Nachfrage steigt kaum

VBL fährt erneut Millionenverlust ein

Die Nachfrage ist bei der VBL 2021 im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich gestiegen. (Bild: Matthias Muff)

Die VBL hat ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2021 präsentiert. Das Ergebnis fällt nur unwesentlich besser aus als im Horror-Jahr 2020.

Das Geschäftsjahr der Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) war auch 2021 stark von der Corona-Pandemie geprägt. So musste das Unternehmen wie bereits im ersten Pandemiejahr 2020 zum Abschluss des Geschäftsjahres einen Verlust in Millionenhöhe verbuchen.

5,6 Millionen beträgt der Jahresverlust 2021. Damit ist der Verlust im Vergleich zum Horror-Jahr 2020 gar noch ein wenig angestiegen. Das hängt mit Rückstellungen zusammen, die das Unternehmen im Rahmen des Subventionsskandals getätigt hat. Die VBL hätte dem Bund und dem Luzerner Verkehrsverbund wegen der Subventions-Affäre bekanntlich 16,1 Millionen Franken zurückzahlen sollen (zentralplus berichtete). Da sich die VBL aber plötzlich weigerte, den Betrag zurückzuzahlen, steht noch ein juristischer Entscheid aus.

Nachfrage steigt nur wenig

Die Passagierzahlen haben sich seit Ausbruch der Pandemie nur unwesentlich erholt. Noch immer fuhren rund 25 Prozent weniger Passagiere in den Bussen der VBL, als 2019, dem Jahr vor der Pandemie. Insgesamt transportiere das Unternehmen 2021 knapp 37 Millionen Fahrgäste.

Immerhin: Damit sind die Passagierzahlen im Vergleich zu 2020 um vier Prozent gestiegen. Die erhöhte Nachfrage reicht aber noch lange nicht aus, um das Loch in der Betriebskasse zu stopfen. Die Verkehrseinnahmen waren 2021 mit 9,8 Millionen Franken 20 Prozent tiefer als 2019.

Verwendete Quellen
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