Viel Lärm in der Gastrobranche: Die Luzerner Beizer gingen auf die Strasse
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Die Botschaft einiger Demoteilnehmer war wenig zimperlich. (Bild: bic)

Demozug mit 500 Teilnehmern Viel Lärm in der Gastrobranche: Die Luzerner Beizer gingen auf die Strasse

2 min Lesezeit 4 Kommentare 22.12.2020, 12:45 Uhr

Hunderte Mitarbeiter aus der Luzerner Gastrobranche gingen am Dienstagmittag in der Stadt auf die Strasse. Ihre Botschaft: Sie fühlen sich von der Politik im Stich gelassen.

Unter dem Motto «Noch einmal die Bühne betreten, bevor der Vorhang fällt» gingen in der Stadt Luzern am Dienstagmittag Angestellte der Gastrobranche auf die Strasse. Während des Demonstrationszuges vom Mühlenplatz über den Reusssteg zum Theater forderten sie finanzielle Unterstützung für ihre Branche.

Mit ihren Arbeitsgeräten machten die rund 500 Demo-Teilnehmer aus dem ganzen Kanton einen ohrenbetäubenden Lärm. Mit Kellen schlugen sie auf Pfannen oder schüttelten ihre mit Kleingeld gefüllten Cocktail-Mixer.

100 Millionen Wertschöpfung

Konkret verlangen die Gastronominnen eine Umsatzentschädigung für den Bereich Restauration von 30 Prozent des Vorjahresmonats als A-fonds-perdu-Beitrag sowie eine Anpassung der Härtefallregelung. Hier soll von der öffentlichen Hand weniger Geld als Kredite und mehr als nicht zurückzuzahlende Unterstützung beigesteuert werden. Zudem fordern die Gastronomen Support bei der Suche nach einer Lösung bei den Geschäftsmieten gemäss dem Basler Modell. Eine solche ist auch in der Stadt Luzern politisch breit abgestützt (zentralplus berichtete).

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, wiesen die Wirtinnen auch darauf hin, dass mit der Gastro- und den mit ihr verbundenen Branchen in der Region eine immense Wertschöpfung generiert werde. Gegen 100 Millionen Franken würden im Kanton Luzern in den kommenden Jahren in die Gastronomie investiert. Diese gelte es zu sichern.

Der Präsident von Gastro Region Luzern sagt, warum demonstriert wird:

Deshalb sei es wichtig, dass die Betriebe jetzt und auch in naher Zukunft liquide blieben. Damit könnten Forderungen von Lieferanten beglichen, anstehende Versicherungsprämien sowie die Mieten bezahlt werden. Wenn dies bewerkstelligt werden könne, könnten einerseits die aktuellen Mitarbeiterinnen behalten und neue angestellt werden. Ausserdem sei es für Lernende nur so möglich, ihre Ausbildung wie geplant abzuschliessen.

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4 Kommentare
  1. Baldo, 23.12.2020, 13:58 Uhr

    Wenn wir ehrlich sind,haben wir in Luzern viel zuviele Restaurants, Bars, Kebabs.

    1. Roli Greter, 24.12.2020, 09:06 Uhr

      Wenn wir ehrlich sind haben wir in Luzern zuviele Baldos, also zumindest einen…

  2. CScherrer, 23.12.2020, 13:48 Uhr

    Etwas mehr Reflektion würde gewissen Gastronomen gut anstehen. Bezeichnenderweise motzen gut gehende Betriebe nicht. Des Weiteren sollten sich gewisse Protagonisten mal überlegen, ob sie mit ihrem Wahlverhalten nicht auch dafür verantwortlich sind, dass wir nun eine Regierung haben, die sich nicht bewegen wird. So gesehen, daran denken und abwählen. Danke.

    1. Roli Greter, 24.12.2020, 09:10 Uhr

      Wow, welch geistreiche Erkenntnis dass grosse Betriebe nicht «motzen» (demonstrieren ist hier zum Glück ein Grundrecht). Tipp: nehmen Sie doch mal die Faust aus dem Sack, das macht sympathisch.

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