Warum fährt die Zuger Polizei einen Gott spazieren?
  • Gesellschaft
Neptun auf einem Weidling: Zur Taufe des neuen Polizeiboots kam sogar ein Gott. (Bild: Zuger Polizei)

Segen für «Eiola» Warum fährt die Zuger Polizei einen Gott spazieren?

2 min Lesezeit 1 Kommentar 26.08.2020, 19:27 Uhr

Breitbeinig steht er da am Bug des Weidlings: Neptun, der Meeresgott. Hinter ihm zwei Nixen – und ein Polizist, der das Motorboot steuert. Was genau lief da auf dem Zugersee?

Es ist ein «Who is who» der hohen Tiere, das sich da am Ufer des Zugersees eingefunden hat: Sicherheitsdirektor Beat Villiger, Kantonsratspräsidentin Monika Barmet, Polizeikommandant Thomas Armbruster – und Neptun. Ja, genau, der Meeresgott der römischen Mythologie. Mit zwei Nixen.

Man mag sich fragen: Was zum Teufel will der Gott auf dem Zugersee? Und das auch noch mit polizeilichem Geleit? Die Antwort ist simpel: Er erteilt «Eiola» seinen Segen, um sie vor Unglück zu schützen.

Noch immer nichts verstanden? Also ganz von vorne: «Eiola» heisst nicht nur die Insel vor Oberwil, sondern auch das neue Polizeiboot der Zuger Polizei. Seit Mittwoch ist es auf dem See unterwegs, wie es in einer Mitteilung heisst.

Das neue Polizeiboot der Zuger Polizei: «Eiola». (Bild: Zuger Polizei)

Um das Boot selbst und auch die Bootsführer vor Unglück zu bewahren, führte «Neptun» durch die Taufzeremonie. Vor den bereits erwähnten Gästen verlas er seine Gebote und erteilte «Eiola» den Segen. Taufpatin Monika Barmet taufte das Boot schliesslich offiziell. Nun können die Einsätze beginnen.

Taufpatin Monika Barmet tauft das Polizeiboot «Eiola». (Bild: Zuger Polizei)

Das kann das neue Polizeiboot

Die «Eiola» ist ein Paragon 25 Cabin SAR mit einem Dieselmotor von 300 PS Leistung. In dem 8,6 Meter langen und 3 Meter breiten Boot haben maximal acht Personen Platz. Hergestellt wurde die «Eiola» in der schwedischen Werft Nimbus Boats, ausgebaut hat es die Firma Marina Rütenen in Beckenried. Das neue Boot kann das ganze Jahr über eingesetzt werden. Sogar bei schwierigen Wetter- und Lichtverhältnissen können nun Einsätze und Suchfahrten durchgeführt werden. Die «Eiola» ist mit Radar und Wärmebildkamera ausgestattet. Die Polizistinnen sind auf der «Eiola» auch vor Sonne, Kälte und Niederschlag geschützt.

Übrigens: Ein kleines Andenken an die ergreifende Zeremonie in illustrer Runde wird die Seepolizei stets an den Schutz des römischen Gottes erinnern. Monika Barmet hat dem Chef der Truppe eine hölzerne Schiffsplanke mit Gravur überreicht, auf welcher der abgebrochene Hals der Champagnerflasche, mit deren Inhalt die «Eiola» getauft wurde, befestigt ist.

Das Andenken an die Bootstaufe hat Monika Barmet anschliessend dem Chef der Seepolizei übergeben. (Bild: Zuger Polizei)

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1 Kommentare
  1. Andrea Stahl, 26.08.2020, 20:57 Uhr

    Wie schön, die Zuger haben ein neues Polizeiboot.Statt Hardware wäre eher ein Aufräumen in dieser Organisation angesagt. Oder was war noch einmal mit diesen suspendierten Polizeioffizieren? Aber wahrscheinlich geht auch hier nichts, so wie bei ihrem ehemaligen Big Boss, dem straffrei ausgegangenen Beat Villiger. Straffrei ausgegangen und wiedergewählt lacht er uns doch alle aus, die wir als Parksünder sein Regierungsgehalt zahlen. Zuger Filz und Schönwetterpolizei eben. Und nun auch mit einem Plauschböötchen.

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