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Viktor Vekselberg hat drei Milliarden Franken verloren
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Ist Verwaltungsratspräsident, aber offenbar trotzdem nicht erwerbstätig: Viktor Vekselberg. Wie das zusammengehen kann, erklärt die Zuger Steuerverwaltung. (Bild: zvg (www.renova.ru))

Auch mit einer Sprachschule kann man reich werden Viktor Vekselberg hat drei Milliarden Franken verloren

4 min Lesezeit 30.11.2018, 16:57 Uhr

Sanktionen haben sich auf das Vermögen des in Zug wohnhaften russischen Oligarchen Viktor Vekselberg nachteilig ausgewirkt. Laut Wirtschaftsmagazin «Bilanz» besitzt er «nur» noch 11 Milliarden Franken. Ohnehin ist er nicht der wohlhabendste Zentralschweizer. Die Familie Brenninkmeijer stiehlt im die Schau.

Die weiterverzweigte Familie Brenninkmeijer verdankt ihr Vermögen dem Modekonzern C & A. Viele ihrer Angehörigen wohnen in den Kantonen Zug und Luzern. Der Konzern wird über die Cofra Holding in Zug kontrolliert. Das Textilimperium hat den Mitgliedern der niederländisch-katholischen Dynastie ein Vermögen von 15 bis 16 Milliarden Franken verschafft, wie das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» in seiner neusten Aufstellung der 300 Reichsten in der Schweiz schätzt. Die Besitzer-Familien des Schindler-Konzerns, die in Nidwalden wohnen, verfügen über ein Vermögen von geschätzt 12 bis 13 Milliarden-Franken.

An dritter Stelle folgt die reichste Einzelperson: Viktor Vekselberg mit offiziellem Wohnsitz in der Stadt Zug. Der Oligarch hat durch die Sanktionen der USA gelitten: Er erlitt Verluste an der Börse. Nicht nur seine Anteile an Sulzer, OC Oerlikon und Schmolz + Bickenbach verloren an Wert. Auch die Umstrukturierung seiner Holding zeitigte Folgen. Vekselberg «verlor» 3 Milliarden Franken – sein Vermögen wird von der «Bilanz» auf nur noch 10 bis 11 Milliarden Franken geschätzt.

Aus dem Stand Milliarden gescheffelt

Die nächsten auf der Liste der Luzerner und Zuger Milliardäre sind die Haefner-Erben, die durch Autohandel (Amag) und Technologie reich geworden sind, in Luzern und Obwalden leben und über 9 bis 10 Milliarden verfügen.

Die Begründer des Baarer Vermögensverwalters Partners Group hingegen sind echte Selfmademen. Urs Wietlisbach, Marcel Erni und Allfred Erni, wohnen in den Kantonen Schwyz und Zug, und sollen laut Bilanz 5 bis 6 Milliarden Franken besitzen.

Rugby-Fan, der Fruchtsaft verkauft

Die Familie Hult, ansässig im Kanton Luzern, hat es mit der Sprachschule EF zu 4,5 bis 5 Milliarden Franken gebracht. Otto und Felix Happel verdanken ihren Wohlstand einem deutschen Industrieimperium. Beide betätigen sich als Investoren, leben im Kanton Luzern und verfügen über 3,5 bis 4 Milliarden Franken. In der gleichen Vermögensklasse bewegt sich die Familie Sonnenberg, ebenfalls im Kanton Luzern ansässig, die in Sonnenschutz- und Deckensysteme macht (Hunter Douglas).

Bei 3 bis 3,5 Milliarden Franken findet sich wieder eine Einzelperson: Hans-Peter Wild, ein ausgeprägter Rugby-Fan mit Wohnsitz im Kanton Zug, der seinen Wohlstand der Fruchtsaftmarke Capri Sun verdankt. Gleich hoch wird das Vermögen der um Zug ansässigen Familie Burkard geschätzt, die den in Baar anässigen Bauchemiekonzern Sika kontrolliert.

