Vertrag besiegelt: Psychiatrische Klinik Zugersee wechselt Besitzer
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Der Kauf des Grundstücks der Psychiatrischen Klinik ist besiegelt – von links: Gesundheitsdirektor Martin Pfister, Hans Küng (Präsident der Betriebskommission), Bruder Benedikt Molitor und Baudirektor Urs Hürlimann. (Bild: zvg)

Kanton Zug kauft Grundstück für 18 Millionen Vertrag besiegelt: Psychiatrische Klinik Zugersee wechselt Besitzer

2 min Lesezeit 10.07.2017, 10:10 Uhr

Die Psychiatrische Klinik Zugersee geht an eine neue Betriebsgesellschaft der Kantone Uri, Schwyz und Zug über. Das Grundstück wurde vom Kanton Zug für 18 Millionen Franken erworben – der Kaufvertrag ist unterzeichnet.

Am Freitag haben der Zuger Gesundheitsdirektor Martin Pfister und Baudirektor Urs Hürlimann den Kaufvertrag für das Grundstück über 18 Millionen Franken unterzeichnet. Dies teilt der Kanton Zug am Montag mit.

Im Rahmen des neuen Psychiatriekonkordats übergeben die Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf die Trägerschaft und die Gebäude der Psychiatrischen Klinik Zugersee an eine neue Betriebsgesellschaft, die von den Kantonen Uri, Schwyz und Zug gegründet wird.

Das neue Konkordat ist seit 1. Juli 2017 in Kraft getreten. Damit werden die ambulanten psychiatrischen Dienste der drei Kantone und die Psychiatrische Klinik Zugersee unter dem Dach der neuen Betriebsgesellschaft Triaplus AG zusammengefasst. Sie nimmt ihre Tätigkeit am 1. Januar 2018 auf.

Es kriselte arg in den letzten Monaten in der Klinik Zugersee: Im April verliess die Chefärztin ihren Posten (zentralplus berichtete) und im Juni wurde bekannt, dass auch das Arbeitsverhältnis mit Direktor Reto Fausch in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst wird (zentralplus berichtete). Bis zur Überführung der Klinik in die Triaplus AG liegt die Führungsverantwortung bei Markus Müller.

100-jähriges Engagement endet

Nun endet auch das 100-jähriges Engagement der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf für die psychiatrische Versorgung im Konkordatsgebiet. «Wir sind den Barmherzigen Brüdern für ihren unermüdlichen Einsatz zugunsten der Gesundheit der Bevölkerung des Kantons Zug und der Konkordatskantone Uri und Schwyz zu grossem Dank verpflichtet. Sie waren stets verlässliche Partner und glaubwürdige Repräsentanten der Klinik», sagt Gesundheitsdirektor Martin Pfister.

Das Areal der Psychiatrischen Klinik Zugersee umfasst eine Fläche von 34’530 Quadratmetern. Der Kanton Zug bezahlt 18 Millionen Franken für das Grundstück und wird dieses der Klinik Zugersee während der nächsten 100 Jahre im Baurecht zur Verfügung stellen. Im Gegenzug leistet die Betriebsgesellschaft Triaplus AG einen Baurechtszins. Die Bauten und Anlagen bleiben im Besitz und in der Verantwortung der Klinik respektive der Triaplus AG.

Baudirektor Urs Hürlimann, der als früherer Gesundheitsdirektor auch an den Verhandlungen mit den Barmherzigen Brüdern beteiligt war, betont: « Mit dem Kauf stellen wir sicher, dass das öffentliche Interesse bei der Nutzung stets vorgehen wird. Ich freue mich sehr, dass wir mit den Barmherzigen Brüdern eine optimale Lösung für Zug, für das Konkordat und vor allem auch für die Klinik treffen konnten.»

Die psychiatrische Klinik Zugersee.

Die psychiatrische Klinik Zugersee.

(Bild: zvg)

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