Jetzt Community-Mitglied werden und profitieren!
News
Luzerner Gassenarbeit setzt in der Krise auf kreative Lösungen
  • Aktuell
Für viele Obdachlose in Luzern dürfte die Corona-Krise harte Konsequenzen haben.

Sucht- Armutsbetroffene in Zeiten von Corona Luzerner Gassenarbeit setzt in der Krise auf kreative Lösungen

2 min Lesezeit 07.04.2020, 08:45 Uhr

Menschen ohne Obdach und und Süchtige in Familien trifft die Corona-Krise besonders hart. Die kirchliche Gassenarbeit Luzern reagiert mit kreativen Lösungen. Und erfährt viel Unterstützung.

Die Angebote für sucht- und armutsbetroffene Menschen mussten in den vergangenen Wochen auch in sämtlichen Betrieben des vereins kirchliche Gassenarbeit eingeschränkt werden. So sind aktuell keinerlei persönlichen Beratungsangebote mehr möglich.

Unerlässlich für die Suchtbetroffenen ist die Aufrechterhaltung des Betriebs GasseChuchi – K+A, wenn auch mit kürzeren Öffnungszeiten. Das betont der Verein in einer Mitteilung vom Dienstag.

Lebensmittellieferungen für bedürftige Familien

Gefragt seien Kreativität und Innovation. So sind im Paradiesgässli die Mitarbeitenden mit den Kindern aus sucht- und armutsbetroffenen Familien via «Hauslieferdienst» in Kontakt. Kinder werden mit Bastelutensilien beliefert und Familien und Alleinstehende mit Lebensmitteln, denn wichtige der bisherigen Gratisangebote sind weggefallen.

«Unsere Klienten und Klientinnen sind von der aktuellen Situation besonders betroffen. Sie sind noch mehr als sonst sozialer Isolation ausgesetzt», lässt sich Franziska Reist zitieren, Geschäftsführerin der kirchlichen Gassenabeit Luzern. Hinzu komme, dass der Zugang zur Gesundheitsversorgung, die Geldbeschaffung und insbesondere der Erwerb von illegalen Drogen auf der Strasse massiv erschwert seien (zentralplus berichtete). «Dies bedeutet für die Suchtbetroffenen zusätzlichen Druck und Stress.»

Grosse Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung

«Eindrücklich und berührend» sei derzeit die Erfahrung, dass in dieser schwierigen und ungewissen Zeit eine grosse Solidarität und Verbundenheit mit dem Menschen am Rande erfahrbar sei. «Wir sind überwältigt und beeindruckt über die vielen Zeichen der Unterstützung wie beispielsweise Lebensmittelspenden von Restaurants oder Telefonanrufe von Menschen, die gerne Freiwilligenarbeit leisten möchten», so Reist.

Dazu gehörten auch grosszügige Privatspenden, die Unterstützung durch die öffentlichen Hand sowie die Sensibilisierung der Medien für die besonders schwierige Situation unserer Klientinnen und Klienten.

War dieser Artikel nützlich für Dich?

Ja

Nein

War dieser Artikel nützlich für Dich?
Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.

CHF

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

0 Kommentare

Wie viel ist Dir unabhängiger Journalismus wert?

Schön besuchst Du zentralplus. Für Dich gehen wir vor Ort, sind mitten drin und nahe dran. Doch ganz gratis geht Qualitätsjournalismus nicht. Um die unabhängige Stimme zu den Grossverlagen in der Zentralschweiz zu bleiben, benötigen wir Deine Unterstützung. Zeig uns mit Deinem freiwilligen Abo oder einem einmaligen Beitrag, was wir Dir wert sind.

Schön besuchst Du zentralplus. Du verwendest einen Adblocker. Werbung ist für eine wichtige Einnahmequelle, die uns hilft, die unabhängige Stimme zu den Grossverlagen in der Zentralschweiz zu bleiben. Denn gratis geht Qualitätsjournalismus nicht. Zeig uns mit Deinem freiwilligen Abo oder einem einmaligen Beitrag, was wir Dir wert sind.

CHF