Wanderwege am Glaubenbergpass wurden wegen Wolf gesperrt
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Der Wolf spaltet in der Schweiz die Gemüter. (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Propaganda? Wanderwege am Glaubenbergpass wurden wegen Wolf gesperrt

2 min Lesezeit 3 Kommentare 20.09.2020, 13:53 Uhr

Weil ein Wolf durch die Gegend streift, hat die Gemeinde Sarnen diesen Sommer Wege sperren lassen. Wanderer waren deswegen verärgert. Doch auch in Sörenberg behält man sich diese Massnahme vor.

Dass ein Wolf in der Nähe ist, merken Tiere in der Regel schneller als der Mensch. So war es auch am Glaubenbergpass. Ein Älpler habe bemerkt, dass sich die Kühe wild verhalten würden. Grund dafür sei der Wolf, sagt ein ansässiger Hotelier der «Sonntagszeitung». Gesehen wurde er bisher allerdings nicht.

Die Gemeinde Sarnen hat dennoch reagiert und im Sommer Wanderwege sperren lassen. Das durchkreuzte die Pläne so mancher Berggänger. Sie hätten sich beschwert, sagt der Hotelier.

Alles nur Propaganda?

Doch auch im Entlebuch streift der Wolf durch die Landschaft. «Wenn die Zahl der Wölfe weiter in diesem Masse zunimmt, gibt es auch entsprechend mehr Probleme», sagt Carolina Rüegg, Tourismusdirektorin von Sörenberg, der Zeitung. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass auch im Entlebuch Wanderwege gesperrt werden müssen. Das könne weitreichende Folgen haben, so Rüegg: «Für den Tourismus ist die Präsenz des Wolfes nicht angenehm.»

Urs Leugger, Geschäftsführer von Pro Natura, glaubt hingegen, dass es sich bei den Wegsperrungen um Propaganda handelt. «Ich habe den Eindruck, dass die Kühe und Kälber umso nervöser werden, je näher der Abstimmungstermin rückt.» In einer Woche bestimmt die Schweizer Stimmbevölkerung darüber, ob das Jagdgesetz angepasst wird. Es wirkt sich auch auf den Wolfsbestand aus.

Die Argumente der Gegner des revidierten Jagdgesetzes:

Die Argumente der Befürworter:

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3 Kommentare
  1. Markus Dörner, 22.09.2020, 00:26 Uhr

    Wie rückständig sind denn die?!
    Kann die Jagdlobby einen solchen Einfluss haben, das ist ja schon krank, aber beschämend zu gleich!
    Da braucht man keinen Urlaub zu machen!

  2. Andrea Stahl, 20.09.2020, 18:03 Uhr

    Reine Propaganda sowas. Als ob ein Wolf je einen Menschen oder einen Wanderer angegriffen hätte. Da fürcht eich mich mehr vor stechenden Wespen! Diese Gemeinderäte sollten mit ihren Phobien mal einen Psychiater konsultieren.

  3. Hans Peter Roth, 20.09.2020, 15:17 Uhr

    Die Sperrung von Wanderwegen sollte selektiv gehandhabt werden: Gesperrt nur für Rotkäppchen! Denn andere Menschen werden vom grossen bösen Wolf nicht gefressen.

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