Verkehr & Mobilität
Zu viel Verkehr wegen Umfahrung

Stadt Luzern erlässt Fahrverbot für den Littauerberg

Viel befahren, viel geflickt und nicht besonders breit: die Strassen auf dem Littauerberg. (Bild: Screenshot: Google Maps)

Der Grossteil der Autos, die über den Littauerberg fahren, sind keine Anwohner oder Arbeiter. Sondern Personen, die damit dem Stau auf den Hauptstrassen entkommen wollen. Dies will die Stadt nun mit einem Teilfahrverbot unterbinden.

Eigentlich sind die Strassen über den Littauerberg in erster Linie für die Erschliessung der Anwohnerinnen, Bauernhöfe und Betriebe gedacht. Doch zu den Hauptverkehrszeiten ist der Littauerberg vor allem eine beliebte Umfahrung. Täglich fahren 1000 bis 2000 Autos über die Bergstrassen, gut 60 Prozent davon sind Durchgangsverkehr, teilt die Stadt Luzern mit. Mit ihren 4 bis 5,5 Metern Breite sind die Strassen aber nicht für solche Belastungen ausgelegt. Die Stadt Luzern und die Gemeinde Emmen erlassen deshalb ein Fahrverbot.

Nur noch für Traktoren und «Zubringer» gestattet

Wie die Stadt Luzern schreibt, sei es immer wieder zu Verkehrsunfällen und heiklen Situationen gekommen. Zudem mussten die Strassen häufig saniert werden. Für die Bergstrassen auf den Littauerberg gilt deshalb spätestens ab Ende 2022 ein Teilfahrverbot.

Lediglich «Zubringer» und «landwirtschaftliche Fahrzeuge» seien demnach gestattet. Das beinhalte auch Besucher von Anwohnern, Hofläden und Events in der Schüür zum Hirschpark, fügt Co-Mobilitätsleiterin Leevke Stutz der Stadt Luzern auf Anfrage an. Abgestimmt auf das Teilfahrverbot erlässt auch die Gemeinde Emmen auf angrenzenden Strassen ein Teilfahrverbot.

Die Stadt und die Gemeinde Emmen versprechen sich dadurch eine deutlich höhere Verkehrssicherheit auf dem Littauerberg. Dies auch im Hinblick auf anstehende Verkehrs-Massnahmen wie der Sperrung des Rengglochs (zentralplus berichtete) oder der Wiedereröffnung des Autobahnanschlusses Emmen-Nord. Die Stadt werde im Anschluss die Wirksamkeit und die Auswirkungen der Massnahme überprüfen.

Verwendete Quellen
  • Medienmitteilung Stadt Luzern
  • Telefonat mit Leevke Stutz, Co-Mobilitätsleiterin Tiefbauamt Stadt Luzern
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