Warten auf einen Impftermin in Luzern dauert an
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Das Impfzentrum in der Allmend erwartet eine nächste Lieferung n den kommenden Wochen. (Bild: bic)

Kanton verschiebt Termine auf Mai Warten auf einen Impftermin in Luzern dauert an

2 min Lesezeit 13 Kommentare 25.02.2021, 07:08 Uhr

Nachdem der Kanton Luzern erst als« Impf-Turbo» galt, hat sich das Tempo im Impfzentrum inzwischen verlangsamt. Statt im März werden Menschen zwischen 65 und 74 Jahren voraussichtlich erst im Mai geimpft.

Gerade ältere Einwohner Luzerns sind verunsichert: Obwohl sie zur Risikogruppe gehören, haben sie bisher keinen Impftermin im Luzerner Impfzentrum erhalten – und seit Wochen nichts gehört. Und wie sich nun zeigt, hat der Kanton den Plan angepasst: Personen zwischen 65 und 74 Jahren werden nicht im März, sondern frühestens im Mai oder Juni geimpft.

Ebenso müssen das Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt sowie Betreuungspersonen von besonders gefährdeten Personen länger warten. Jüngere Personen mit chronischen Vorerkrankungen erhalten zudem keine Priorität mehr, sondern kommen zeitgleich mit dem Rest der Bevölkerung an die Reihe. Stand heute wird das im Juni der Fall sein.

Der Kanton begründet diese Umstellungen mit den Verzögerungen bei den Impfstofflieferungen. Der Engpass dominiert den Zeitplan seit mehreren Wochen. Zwischenzeitlich musste das Impfzentrum auf der Allmend deswegen sogar schliessen.

Die Hälfte hat einen Termin

Priorität haben laut Kanton weiterhin Menschen ab 75 Jahren. Von den rund 17’000 Impfwilligen dieser Gruppe hätten rund die Hälfte bisher keinen Termin im Impfzentrum erhalten, sagte David Dürr, Dienststellenleiter Gesundheit und Sport des Kantons Luzern, diese Woche gegenüber dem «Regionaljournal Zentralschweiz».

Eine nächste Impflieferung erwartet Dürr zwischen Anfang und Mitte März. Die Termine würden sich nach der Reihenfolge der Anmeldungen richten. Dass bereits jüngere Personen aus Risikogruppen geimpft worden seien, sei auf einen Fehler im Anmeldesystem des Bundes zurückzuführen. Der Fehler sei aber inzwischen behoben, sodass die kommenden Impfdosen für die vorgesehenen Gruppen eingesetzt werden könne.

In den Heimen befindet man sich bei den Impfungen derweil im Endspurt. Wie die «Luzerner Zeitung» berichtet, wurden bisher rund 13’000 Personen in den Heimen geimpft. Zurzeit würden 5500 Personen mit einer Zweitimpfung versorgt und 2900 erhalten ihre erste Dosis. Nächste Woche soll die Impfaktion abgeschlossen sein.

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13 Kommentare
  1. Monika Boos, 13.04.2021, 12:51 Uhr

    Guten Tag
    Als luzernerin angemeldet seit Februar zum impfen anfangs nach 3 Wochen bekamen wir eine bestätigungs SMS nun nach 2 Mal kommt auch diese SMS nicht mehr .mein Mann ist 70 ,ich 66 Jahre alt.In der Zeitung gross Plagieren ,die übrige Bevölkerung werde im Mai geimpft? Dabei sind die 60 bis 74 noch ohne impftermin.was Söll diese Schlamperei?
    Gruss Monika boos

  2. stofe, 27.02.2021, 20:39 Uhr

    wir werden jeden Tag vertröstet und hingehalten. Ich glaub nicht mehr an die Impftermine. Selber schützen und Weiterleben wie bisher.
    Die Politiker die sich für uns einsetzten sollten, interessierts
    eh nicht wie es uns zu mute ist.

  3. Urs, 27.02.2021, 13:40 Uhr

    …. „Priorität haben laut Kanton weiterhin Menschen ab 75 Jahren. Von den rund 17’000 Impfwilligen dieser Gruppe hätten rund die Hälfte bisher keinen Termin im Impfzentrum erhalten, sagte David Dürr, Dienststellenleiter Gesundheit und Sport des Kantons Luzern, diese Woche gegenüber dem «Regionaljournal Zentralschweiz».

    Was geht hier nicht auf? Gemäss BAG wurden (24.02.2021) im Kanton Luzern bis heute 33‘792 Impfdosen verabreicht. Wer wird somit alles geimpft, wenn erst 8‘500 Personen in der Gruppe ab 75 Jahren geimpft wurden?

  4. Bürgisser Kurt und Bürgisser Beatrice, 25.02.2021, 09:31 Uhr

    Am 19.Januar 2021 haben wir uns für die Impfung angemeldet und den Eingang mit SMS bestätigt bekommen. Einen Impftermin haben wir bis heute noch nicht erhalten.
    Ich werde in einem halben Jahr 80 , meine Frau Beatrice 79 Jahre alt und ist zudem ein Risikopatient
    In der Zeitung liest man heute von Impfdaten von im Mai für bis zu 75-jährigen. Was geschieht mit
    uns Aelteren ?
    Auch war die Rede von nicht erfassten Anmeldungen.
    Wir wären schon dankbar für einen Impftermin in nächster Zeit.

