Regionales Leben

Pandemie zwingt Betrieb, auf die Bremse zu treten
Wegen Corona: Im neuen «Café Rock» in Ebikon wirds still

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Betreiben das «Café Rock» in Ebikon: die Co-Inhaber Patrick Marques (links) und Dalibor Mijic (Mitte) und Geschäftsführer Tomy.
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Betreiben das «Café Rock» in Ebikon: die Co-Inhaber Patrick Marques (links) und Dalibor Mijic (Mitte) und Geschäftsführer Tomy. (Bild: zvg)

Die Mall of Switzerland in Ebikon ist um ein Restaurant reicher. Nach einem fulminanten Start muss das «Café Rock» coronabedingt jedoch ein paar Gänge zurückschalten.

Asiatisch, mexikanisch, McDonaldianisch und jetzt ein Burger-Lokal. In der Mall of Switzerland in Ebikon weht ein neuer kulinarischer Wind. Im Gebäude des Kino Pathé und mit dem mexikanischen Restaurant Tres Amigos als unmittelbarer Nachbar hat Ende November das «Café Rock» eröffnet.

«Die Idee für das ‹Café Rock› existiert schon seit Jahren», erklärt uns Mit-Inhaber Patrick Marques. Das Konzept dahinter: «Wir wollten ein Lokal, das Restaurant, Barbetrieb und Tanzlokal in einem ist.» Als sich die Möglichkeit ergab, in den Räumlichkeiten bei der Mall of Switzerland in Ebikon ebenjene Idee in die Tat umzusetzen, waren Marques und Co-Gründer Dalibor Mijic Feuer und Flamme.

Obwohl die Mall den Ruf hat, oft nur spärlich besucht zu sein, schätzen die Betreiber den Standort sehr. Die Lage sei zentral, gut erreichbar und biete ein breites gastronomisches Angebot für die Besucher. Das Tagesgeschäft der Mall und das nebenan gelegene Kino locke auch ein unterschiedliches Klientel an – dem das «Café Rock» mit seinem beweglichen Konzept entsprechen könne.

Mehr «Hard Rock Café» als Kaffeestube

Auch wenn es der Name vielleicht vermuten lässt, ist das «Café Rock» weder eine Kaffeestube noch eine verrauchte Rockerbar. Das Interieur ist weit und offen, die Einrichtung schlicht und modern. Pflanzen sorgen für den nötigen Touch Natur. An der linken Seite steht ein grosser Bartresen, im hinteren Bereich eine Lounge. Gegenüber, in einem verglasten Fumoir, finden Freunde des Niktoins ein temporäres Zuhause.

An den Tischen finden rund 100 Personen Platz. Auf der Aussenterrasse noch einmal an die 70 Gäste. Und wenn eine Party steigt – die musikalisch auch gerne andere Genres als Rock bedient –, bietet das «Café Rock» Raum für rund 300 Personen. Falls denn eine Party stattfindet, aber dazu später mehr.

Burger ja, Fastfood nein

Die Speisekarte fährt grosse Töne auf. «Best Burger in Town» steht da. Moment mal, Burger gibt es doch auch beim grossen, gelben M um die Ecke? Aber bevor der Autor den Vergleich anstellen kann und womöglich – und völlig zu Recht – böse Blicke erntet, greift Marques vor.

«Bei uns gibt es kein Fastfood. Wir setzen auf frisch und lokal hergestellte Produkte.» Die Burger würden inhouse und aus regionalem Fleisch hergestellt werden. Ausserdem stehen nicht nur Burger auf der Speisekarte. Auch Poulet im Chörbli und diverse vegetarische Gerichte wie Hummus und Salad-Bowles kann die Kundschaft bestellen.

Corona: Das alte Leid

Seit knapp einem Monat hat das Lokal geöffnet und ist nach einem Grand-Opening-Wochenende in den regulären Betrieb gestartet. Trotzdem gibt es noch Baustellen. So sucht das Team – wie grundsätzlich viele Gastrobetriebe in der aktuellen Lage – noch Service-Personal und Aushilfen (zentralplus berichtete).

Die Personalsuche ist aber nur ein Punkt, der den Betreibern Kopfschmerzen bereitet. Der andere – und hier schliesst sich der Kreis zum obigen Abschnitt – ist die weitherum verhasste Pandemie. Denn die Eröffnung sei ein voller Erfolg mit DJ, Party und Rambazamba gewesen. An den folgenden Wochenenden habe man die Tanzfläche bei Salsa- und Bachata-Feiern gefüllt.

Bis dann der Bund am 17. Dezember neue Verordnungen und Massnahmen beschloss (zentralplus berichtete). Seither bleibt das DJ-Pult leer. «Wir haben bei der Eröffnung gehofft, dass sich die Pandemie bis ins Frühjahr beruhigt.» Für die Betreiber ist die aktuelle Situation eine Katastrophe.

Das «Café Rock» verzichtet auf Events

«Bei den Events haben wir momentan auf Standby gestellt.» Verbleibende Anlässe haben die Betreiber grossflächig abgesagt. Übrig bleiben derzeit nur einer: «Am kommenden Sonntag führen wir noch eine Latino-Night mit 2G plus durch.» Man hofft, dass trotz der verschärften Massnahme Gäste kommen.

Wie aber schauen die Betreiber in die Zukunft? «Ab Januar planen wir, einen Lieferdienst anzubieten, damit wir für die Zukunft gewappnet sind», sagt Marques. Und später, zu einer Zeit, in der die Corona-Pandemie hoffentlich nur noch eine Fussnote sein wird, soll das «Café Rock» bieten, wozu es eröffnet wurde: «Wir wollen jedes Wochenende einen Anlass haben. Ü40-Abende, Italo-Nights, 90er-Partys – wir haben unzählige Ideen.»

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1 Kommentare
  1. Marc, 25.12.2021, 14:05 Uhr

    Schon bei Geburt Tod 😉

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