Von elektronischen Busspuren und dem Stadttunnel

1 min Lesezeit 10.05.2015, 16:46 Uhr

Edith Seger aus Steinhausen schreibt in ihrem Leserbrief ihre Meinung zum Artikel der Zentralschweiz am Sonntag: «Schnell droht der völlige Kollaps». Sie fragt sich, wie sie Versprechungen der Politiker noch Glauben schenken soll.

«Schnell droht der völlige Kollaps». So lautet die Überschrift eines Artikels in der Zentralschweiz am Sonntag vom 10.05.2015. Erst seit rund anderthalb Monaten in Betrieb, wird der Nutzen der elektronischen Busspur zwischen Mänibach und  dem Casino in Zug, von der Baudirektion bereits bezweifelt. Grund für das nicht optimale Funktionieren sei das extrem hohe Verkehrsaufkommen. «Der Verkehr werde nicht weniger werden, im Gegenteil» meint Baudirektor Tännler.

In der Kantonsratsdebatte betreffend Kredit für eine elektronische Busspur auf der Artherstrasse in Zug und zur Strassensanierung vom 4. Juli 2013 äusserte sich der Baudi­rektor wie folgt: «Die Busbevorzugung ist genau am richtigen Ort. Das haben verschiedene Abklärungen ergeben. Ein Rückstau bis zum Fridbach wird kaum der Fall sein und der Bus wird nicht im Stau stehen. Elektronische Lösungen funktionieren, sei es im Ausland oder in der Schweiz. Den Stadttunnel sollte man bei diesem Projekt nicht ins Spiel bringen. Es geht noch ‹saulange› bis der Stadttunnel – wenn überhaupt – kommt. …» (Protokoll der KR-Sitzung vom 04.07.2013).

Da wurden 2013 Aussagen gemacht, die scheinbar 2015 schon keine Gültigkeit mehr haben. Wie soll ich da den Versprechungen bezüglich Nutzen des Stadttunnels, die 2015 für 2030 gemacht werden, Glauben schenken?

Wird einige Wochen nach Eröffnung des Stadttunnels der dannzumalige Baudirektor oder die dannzumalige Baudirektorin dann auch über das nicht optimale Funktionieren des Stadttunnels in den Medien berichten?

Edith Seger, Steinhausen

 

 

 

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