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Walchwil: Plan für Doppelspur ist in Gefahr
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Eigentlich sollten die Bauarbeiten für den Doppelspurausbau bei Walchwil schon laufen. Weil jedoch eine Beschwerde beim Bundesgericht hängig war, verzögerte sich die Sache. Nun kann begonnen werden.   (Bild: wia)

Verhandlungen zwischen SBB und Strabag gescheitert Walchwil: Plan für Doppelspur ist in Gefahr

2 min Lesezeit 07.01.2019, 19:06 Uhr

Die erneuten Vertragsverhandlungen zwischen der SBB und dem Baukonzern Strabag sind gescheitert. Jetzt könnte sich der Bau der Doppelspur bei Walchwil erneut verzögern.

Einige Lärmgegner wehrten sich schon zu Beginn gegen das Projekt Zugersee Ost und verzögerten es so (zentralplus berichtete). Nun drohen erneut ein Aufschub beim Ausbau zur Doppelspur der Gleise in Walchwil.

Die Verhandlungen zwischen der SBB und dem Bauunternehmen Strabag AG bezüglich des Projekts Zugersee Ost sind gescheitert. «Wir bedauern dies sehr», schreibt die Strabag auf Anfrage in einem Bericht der «Zuger Zeitung». «Wir konnten uns preislich nicht einigen.» Die SBB bestätigen das Scheitern der Verhandlungen.

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Gemäss Mediensprecher Reto Schärli hatte das Bauunternehmen Strabag 2015 den Zuschlag für die Baumeisterarbeit des gesamthaft 190-Millionen-Franken-Projekts erhalten. Der Strabag-Auftrag umfasste dabei nur einen Teil der Gesamtsumme von 190 Millionen Franken.

Keine Einigung zwischen Strabag und SBB

Aufgrund eines Gerichtsverfahrens verzögerte sich der Baustart um zweieinhalb Jahre, weshalb nun die Strabag bei der Vertragsunterzeichnung Nachforderungen gestellt habe. «Diese waren für uns nicht nachvollziehbar und lagen insgesamt weit über dem Angebot von 2015», so Schärli. «Auf dieser Basis war eine Einigung leider nicht möglich.» Laut der Strabag habe man sich bei den Vertragsverhandlungen aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen preislich nicht einigen können.

In einem Brief schrieb die Strabag ihren betroffenen Subunternehmen bereits Ende Dezember, dass die Verhandlungen zu scheitern drohen. Weiter wird den Subunternehmen geraten «jegliche Arbeiten in Bezug auf unsere Anfrage einzustellen». Bei einer Einigung würde die Strabag informieren, nun erhielten die Subunternehmen aber die definitive Absage. Dies berichtet die «Zuger Zeitung» am Montag.

Gemeindepräsident wusste von nichts

Der neue Wachwiler Gemeindepräsident Stefan Hermann erfuhr erst durch Medienanfragen von den Differenzen zwischen der SBB und der Strabag. Nach dem Bundesgerichtsentscheid im Juli 2018 habe man endlich aufgeatmet, weitere Verzögerungen wären sehr enttäuschend. Hermann glaube aber an die SBB und daran, dass die Bauarbeiten ganz nach Plan im Juli diese Jahres beginnen würden.

Dies scheint auch das Ziel der SBB zu sein. Sie ist bestrebt, die Bauarbeiten möglichst nach wie vor während der Sperrung am Zugersee Mitte 2019 bis Ende 2020 zu realisieren. Die SBB sei diesbezüglich im Gespräch mit dem bei der öffentlichen Ausschreibung zweitplatzierten Bauunternehmen. Das Bundesamt für Verkehr sei informiert worden.

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