  5. Müller Rentner, 25.02.2021, 07:36 Uhr

    Das Luzern kein Druck macht und es in Emmen , so Kriens kein Impfzentrum gibt wundert mich ,in Bern sagt man geht Impfen, ja macht ein Corona test wie denn es gibt kein Impfstoff und für Tests bekommt man kein Termin alles Dure und Drüber nichts klappt, gut haben wir kein Krieg, schlimm ein kleines Land und bringt nichts auf die Reihe,

  6. Gebhart Elisabeth, 24.02.2021, 19:52 Uhr

    Also: Ich (77) habe mich ganz normal angemeldet. Am letzten Montag habe um 09:15 Uhr meine 2. Impfung bekommen. Alle Mitarbeiter waren äusserst freundlich und zuvorkommend. Kein Stress weit und breit. Ich kann nur loben und ein grosses Dankeschön deponieren.

  7. Lüthi Heinrich, 24.02.2021, 18:42 Uhr

    Es ist schlicht nicht mehr nachvollziehbar was da abläuft. Impftermine sind nicht bekannt. Dafür werden Leute geimpft die nicht zur Risikogruppe gehören. Aber das normale Volk hat hier nichts zu bestellen. Schweigt und seit Gehorsam. So was ist arrogant und verwerflich.

  8. David L, 24.02.2021, 17:59 Uhr

    «Dass bereits jüngere Personen aus Risikogruppen geimpft worden seien, sei auf einen Fehler im Anmeldesystem des Bundes zurückzuführen. Der Fehler sei aber inzwischen behoben, sodass die kommenden Impfdosen für die vorgesehenen Gruppen eingesetzt werden könne.»

    Hä? Haben die jetzt endgültig den Verstand verloren?
    Es wurde seit jeher kommuniziert, dass jüngere Personen aus der Hochrisiko-Gruppe die selbe Priorität haben wie die Gruppe 75+ (im übrigen steht es nach wie vor so auf der Website des Kantons).
    Nun soll das plötzlich ein «Fehler» sein und man will die Hochrisiko-Gruppe erst einmal gar nicht mehr impfen?
    Man fragt sich wirklich, wer auf die «geniale» Idee kommt, dass Hochrisiko-Personen die im Arbeitsleben stehen und sich deswegen tagtäglich einem Infektionsrisiko aussetzen müssen nicht die höchste Priorität beim impfen haben… Die Gruppe 75+ hat viel bessere Möglichkeiten zur Kontaktvermeidung als die jüngeren Risikopatienten, die jeden Tag für ihr Geld arbeiten gehen müssen. Es sollte eigentlich offensichtlich sein, wer hier priroisiert werden müsste.

  9. Yves Schmoker, 24.02.2021, 15:37 Uhr

    2023 bietet sich uns allen die nächste Möglichkeit, dieses komplett unfähige «Führungs»-Gremium (a.k.a. Regierungsrat) ein für alle mal abzuwählen.

  10. Daniel Steiner, 24.02.2021, 13:04 Uhr

    Vergleicht man die Zahlen des BAG über die gelieferten Impfdosen an Kantone fällt auf, dass nur noch der kleine Kanton Jura weniger Dosen geliefert bekommen hat als Luzern. Ich frage mich woran das liegt? Mussten nicht die Kantone bestellen, warum hat Luzern nicht mehr bestellt? Oder weshalb werden kleinere Kantone bevorzugt? Und dann noch Impfdosen an andere Kantone abgeben…. Sehr schlau

  11. CScherrer, 24.02.2021, 12:51 Uhr

    Eines der reichsten Länder der Welt ist nicht in der Lage genügend Impfstoff für seine Bürger zu beschaffen. Dazu ein komplett überforderter Führungsstab und Mitarbeiter der Dienststelle Gesundheit und Sport, welche nicht transparent informieren können, weil Ihnen die Informationen nicht zugänglich gemacht werden. Lapidare Auskünfte, dass man über keinen Impfstoff verfüge, genügen nicht. Ich will wissen, wann dieser Impfstoff hier ist und ich will wissen, wann ich mit der Impfung rechnen kann. Ist doch nicht so schwer, Herr Graf!

  12. Andrea, 24.02.2021, 12:46 Uhr

    Die Zahlen sind derart tief wie schon lange nicht mehr und dies auch ohne das Geimpfe.
    Das ganze hat sich schon lange erledigt.

    Die Coronashow wird endlos in die länge gezogen.

  13. P., 24.02.2021, 08:37 Uhr

    Erst gross angeben mit der ersten Impfung, dann 3000 Dosen an andere abgeben, obwohl der Stoff in den Altersheimen fehlt und jetzt das Schlusslicht sein. Wo bleibt da die Interessenvertretung der Bevölkerung? Sind die 3000 Dosen wieder in Luzern eingetroffen? Darüber gibt es keine Infos!

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