Unbekannter Trader besitzt über eine Milliarde

Weiter Milliardäre oder Milliarden-Erben: die Swarovskis aus dem Kanton Zug mit 2,5 bis 3 Milliarden Franken, Der Luzerner Jörg Bucherer vom gleichnamigen Juweliergeschäft mit 2 bis 2,5 Milliarden Franken. Weniger bekannt ist im Zugerland Aristotelis Mistakidis, der sehr erfolgreich beim Baarer Rohwarenhändler Glencore gearbeitet hat und 1,5 bis 2 Milliarden Franken besitzt.

Die Reichsten in ihren Kantonen: Martin Haefner (links) und die Famile Brenninkmeijer (im Bild Dominic Brenninkmeijer).

Martin Haefner (links) ist durch den Autoimport reich geworden,  die Famile Brenninkmeijer (im Bild Dominic Brenninkmeijer) durch Textilverkauf.

(Bild: Thomas Luethi/HEG,DPA)

Auch die Gebrüder Alpstaeg aus Nidalden und Luzern, brauchen sich nicht zu sorgen, falls der FC Luzern in den nächsten Jahren nicht Meister werden sollte. Ihr via Swisspor in Steinhausen erwirtschaftetes Vermögen beziffert die «Bilanz» auf  700 bis 800 Millionen Franken.

Zuger Schraubenhändler feiern Einstand bei Superreichen

Ines Kaindl-Benes ist im Kanton Luzern wohnhaft und verdankt ihre 700 bis 800 Millionen dem Geschäft mit Holz (Swiss Krono Group). Bei Robert Landau, kanadischstämmiger Wahlluzerner war’s der Kunsthandel, der ihm ähnlich viel einbrachte.

Beim Rest der Zuger und Luzerner Superreichen gibt’s einige Promis und Leute, die öfter für Schlagzeilen sorgen: Peter Pühringer, Grossinvestor in Vitznau wird auf 400 bis 500 Millionen Franken geschätzt. Obwohl mit 350 bis 400 Millionen Franken nicht arm, taucht die  Zuger Schraubenhandelsfamilie Bossard das erste Mal im «Bilanz»-Rating auf.

Wohlhabender EVZ-Präsident

Die Familie Schwöbel ist in Luzern für ihre Bierliebe bekannt (Rathausbrauerei). Zu ihrem Vermögen von 350 bis 400 Millionen Franken gekommen geworden sind aber sie durch Medizinaltechnik (Brown Medical). Bei Daniel Vasella aus Risch war’s Novartis und die Pharma-Branche, die ihm ähnlich viel eingebracht hat.

In der gleichen Branche war auch der Luzerner Hans-Peter Strebel (300 bis 350 Millionen Franken) erfolgreich, obwohl man ihn eher mit dem EV Zug in Verbindung bringt. Aus den Schlagzeilen verschwunden ist der im Kanton Zug wohnhafte frühere Finanzchef von Roche, Henri B. Meier, der 250 bis 300 Millionen Franken hat.

Kunst und Krempel

Weniger Geld aber ungleich mehr Feinde besitzt Jørgen Bodum, der 150 bis 200 Millionen Franken aufbieten kann. Bekannt ist er als Besitzer von zwei Villen an der Luzerner Obergrundstrasse, die er verlottern lässt.

Ähnlich viel haben der frühere Stuntman Ariel Lüdi, der mit IT handelt. Er operiert von Cham aus.

Ausserdem die Luzerner Industriellen-Familie Pfenninger (Trisa) und der frühere Schweizer Botschafter in China, Uli Sigg, ein erfolgreicher Kunsthändler, der in Mauensee lebt. Oder auch der Formel-1-Fahrer Kimi Räikkönen, der in Baar sehr wohl gelitten ist.

Famose Bankiers

Weniger Rummel gibt’s um die Dornier-Erben, deren Geld aus dem Flugzeugbau stammt, die aber in Wein machen. Sie waren früher um Zug ansässig, mittlerweile handelt sie die «Bilanz» als Luzerner.

Viele Geschichten kursieren schliesslich über die famose Luzerner Bankiersfamilie Reichmuth, deren Vermögen  auf 100 bis 150 Millionen Franken geschätzt wird und welche diese Aufzählung beschliessen.

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