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Vermummte FCL-Chaoten prügeln auf Polizisten ein
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Haben noch nicht restlos alle FCL-Fans kapiert: Gewalt und Rassendiskriminierung haben im Fussball wie auch sonst überall nichts verloren. Dieses Spiel entstand vor dem Spiel gegen Aarau am 22. Februar 2015 in Luzern. (Bild: pd)

Nach Skandalspiel gegen St. Gallen Vermummte FCL-Chaoten prügeln auf Polizisten ein

2 min Lesezeit 13.07.2015, 20:21 Uhr

Erneut rücken ein paar wenige FCL-Anhänger ihren Verein in ein denkbar schlechtes Licht. Drei von ihnen griffen nach dem Auswärtsspiel gegen St. Gallen im Extrazug die Bahnpolizisten an. Zwei konnten identifiert werden, nach dem dritten wird noch gefahndet − eventuell bald öffentlich.

Die Negativschlagzeilen rund um jenen kleinen Kreis von Anhänger des FC Luzern, die nur Stunk und Randale suchen, reisst nicht ab. Diesen Montag informierte die St. Galler Kantonspolizei über eine Aktion, die mit Fussball rein gar nichts mehr zu tun hat. Mit kriminellem Verhalten dafür umso mehr.

Es geschah nach dem Auswärtsspiel vom 15. Februar 2015 gegen St. Gallen (an dem auch der«Juden-Skandal» passiert ist). Nach dem Spiel verliess der Extrazug den Bahnhof Winkel um 16.30 Uhr. Gemäss der Webseite Polizeiticker.ch geschah dann folgendes: «Rund 20 Minuten später nahmen drei Transportpolizisten der SBB eine Kontrollgang durch den Zug vor. Als sie sich in der Mitte des hintersten Wagens befanden, wurden sie durch vermummte Luzerner-Fans angegriffen und verletzt. Zudem kamen ihnen persönliche wie auch Einsatzgegenstände abhanden. Auch wurde bei dem Vorfall das Rollmaterial des Extrazuges massiv beschädigt. Die Polizisten mussten aus Sicherheitsgründen den Zug in Wil verlassen.»

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Auf dem Bildmaterial, welches rund um den Fussballmatch von der Polizei aufgenommen wurde, konnte von den Transportpolizisten eine Person eindeutig als Haupttäter erkannt werden. Ihm wird Landfriedensbruch, einfache Körperverletzung, Sachbeschädigung, Diebstahl sowie Gewalt und Drohung gegen Beamte vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft St. Gallen macht nun auf der Suche nach dem Haupttäter vom 3-stufigen Konzept zur Öffentlichkeitsfahndung Gebrauch.

Öffentlichkeitsfahndung droht

Mit der Mitteilung diesen Montag durch die St. Galler Behörden erfolgte der erste Schritt. Der gesuchte FC Luzern-Anhänger, welcher noch nicht polizeilich oder staatsanwaltschaftlich zum Vorfall einvernommen wurde, hat die Möglichkeit, sich innert Wochenfrist bei der Kantonspolizei St. Gallen, 058 229 49 49, zu melden. Das wäre der zweite Schritt. Meldet sich der Gesuchte nicht, erfolgt der dritte und letzte Schritt: «Ohne Meldung werden am nächsten Montag (20.7.2015) verpixelte Bilder des gesuchten Mannes veröffentlicht. Wiederum eine Woche später (27.7.2015), würden die Bilder des bis dahin nicht identifizierten Mannes unverpixelt veröffentlicht», zitiert Polizeiticker.ch die St. Galler Behörden.

Kanton Luzern war Pionier

Der Kanton Luzern gehörte zu den ersten Kantonen schweizweit, welche auf diese Weise nach Fussballchaoten gefahndet hat. Die Bilanz war stets positiv, die meisten Gesuchten meldeten sich nach dem Aufruf selber, andere konnten nach der Veröffentlichung ihrer Bilder im Internet dank Hinweisen von Dritten ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden.

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