020, 07:04 Uhr

Der Chef der Hotels Astoria, Renaissance und The Hotel entliess per Ende Mai bereits 42 Angestellte. Per Ende Juni folgen wahrscheinlich nochmals 71 Entlassungen. Grund für die Massenentlassung ist die Corona-Krise.

Der Chef der Stadtluzerner Hotels Astoria, Renaissance und The Hotel musste per Ende Mai 42 Angestellte entlassen. Per Ende Juni verlieren wahrscheinlich nochmals 71 Angestellte ihren Job, berichtete die «Luzerner Zeitung». Insgesamt beschäftigt der Hotelier 260 Angestellte.

Mitarbeitende im Beherbergungs- und Seminarbereich betroffen

Grund ist die Corona-Krise. Urs Karli, Chef dieser Hotels, sagt im Medienbericht, dass die Hotels seit dem 15. März keinen Umsatz mehr machen. Zwar sind die Restaurants seit dem 11. Mai wieder offen, aufgrund der geltenden Distanzvorschriften würden sie aber nur 40 Prozent des Vorjahresumsatzes schaffen. Die Kurzarbeit sei bis Mitte September begrenzt. Die Hotel würden voraussichtlich bis im vierten Quartal geschlossen sein. Von den Entlassungen betroffen sind Mitarbeitende im Beherbergungs- und Seminarbereich. Die Entlassungen könnten nicht durch Frühpensionierungen aufgefangen werden.

Erst 2022 Normalisierung erwartet

Wegen des Coronavirus haben die grössten Kunden der Astoria-Gruppe ihre Gruppenreise bis Ende Saison 2020 annulliert. Erwartet werde erst 2022 eine Normalisierung des Reiseverkehrs.

Wie es im Medienbericht weiter heisst, hat das WAS Wira Luzern Kenntnis von den Entlassungen. Das Konsultationsverfahren sei ordnungsgemäss in die Wege geleitet worden.

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10 Kommentare
  1. mebinger, 03.06.2020, 10:31 Uhr

    Bitte sachlich bleiben, nicht Corona ist schuld, sondern diese hysterischen Massnahmen. Der Virus hat keinen ausserordentlichen Schaden angerichtet

    1. Peter, 03.06.2020, 15:46 Uhr

      Nun ja, im Nachhinein ist es immer einfach, zu sagen, dass die Massnahmen übertrieben sind. Hätte man die Massnahmen nicht ergriffen und unser Gesundheitssystem oder die Wirtschaft wäre wegen zu vielen Kranken zusammengebrochen, hätten alle geschrien: „Weshalb hat man nicht mehr Massnahmen ergriffen?“

    2. CScherrer, 03.06.2020, 16:38 Uhr

      Sachlich kann man auf jeden Fall bleiben. Schon eigenartig aber, dass gewisse Unternehmen nicht in der Lage sind, zwei bis drei Monate zu überleben. Unternehmer, welche ihr Unternehmen teilweise nur wegen laufenden Krediten bei den Banken am Leben gehalten haben, kommen ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft als Arbeitgeber nicht nach. Das ist fahrlässig. Sachlich bleiben, aber dann fadengrad und offen. Es wohl kaum die Schuld, derer die Verantwortung übernommen haben und dafür gesorgt haben, dass das Gesundheitssystem nicht an die Wand gefahren wurde. Wo bleibt die Verantwortung gewisser Unternehmer? Mann, Mann.

  2. Jörg, 03.06.2020, 09:01 Uhr

    Der muss ja nicht jammern der hat seine Milliönchen Gescheffelt, und er hat ja wie al anderen vorher Gewusst das Dicht gemacht wird warum Einstellen oder nicht Stufenweise Abbauen nicht schön von Karli, alle auf einmal.

    1. Beni Waser, 03.06.2020, 11:08 Uhr

      Was für ein sinnvoller Kommentar von Ihnen! Sie greifen in Ihrem Bericht Herr Karli an; wirklich unschön von Ihnen! Gerade Herr Karli hat für Luzern unheimlich viel geschaffen! Seien wir froh, einen solchen Unternehmer in unserer Stadt zu wissen!

    2. Gruesse vom Einhorn Schlachthaus, 03.06.2020, 14:10 Uhr

      Das Hotelgewerbe funktioniert nur noch, wenn man den Lohnabhängigen working-poor-Gehälter bezahlt. Das ist also eine beunruhigende Entwicklung. Auch und gerade deshalb, weil viele Hotels heute in Aktiengesellschaften organisiert sind, ist der Druck auf die Löhne enorm. Herr Karli ist Unternehmer und trägt sicher nicht die Hauptschuld in diesem Falle. Aber Löhne zu bezahlen, die eine anständige Existenz ermöglichen, sollte jedem Arbeitgeber wichtig sein. Denn längerfristig entwickelt sich sonst eine volkswirtschaftliche Abwärtsspirale, die dann nur noch durch das Gemeinwesen zu stoppen ist, welches nicht der Verursacher dieser Entwicklung ist, dann aber bezahlen muss.

  3. Weltreisender, 03.06.2020, 08:26 Uhr

    Das Unheil mit dem Luzerner Tourismus hat seinen Anfang beim hochgelobten Kurt H. Illi. Ihm haben es die Luzerner nämlich zu verdanken, dass sie alljährlich von asiatischen Gästen in Reisecars überflutet werden. Man lies sich blenden von leeren Versprechungen und dem Glanz der grossen Welt. Den Einheimischen wurde jahrelang vorgegaukelt, dass diese Art des Tourismus das Glück jedes Einzelnen sei. Fakt ist, ausser die Uhren- und Souvenirgeschäfte am Grendel (und vielleicht ein paar Liegenschaftsbesitzer) hat vom Massentourismus niemand profitiert. Man hat es verpasst, Luzern als Marke für Individualtouristen auch in anderen Teilen der Welt zu positionieren. Die Zentralschweiz hätte locker Attraktionen für einen ein- bis zweiwöchigen Aufenthalt zu bieten. Ich sehe Corona als Chance für Luzern, diesen Fehler der Vergangenheit endlich zu korrigieren. Entfernt alle Carparkplätze in der Stadt, begrünt und belebt diese Flächen. Die Art des asiatischen Massentourismus hat keine Zukunft mehr.

    1. Beni Waser, 03.06.2020, 11:10 Uhr

      Sie treffen den Nagel auf den Kopf

    2. Dunning-Kruger, 03.06.2020, 11:17 Uhr

      Ihrem Kommentar sollte vorallem Luzern Tourismus und Marcel Perren, als Haupttreibender dieser unsäglichen Entwicklung, grösste Beachtung schenken. Ich denke, die Stadt Luzern befindet sich tourismusmässig momentan in einer Zeitenwende, ist einer Zäsur unterworfen! Massentourismus ist unerträglich zerstörerisch, bringt nur Mehrwert für einige auserwählte Nutzniesser, wobei der Grossteil der Öffentlichkeit sämtliche Lasten zu tragen hat. Also weg damit!

    3. Silverman, 04.06.2020, 10:08 Uhr

      Sie haben absolut Recht….. Diese Touristen würden im Restaurant am liebsten eine Pizza durch 4 Teilen…. aber kaufen sich eine Rolex für 20’000 am Grendel innerhalb von 5 Minuten….

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