«Vielleicht ist das der Moment, in dem ein Betrieb vorläufig keinen Sinn mehr macht»
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Steht der schweizweiten Maskenpflicht in allen Clubs, Bars und Konzertlokalen positiv gegenüber: Schüür-Chef Marco Liembd. (Bild: uus)

Luzerner Schüür-Chef zu neuen Coronamassnahmen «Vielleicht ist das der Moment, in dem ein Betrieb vorläufig keinen Sinn mehr macht»

2 min Lesezeit 1 Kommentar 18.10.2020, 16:10 Uhr

Der Bundesrat hat am Sonntag weitere Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus kommuniziert. Neu gilt schweizweit in Clubs und Konzertlokalen eine Maskenpflicht. Konsumiert werden darf nur noch sitzend. Wir haben Schüür-Chef Marco Liembd gefragt, was er von den neuen Massnahmen hält.

Bis anhin durfte man in der Schüür ohne Maske tanzen – dank der Sektorenunterteilung. Am Freitag liess Schüür-Betreiber Marco Liembd per Facebook verlauten, dass man auf eine freiwillige «Maskenfreiwilligkeitsunpflicht» setzt. «Wir merkten in der letzten Zeit eindeutig, dass viele Leute das Bedürfnis hatten, an Konzerten freiwillig eine Maske zu tragen», sagt Liembd. Mit der Zeit seien es immer mehr Maskenträgerinnen geworden. Wohl auch, weil sich viele damit sicherer fühlen.

Nun hat der Bundesrat die generelle Maskentragepflicht in der ganzen Schweiz angeordnet (zentralplus berichtete). Liembd steht diesem Schritt positiv gegenüber. Es sei begrüssenswert, dass es nationale und einheitliche Regeln gebe. Neu gilt zudem für Clubs, Bars, Restaurants und Konzertlokale, dass nur noch im Sitzen konsumiert werden kann.

Liembd kann noch nicht sagen, wie dies die Schüür umsetzen kann. Ob beispielsweise das Gastroschutzkonzept übernommen wird, so dass die Tische jeweils mindestens zwei Meter auseinanderstehen. In den kommenden Tagen gelte es, sich Gedanken dazu zu machen und ein angepasstes Schutzkonzept zu erstellen. Und abzuwägen, ob es für das Konzerthaus realisierbar sei und finanziell aufgehe. Der Umsatz, den Konzerthäuser wie die Schüür mit der Konsumation erzielen, sei matchentscheidend für das Bestehen des Betriebs, so Liembd.

«Wir müssen uns so ernsthaft wie noch nie überlegen, ob das vielleicht der Moment ist, in dem der Betrieb der Schüür vorläufig keinen Sinn mehr macht», sagt er. «Aber wir werden alles daran setzen, einen Weg zu finden.»

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1 Kommentare
  1. Thomas Sutter, 19.10.2020, 08:43 Uhr

    Danke Liembd fürs Dranbleiben und Weitermachen, so lange und so gut wie es geht! Höchsten Respekt wie ihr bislang mit der Situation umgegangen seid.

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