Auch in Luzern: Vögele und Max Shoes schliessen dutzende Filialen
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Rund 40 Filialen musste Vögele Shoes in den letzten zwei Jahren schliessen. (Bild: Vögele Shoes)

Über 40 Läden schliessen ihre Tore Auch in Luzern: Vögele und Max Shoes schliessen dutzende Filialen

2 min Lesezeit 1 Kommentar 02.10.2020, 14:35 Uhr

Die Schliessung von Filialen bei Vögele Shoes und der Schwestermarke Max Shoes nimmt kein Ende. Mittlerweile verschwanden 40 Läden von der Bildfläche. Davon betroffen sind auch Filialen in Luzern.

Wie der «Blick» schreibt, plant der zweitgrösste Schuhhändler der Schweiz einen weiteren Abbau. So schliesst Karl Vögele weitere 20 Filialen. Davon betroffen sind auch Geschäfte im Kanton Luzern. Darüber, um welche Geschäfte es sich dabei handelt, konnte sich Vögele Shoes auf Anfrage noch nicht äussern.

Der Karl Vögele-Chef Max Bertschinger sagt gegenüber «Blick»: «Jede Filiale muss kostendeckend wirtschaften können, gerade auch unter den neuen Vorzeichen im Markt.» So setze die Firma in Zukunft auf den Verkauf in Stores, die sich in regionalen Ballungszentren befinden. Dies entspreche dem polnischen Mutterhaus, berichtet der «Blick».

40 Läden dichtgemacht

Seit dem Jahr 2018 gehört Karl Vögele zur osteuropäischen CCC-Gruppe. Während es vor zwei Jahren noch 200 Karl Vögele-Läden gab, bestehen mittlerweile gerade mal noch 167.

Mehr als 40 Läden mussten seit der Übernahme dichtgemacht werden. Den Negativrekord kann dem ersten Quartal dieses Jahres angerechnet werden. Dabei sind im Gegensatz zu den 25 Millionen im Vorjahr gerade mal noch 15 Millionen Franken in die Kassen des Schuhhändlers geflossen.

Die Corona-Krise soll die Situation zusätzlich prekärer gemacht haben. So soll die CCC-Gruppe bereits über einen erneuten Verkauf der Firma nachdenken. Rund zwei Monate an Einnahmen sollen dem Schuhhändler nun fehlen. So sollen auch in den ersten Wochen nach dem Lockdown weniger Kunden in den Vögele-Läden gewesen sein.

Zu teure Mieten

Was Karl Vögele am sauersten aufstösst, sind die Mieten seiner Geschäfte. So soll die Firma zukünftig mehr auf umsatzbezogene Mietverträge setzen. Dies soll ermöglichen, den Negativtrend zu durchbrechen. Dabei setzt sich Vögele mit Playern wie Migros, Coop oder auch der SBB an den Tisch. Sie sind Vermieter vieler Lokalitäten von Vögele Shoes.

Diese zeigen sich jedoch teilweise wenig interessiert, was eine Anpassung der Verträge angeht. Der Vögele-Chef sagt jedoch gegenüber «Blick»: «Die Investoren und Besitzer von grossen Einkaufscentern wollen unbedingt auch Vögele Shoes in ihrem Portfolio behalten.»

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1 Kommentare
  1. Halb Schuh, 02.10.2020, 21:55 Uhr

    Sorry, aber mit dem osteuropäischen Billig-Ramsch, welcher Vögele-Shoes aktuell noch in den Läden anbietet, ist es ein Wunder, dass die überhaupt noch irgendetwas verkaufen können! Marken- oder Qualitätsschuhe findest Du bei Vögele sicher nicht mehr. Verschwindet Vögele vom Markt, so ist das nichts weiter als eine vorhersehbare Marktbereinigung. Schade für die Mitarbeiter, selber Schuld dem Eigentümer.

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