Verkehrsbetriebe Luzern wollen Gebäude in Stans abstossen
  • News
  • öffentlicher Verkehr
Die VBL wollen sich aus Stans zurückziehen. (Bild: Google Streetview)

Erste Schritte nach dem Skandaljahr Verkehrsbetriebe Luzern wollen Gebäude in Stans abstossen

2 min Lesezeit 05.01.2021, 12:27 Uhr

Die VBL will offenbar eine Liegenschaft in Stans verkaufen. Erworben wurde das Grundstück, inklusive eines Hotels, vor rund fünf Jahren. Im Zuge der Subventionsaffäre wurde die Akquisition wiederholt hinterfragt.

Nun will die VBL ihre Zelte in Stans endgültig abbrechen. Wie die «Luzerner Zeitung» berichtet, will das Luzerner Transportunternehmen eine Liegenschaft in Stans verkaufen. Erworben wurde diese 2016, als die VBL das Transportunternehmen Thepra AG mit rund 50 Mitarbeitern übernahm. Zur Übernahme gehörte auch die Liegenschaft der Thepra, in der sich das Motel «Stans Süd» befindet.

Die Expansion in den Nachbarkaton scheint nun aber seinem Ende entgegenzugehen. Bereits im Dezember gab die Thepra den Betrieb der Nidwaldner Postautokurse an die Postauto AG ab, nachdem diese den Vertrag mit dem Stanser Unternehmen gekündigt hatten. Die Thepra AG war danach lediglich noch eine Immobilienfirma, welche die Fahrzeuggarage an Postauto vermietete und das Motel im selben Gebäude verpachtete.

Firma tritt in «Ruhestand»

Auf der Webseite der Therpa wird nun deren Ende verkündet: «Die Thepra AG geht in den Ruhestand. Wir sagen auf Wiedersehen und danken Ihnen für Ihre Kundentreue. Bei unseren Partnern bedanken wir uns für die tolle Zusammenarbeit. Wir wünschen Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund.»

Wie die «Luzerner Zeitung» berichtet, seien nun seitens der VBL Verkaufsgespräche im Gange, um die Liegenschaft abzustossen. Dabei beruft man sich auf Aussagen des ehemaligen Thepra-Betriebsleiters Markus Hermann. Die VBL bestätigen den Wunsch die Liegenschaft zu verkaufen, äussern sich aber nicht weiter dazu.

Unbekannte Kaufsumme

Bei der Übernahme der Thepra AG durch die VBL wurde Stillschweigen über die Höhe der Verkaufssumme vereinbart. Das sorgte bereits damals für Irritationen. Diese flackerten im Zuge der Subventionsaffäre um die VBL zuletzt erneut auf.

So wurde in den vergangenen Monaten wiederholt die Frage in den Raum geworfen, ob sich die VBL diese Übernahme überhaupt hätten leisten können, ohne die umstrittenen buchhalterischen Praktiken anzuwenden, welche letztlich den zu hohen Subventionsgeldern führten (zentralplus berichtete)

War dieser Artikel nützlich für Dich?

Ja

Nein

War dieser Artikel nützlich für Dich?
Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.

CHF

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

0 Kommentare

Die zentralplus Redaktion wünscht Dir einen schönen Tag!

Wir möchten einfach kurz Danke sagen. Danke, dass du zentralplus liest.