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Vrabec muss beim FCL gehen – Nachfolger steht schon bereit
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Fertig lustig: Markus Babbel (links) und Roland Vrabec gehen ab sofort getrennte Wege. (Bild: fcl.ch)

Vrabec muss beim FCL gehen – Nachfolger steht schon bereit

3 min Lesezeit 22.02.2016, 17:23 Uhr

FCL-Assistenztrainer Roland Vrabec ist seinen Job los. Das ist schon der zweite prominente Abgang dieses Jahres nach Sportchef Rolf Fringer.

Es rappelt weiter in der Kiste beim FC Luzern. Am 7. Januar musste bekanntlich Sportchef Rolf Fringer freigestellt werden. Er hat hinter dem Rücken seiner Vorgesetzten versucht, Assistenztrainer Roland Vrabec (41) als Chef-Coach zu installieren.

Am späten Montagnachmittag teilte der FCL per Mail mit: «Die Vereinsführung hat heute ihren Assistenztrainer Roland Vrabec per sofort freigestellt. Das Vertrauensverhältnis zwischen ihm und Cheftrainer Markus Babbel ist für eine erfolgreiche Zusammenarbeit nicht mehr gegeben. Wir werden in den nächsten Tagen den Nachfolger von Vrabec vorstellen.» Offenbar steht dieser bereits fest, man darf also gespannt sein.

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Zum Schluss dankt der FCL Vrabec noch für «seine professionelle Arbeit» und wünscht ihm alles Gute.

Dass nun auch Vrabec gehen muss, überrascht folglich nur bedingt. Denn wie soll Chef-Trainer Markus Babbel mit einem Mann zusammen arbeiten, der an seinem Stuhl mitsägen half? Und wie soll er damit umgehen, dass Vrabec gemäss Aussagen von Fringer 80 Prozent am Erfolg der Mannschaft ausmacht? Zudem hat Vrabec bereits anfangs Januar mitgeteilt, dass er Luzern per Ende Saison verlassen werde. «Ich möchte wieder Cheftrainer sein, weil ich meine Vorstellungen von Fussball, meine Ideen, meine Philosophie auf den Platz bringen will. Als Co-Trainer musst du doch immer Kompromisse eingehen. Bis Ende Saison ist das für mich in Ordnung», sagte er gegenüber der NLZ.

Pikant dabei: Es war Babbel selbst, der Vrabec nach Luzern holte. Ging da auf der Allmend eine Freundschaft in die Brüche?

Vrabec war erst anfangs 2015 zum FCL gestossen. Zuvor coachte er St. Pauli. Auch dort wurde er im September 2014 entlassen (siehe Box).

Die Freistellung von Vrabec vermeldet hat diesen Montag als Erste die «Neue Luzerner Zeitung» auf ihrer Webseite.

 
Rauswurf schon bei St. Pauli

Vrabec spielte in Deutschland nie in der obersten Liga Fussball. Bereits mit 26 Jahren beendete er laut Wikipedia seine aktive Laufbahn, um sich seiner weiteren Ausbildung als Sportwissenschaftler mit den Schwerpunkten Sportmedizin und Trainingslehre/Trainingswissenschaft zu widmen.

Vrabecs konnte als Trainer nach diversen Engagements in unteren Ligen und im Jugend- und Seniorenbereich im Sommer 2013 als Co-Trainer des FC St. Pauli anheuern. Am 6. November 2013 wechselte er an der Seite von Michael Frontzeck nach dessen Beurlaubung in die Rolle des Cheftrainers beim FC St. Pauli. Er sollte die Mannschaft in der 2. Fußball-Bundesliga nach Angaben des Vereins zunächst bis zur Winterpause der Saison 2013/14 führen.

Dies galt als steile Trainerkarriere eines «namenlosen» Spielers und Trainers im deutschen Profifußball und war der Philosophie und der finanziellen Planung des Vereins FC St. Pauli geschuldet. Zu Beginn der Winterpause 2013/14 verlängerte er seinen Vertrag als Cheftrainer bis zum 30. Juni 2015. Nach schwachem Start der Mannschaft in die Saison 2014/15 wurde er am 3. September 2014 als Trainer des FC St. Pauli beurlaubt. Die nächste Station war dann der FCL.

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