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Politische Aufarbeitung eines düsteren Kapitels «Versorgt, verwahrt, verdingt»

1 min Lesezeit 29.01.2017, 17:39 Uhr

Die Zuger Veranstaltungsreihe First-Friday beginnt dieses Jahr mit dem tragischen Thema der Verdingkinder. Die Wiedermachungs-Initiative verlangte einen Fonds von 500 Millionen Franken für die Opfer und die Aufarbeitung. Das Parlament hat einem Gegenvorschlag des Bundesrats über 300 Millionen Franken zugestimmt.

Kinder und Jugendliche wurden ihren Eltern entrissen, in Heime gesteckt, an Bauernhöfe verdingt oder in Erziehungs- und Strafanstalten administrativ versorgt. Dies geschah nicht in fernen Ländern, sondern in der Schweiz und es endete erst 1981. Ein Gesetz zur Wiedergutmachung ist Anfang Jahr in Kraft getreten.

Joachim Eder gibt Auskunft

An der Veranstaltung geben zwei lokale Referenten einen historischen Überblick sowie einen Einblick in die politische Debatte zur Praxis fürsorgerischer Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen in der Schweiz. Es sind Professor René Stalder, Dozent und Projektleiter «Hochschule Luzern – Soziale Arbeit» sowie der Zuger Ständerat Joachim Eder, Mitglied des Initiativkomitee Wiedergutmachungsinitiative.

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Die Veranstaltung findet am Freitag, 3. Februar, in der Stadt- und Kantonsbibliothek Zug statt, und beginnt um 18 Uhr. Freier Eintritt und Apéro interculturel.

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