Wahl der Zuger Regierung: FDP-Duo tritt nochmals an
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Der Zuger Regierungsrat (von links): Andreas Hostettler, Heinz Tännler, Martin Pfister, Stephan Schleiss, Beat Villiger, Silvia Thalmann-Gut und Florian Weber. (Bild: zvg)

Nächstes Jahr wird gewählt Wahl der Zuger Regierung: FDP-Duo tritt nochmals an

3 min Lesezeit 2 Kommentare 09.07.2021, 05:00 Uhr

Im Herbst 2022 wählt der Kanton Zug eine neue Regierung. Bereits jetzt ist klar: Andreas Hostettler und Florian Weber von der FDP wollen eine zweite Amtszeit anhängen. Mindestens ein Sitz im siebenköpfigen Gremium dürfte frei werden.

Die Zuger FDP kann bei den Wahlen auf ihre bisherigen Regierungsräte setzen: Sowohl Florian Weber als auch Andreas Hostettler wollen am 2. Oktober 2022 für eine weitere Legislatur in der Exekutive kandidieren. Das bestätigen die beiden Amtsinhaber auf Anfrage von zentralplus.

«Meine Aufgabe als Zuger Baudirektor ist zeitintensiv, aber enorm spannend und erfüllend», begründet Florian Weber. Er ist seit Januar 2019 im Amt. In den letzten Monaten habe er wichtige Projekte abgeschlossen. An zahlreichen Bauvorhaben werde im Moment mit Hochdruck gearbeitet.

«Es macht mir grosse Freude, unsere Projekte konstruktiv und zum Wohl der Zugerinnen und Zuger zu gestalten und mich für diese als Mitglied der Regierung einzusetzen», sagt der 40-Jährige aus Walchwil. Deshalb trete er 2022 zur Wiederwahl als Regierungsrat an.

Ähnlich motiviert ist sein Amts- und Parteikollege Andreas Hostettler. Er ist ebenfalls seit drei Jahren in der Exekutive und führt die Direktion des Innern. «Sehr gerne stelle ich mich der Wiederwahl in diese spannende, herausfordernde und gestaltende Aufgabe und Verantwortung als Regierungsrat», sagt der 53-jährige Baarer. «Unterdessen bin ich richtig im Amt, in den Projekten, Aufgaben und Themen angekommen, welche es gilt, weiterzuentwickeln, voranzutreiben und ins Ziel zu bringen.»

Villigers letzte Amtszeit

Die weiteren fünf Mitglieder der bürgerlichen Zuger Regierung lassen sich hingegen noch nicht in die Karten blicken. Definitive Entscheide für oder gegen eine Kandidatur sind offiziell noch nicht gefallen.

Wie Weber und Hostettler ist auch Silvia Thalmann-Gut (Die Mitte) erst seit Januar 2019 im Amt. Ein Rücktritt nach nur einer Legislatur würde viele erstaunen. Die 59-jährige Volkswirtschaftsdirektorin sagt auf Anfrage, dass sie sich im Verlauf des Herbsts mit ihrer politischen Zukunft auseinandersetzen werde.

«Ich habe schon bei den letzten Wahlen bekanntgegeben, dass es meine letzte Amtsperiode sei.»

Beat Villiger, Die Mitte

Seit fünf Jahren im Amt ist Martin Pfister, der als Gesundheitsdirektor in der Coronakrise besonders gefordert ist. Ob er weiter macht, ist noch nicht entschieden. Der 57-Jährige verweist ebenfalls auf das Gespräch mit seiner Partei, welche die Kommunikation koordiniere. Parteipräsidentin Laura Dittli sagt, sie werde voraussichtlich im September oder Oktober über die personellen Entscheide der drei Mitte-Regierungsräte informieren. Im Moment sei noch alles offen.

Das umfasst vordergründig auch den dritten Regierungsrat der Mitte, die bis vor Kurzem CVP hiess: Beat Villiger. Alles andere als ein Rücktritt des 64-jährigen Sicherheitsdirektors käme aber überraschend. Villiger selber bestätigt: «Was mich anbelangt, so habe ich schon bei den letzten Wahlen bekanntgegeben, dass es meine letzte Amtsperiode sei.»

SVP lässt alles offen

Bleibt die SVP mit ihren beiden Regierungsräten Heinz Tännler und Stephan Schleiss. Tännler ist wie Beat Villiger seit 2007 im Amt. Ob der Zuger Finanzdirektor, der 2019 für den Ständerat kandidierte, nochmals antritt, lässt er zum aktuellen Zeitpunkt offen. «Ich werde den Entscheid, ob ich mich nochmals zur Wahl stellen werde, zusammen mit der Kantonalpartei beziehungsweise Wahlkommission definitiv fällen und dann kommunizieren», sagt der 61-Jährige.

Genauso äussert sich sein Parteikollege Schleiss. Der 48-jährige Bildungs- und Kulturdirektor ist seit zehn Jahren im Regierungsrat. Damit gehört er ebenfalls zu den Erfahreneren im siebenköpfigen Gremium.

Gemäss dem neuen SVP-Parteipräsidenten Thomas Werner sind die Gespräche im Hinblick auf die Wahlen im Gange. Er rechnet damit, dass die Würfel spätestens im Herbst, ein Jahr vor den Wahlen, fallen werden.

Als sicher gilt bereits jetzt, dass die Linke ihren traditionellen Platz in der Zuger Exekutive zurückerobern will, den sie 2018 verloren hatte.

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2 Kommentare
  1. mebinger, 09.07.2021, 12:12 Uhr

    Ich werde so oder so keinen Bisherigen wählen und zwar auf allen Ebenen ( ausser dem Rischer Gemeinderat, den ihr habt alle versagt und dientet nur der Pharma

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  2. Corinna Rothen, 09.07.2021, 09:58 Uhr

    LU: 400’000 Einwohner, 5 Regierungsräte.
    ZG: 130’000 Einwohner, 7 Regierungsräte.
    Finde den Fehler!

    0 👍 Gefällt mir 0 👏 Applaus 0 🤔 Nachdenklich 0 👎 Daumen runter

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