Was den Kriensern unter den Nägeln brennt
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Der Stadtrat von Kriens will den Puls der Bevölkerung spüren – auch wenn es um den Verkehr geht. (Bild: jal)

Zweites Stadtgespräch Was den Kriensern unter den Nägeln brennt

3 min Lesezeit 1 Kommentar 18.03.2021, 06:46 Uhr

Der Krienser Stadtrat lädt regelmässig zum Austausch mit der Bevölkerung ein. Am Mittwoch hat die zweite Runde stattgefunden, erneut digital. Dabei zeigte sich: Vor allem Verkehrsfragen beschäftigen die Bevölkerung zurzeit.

Eine «Stammtischrunde» hätte sich der Krienser Stadtrat gewünscht. Doch daraus wurde auch bei der zweiten Durchführung der Stadtgespräche nichts. Wie schon bei der Premiere fand der Anlass am Mittwochabend virtuell statt.

Dennoch wurde die Möglichkeit zum Austausch mit den Mitgliedern des Stadtrates rege genutzt. Laut einer Mitteilung der Stadt nahmen zeitweise über 120 Personen am Videocall teil, weitere verfolgten ihn via Webseite.

Von Budget bis Bell-Areal

Thematisch war der Abend breit gefächert. Zunächst gaben die fünf Stadträte, die seit September 2020 im Amt sind, einen kurzen Einblick in die wichtigsten Geschäfte der letzten Monate. So etwa berichtete Sozialvorsteher Cla Büchi (SP) über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kriens. In den Heimen seien 75 Prozent der Bewohner sowie 35 Prozent der Mitarbeiterinnen inzwischen geimpft.

Der Krienser Stadtrat im Videocall mit der Bevölkerung.

Marco Frauenknecht vom Bildungs- und Kulturdepartement (SVP) sprach über die aktuelle Schulraumplanung und die Naphthalin-Funde in einzelnen Schulhäusern. Finanzvorsteher Roger Erni (FDP) kündigte derweil nicht nur die neue Budgetvorlage an, sondern auch das Finanzhaushaltsgesetz, das vom Parlament verlangt worden war. 

Baudirektor Maurus Frey (Grüne) seinerseits stellte erste Schritte in der Gesamtrevision der Ortsplanung sowie die Ergebnisse des Studienauftrags für das Bellpark-Areal in Aussicht. Und Stadtpräsidentin Christine Kaufmann (CVP) berichtete über den Verzicht des Stadtrates auf Renten, der vom Einwohnerrat in erster Lesung gutgeheissen wurde.

Verkehrsfragen bewegen

Anschliessend konnten die Teilnehmer den Stadträten Fragen stellen. Laut einer Mitteilung der Stadt kamen dabei etliche Themen zur Sprache.

  • Bypass: Stadtpräsidentin Christine Kaufmann erklärte, dass in Sachen Bypass aktuell im Hintergrund sehr intensiv gearbeitet werde. Kriens schärfe derzeit die Vision «Chance Bypass». Die Stadt hat bekanntlich Einsprache eingereicht gegen das Milliardenprojekt. Kriens sei für den Bypass, betonte Kaufmann, sofern man es als städtebauliche Chance betrachte, das eine alte planerische Wunde in diesem Quartier schliessen helfe.
  • Lauf-/Veloweg zwischen Mittlerhus und Amlehnschulhaus: Der Weg werde durch Mitarbeiter des Werkunterhalts erstellt, sobald die Ressourcen dies zuliessen. Aktuell seien diese im Winterdienst noch stark gebunden.  
  • Verkehrssituation Motelstrasse: Das Nachtfahrverbot auf der Motelstrasse sei für viele Anwohner offenbar nicht wirkungsvoll genug. Die Forderung nach Tempo 30 und einer weiteren Verkehrsreduktion wurde vorgebracht. Bauvorsteher Maurus Frey stellte in Aussicht, dass die Strasse in Zukunft vermehrt siedlungsorientiert gestaltet werde, weil die bisher geplante Option der Busführung mit der Linie 21 und damit der Gegenverkehr dort kein Thema mehr seien.
  • Rengglochstrasse: Kriens begrüsst grundsätzlich die Ausbaupläne des Kantons für die Rengglochstrasse (zentralplus berichtete). Nun würden Gespräche laufen, wie man die Auswirkungen der langen Sperre während der Bauzeit, aber auch die Auswirkingen der ausgebauiten Rengglochstrasse auf Kriens generell eindämmen könnte.
  • Gesamtverkehrskonzept: Hier arbeite Kriens aktuell an verschiedenen Projekten, mit denen aus dem Gesamtkonzept Einzelschritte realisiert werden könnten. 
  • Urban Gardening: Das Projekt zur Begrünung des Stadtplatzes und anderer Stellen in Kriens sei gut gestartet. Das Echo auf die Ausschreibung sei sehr erfreulich, sagte Stadtpräsidentin Christine Kaufmann-Wolf.
  • Littering und Vandalismus: Das Thema beschäftigt viele Krienserinnen und Krienser, weil es im öffentlichen Raum sichtbar werde. Die Stadt versuche, mit regelmässigen Reinigungen und einem Sicherheitsdienst für einen sauberen Lebensraum zu sorgen, versicherte der Stadtrat. Allerdings seien die personellen Ressourcen beschränkt. Seit kurzem steht mit dem Schadenmelder aber ein Tool zur Verfügung, mit dem man solche Anliegen unkompliziert melden könne (zentralplus berichtete).

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1 Kommentare
  1. Müller, 18.03.2021, 07:26 Uhr

    die haben ja Probleme Umfahrung oder Tunnel unten durch, wann wird das in Angriff genommen, oder Tunnel seit jahren geplant durch die Rengg gleich zur Schnellstrasse nie gebaut worden, Schachenstrasse Beruhigen nie in Angriff genommen worden ,

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